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Sonntag, 20. Februar 2011

Astrologie und Märchen


Seehundfell, Seelenhaut – ein Fische-Märchen

Zu einer Zeit, die einst war, nun für immer vorbei ist und bald schon wiederkehrt, gibt es Tag für Tag einen blendend weißen Himmel und weiße Schneelandschaften, in denen sich die Lebewesen wie winzige, flirrende Pünktchen ausnehmen und bald schon verlieren - Menschen, Hunde und Bären.

Hier bläst der Wind so hart, daß die Leute ihre Parkas und Stiefel absichtlich zur Seite drehen. Das gesprochene Wort gefriert in der Luft, und den Menschen müssen die Sätze von den Lippen gebrochen und am Feuer aufgetaut werden, damit man weiß, was sie gesagt haben. Alle Geschöpfe leben im schneeweißen Gespinst der Haare von Annuluk, der Großmutter der Erde. Damals, vor langer Zeit, lebte hier ein Mann, der sehr einsam war.

Das Gesicht des Mannes war von tiefen Furchen durchzogen, die seine Tränen im Lauf der Jahre in seine Haut gegraben hatten, denn er fühlte sich verlassen und weinte viel. Tag für Tag ging er auf die Robbenjagd, legte seine Fallen aus und schlief nachts gut und tief, aber er sehnte sich fortwährend nach einem Menschen, mit dem er sein Leben teilen konnte. Manchmal, wenn ein Seehund sich seinem Kajak näherte und zwischen Eisschollen hervorlugte, dachte der Mann an die alten Geschichten, in denen es heißt, daß Seehunde vor langer Zeit einmal Menschen waren, was man heute noch an ihren Augen erkennt, an dem weisen und liebevollen Blick in ihren glänzenden Augen. Wenn der Mann den Blick solcher Augen auf sich gerichtet sah, weinte er, und die Furchen in seinem Gesicht wurden jedesmal noch ein wenig tiefer.

Eines Abends war er noch nach Einbruch der Dunkelheit auf der Jagd, weil er den ganzen Tag nichts gefangen hatte. Er paddelte zwischen Eisschollen dahin, während der Mond aufging und ihm einen großen, glitzernden Felsen im Meer zeigte, auf dem sich etwas bewegte. Sein Jägerauge ließ ihn schon von weitem erkennen, daß die Bewegungen nicht von den üblichen Meerestieren herrühren konnten.

Lautlos paddelte er näher heran und erkannte, daß ein Grüppchen splitternackter Frauen auf dem Felsen beim Mondschein tanzte. Er verhielt sich still und schaute zu, wie ihre Körper sich wiegten, wie die milchig und silbern schimmernden Gliedmaßen der Mondfrauen sich im Kreise drehten.

Stockstill und tief betroffen saß er in seinem Boot, während das Wasser ihn näher und näher zu dem Felsen trug. Er konnte die Wunderwesen lachen hören, aber vielleicht war es auch nur das Plätschern der Wellen, das sein Ohr verwirrte. Der Mann wußte nicht, wie ihm geschah, aber die Bürde seiner Einsamkeit fiel von ihm ab wie eine schwere, nasse Haut, er fühlte sich emporgehoben, sprang, ohne nachzudenken, auf den Felsen und stahl eines der Seehundfelle, die dort im Mondlicht lagen. Hinter einem Vorsprung versteckte er sich und verbarg das Fell unter seinem gutngug, seinem Parka.

Bald darauf rief eine der Frauen etwas, und diese Frau hatte die schönste Stimme, die der Mann je vernommen hatte. Sie klang wie der Gesang von Walen im Morgengrauen, nein, besser noch, wie neugeborene Wölfe beim Spielen, nein, die Stimme war mit nichts zu vergleichen, das der Mann je gehört hatte.

Es dauerte nicht lange, und eine Frau nach der anderen schlüpfte in ihr Seehundfell und glitt hinab ins Meer. Sie lachten und quietschten vor Vergnügen bis auf eine. Diese Frau suchte nach ihrem Robbenfell und konnte es nirgends finden. Da trat der Mann aus seinem Versteck hervor, und obwohl er sehr schüchtern war, sagte er mit einem Mut, der ihm selbst fremd war: »Bitte . . . werde meine Frau und komm mit mir... Ich bin so einsam.«

»O nein, das kann ich nicht«, antwortete sie. »Ich gehöre zum Anderen, zu Dem Dort Unten.«

»Werde meine Frau«, drängte der Mann. »In sieben Sommern erhältst du dein Seehundfell zurück, das verspreche ich dir. Und dann kannst du dich entscheiden, bei mir zu bleiben oder zu gehen, ganz wie es dir beliebt. «

Lange forschte die junge Robbenfrau im Gesicht des Mannes nach einem Zeichen. Schließlich sagte sie zögernd: »Also gut, ich gehe mit dir. Und nach sieben Sommern wird es sich zeigen. «

So lebten sie miteinander, und nach einer Weile gebar die Meeresgeborene dem Mann einen Sohn, den sie Ooruk tauften. Das Kind war rund und gesund, und in den langen Winternächten, während der Vater am Feuer saß und Figuren schnitzte, erzählte die Mutter ihrem Ooruk Geschichten, aber anstatt vom Bären, vom Raben und vom Wolf zu erzählen, wie andere es taten, erzählte sie die Sagen vom Walfisch, vom Seehund und den Lachsschwärmen, denn dies waren die Geschöpfe, die sie kannte.

Die Jahre vergingen, und die Menschenhaut der jungen Frau wurde erst schuppig, dann spröde, bis sie schließlich in trockenen Fetzen von ihrem Körper fiel. Ihr plumpes, weißes Fleisch wurde hohl und grau, selbst die Haare auf ihrem Kopf fielen aus. Das Licht in ihren seelenvollen Augen erlosch, und bald mußte sie die Hand ausstrecken, um sich ihren Weg zu ertasten, denn sie war halb blind geworden. Eines Nachts wurde Ooruk unsanft aus dem Schlaf gerissen, denn der Vater schimpfte laut, und die Mutter weinte.

»Gib mir mein Fell zurück«, flehte die Mutter weinend. »Sieben lange Jahre sind vergangen, und der achte Winter kommt. Du hast es mir versprochen. «

»Nein«, brüllte der Mann wütend. »Wenn ich dir das Fell gebe, verläßt du mich doch! «

»Ich weiß nicht, was ich tun werde. Ich weiß nur, daß ich wiederhaben muß, was mein eigen ist.«

»Dein Kind und deinen Mann willst du im Stich lassen«, schrie der Vater, »du gewissenloses Weib!« Damit riß der Mann die Türklappe auf und stapfte hinaus in die Finsternis.

Das Kind liebte seine Mutter sehr und weinte sich in dieser Nacht in den Schlaf, aber schon bald wurde es zum zweiten Mal geweckt. Ein seltsam tosender Wind ging um, und in dem Wind war eine Stimme, die »Ooruk, Ooooruk« rief, wieder und wieder, bis Ooruk aus dem Bett kletterte, seinen Parka und seine kleinen Stiefel anzog und in die Nacht hinauslief.

»Ooruk, Ooooooruk,« rief es im Wind, und der Wind schien vom Meer zu kommen, vom Ufer, wo sich ein großer alter Seehund mit langen silbernen Schnurrhaaren hin- und herwälzte und Ooruks Namen rief.

Der mächtige alte Seehund hob seine Flosse und deutete auf ein Bündel, das zusammengerollt unter einem Felsen lag. Ooruk hob das Bündel auf, und sogleich kam ihm der unverkennbare Duft seiner Mutter entgegen. Er entrollte das Seehundfell, und in dem Moment spürte Ooruk, wie sich die Seele seiner Mutter mit all ihrer endlosen Liebe über ihm entfaltete.

Das Kind schmiegte seine Wange in den silbrigen Pelz und spürte die Umarmung seiner Mutter, als wäre sie selbst zugegen. Der alte Seehund nickte geheimnisvoll und versank langsam im Meer.

Das Fell fest an die Brust gedrückt rannte Ooruk nach Hause, direkt in die Arme seiner Mutter, die schon voller Unruhe auf ihn und ihr Robbenfell gewartet hatte.

Voller Dankbarkeit schlüpfte sie in ihren Pelz. »Oh, nein, Mama, nein«, schrie das Kind. Aber sie hob es auf und trug es dem tosenden Meer entgegen. »O Mama, verlaß mich nicht! « schrie Ooruk, als sie am Ufer angekommen waren und die Mutter sich anschickte, ins Wasser zu steigen.

Sie wandte sich zu dem Kind um, mit einem Blick unermeßlicher Liebe in den Augen. »Nein, Mama, nein«, rief das Kind. Aber sie nahm sein Gesicht zwischen beide Hände und hauchte ihren Atem in die Lungen des Kindes, einmal, zweimal und ein drittes Mal. Dann tauchte sie mit ihrem Sohn in den Fluten unter, sank tiefer und tiefer hinab, bis zum tiefsten Meeresgrund, und beide konnten ohne Mühe unter Wasser atmen.

Bald kamen sie in eine glitzernde Wasserstadt, wo sich allerlei Meerestiere und Wunderwesen tummelten, die ein gewöhnlicher Sterblicher nie zu Lebzeiten erblickt, und alle waren froh, denn der große alte Seehund schwamm dem Schwarm singend voran und nannte Ooruk voll Stolz seinen Enkelsohn.

»Wie erging es dir dort oben, meine Tochter?« fragte der Alte, nachdem er die beiden gebührend getätschelt und an sein mächtiges Herz gedrückt hatte.

Die Robbenfrau blickte zur Seite und sagte: »Ich habe einen Menschen verwundet, einen Mann, der alles getan hat, um mich zu behalten. Aber ich kann nicht zu ihm zurück, denn dann muß ich sterben. «

»Und der Junge?« fragte der alte Seehund. »Was soll aus meinem Enkel werden?«

»Er muß in die Oberwelt zurückkehren, Vater. Seine Zeit ist noch nicht gekommen, er kann noch nicht für immer hier bei uns bleiben.« Die Mutter weinte. Alle weinten bei diesen Worten, weil sie wahr waren.

Sieben Tage und sieben Nächte vergingen, in denen der Glanz in die Augen der Mutter zurückkehrte, ihr Fleisch wieder fest, ihre Haut wieder seidig wurde und alles an ihr gesundete. Aber dann kam die Stunde des Abschieds. Gemeinsam mit dem Großvater trug sie Ooruk hinauf in die Welt der Erdbewohner und setzte ihr Kind am steinigen Ufer im Mondlicht ab.

»Ooruk«, sprach die Mutter zu guter Letzt. »Ich bin immer bei dir. Du mußt nur berühren, was ich berührt habe: meine Feuerhölzer, mein Messer, meine Steinmetzarbeiten von Ottern und Meeresgetier, dann wirst du einen Atem spüren, der mein Atem ist. Und er wird dich singen lassen und dir Geschichten geben.«

Der alte silberne Seehund und seine Tochter küßten das Kind noch tausendmal, dann rissen sie sich los und schwammen ins Meer hinaus, wo sie nach einem letzten langen Blick untertauchten. Ooruk blieb am Ufer zurück, da seine Zeit noch nicht gekommen war.

Die Jahre vergingen, und Ooruk wuchs zum Mann heran. Er wurde ein großer Sänger, Trommler und Geschichtenerzähler seines Volkes, und die Leute sagten, daß er seine Kräfte einem Wunder in seiner Kindheit zu verdanken habe, bei dem er vom Geist der Seehunde vor dem Ertrinken bewahrt wurde. Noch heute sieht man ihn im Morgennebel auf einem Felsen knien und Zwiesprache mit einer Seerobbe halten, die niemand fangen kann, so oft es auch versucht wurde, denn sie ist unantastbar und wird Tanqigcaq genannt, die Glänzende, die mit den weisen, wilden, seelenvollen Augen.

Als Märchen für das Tierkreiszeichen Fische wiedergegeben von

Weitere Märchenbücher:

Sibylle Koops
Das große Märchenbuch der Astrologie für Groß und Klein. Dieses Buch erzählt Märchen über die Kräfte des Lebens, wie sie uns im Lauf der Gestirne, in der Natur auf unserer Erde und im Wesen von "Maus" und "Mensch" begegnen. Wir erleben, wie die Heldinnen und Helden mit ihren Stärken und Schwächen umgehen lernen, um schließlich im Einklang mit sich und der Welt ihr Leben zu genießen.

Anne Christin Leser
Es war einmal ... und kann morgen wieder sein
Ein Märchen- und Geschichtenbuch, das uns auch so nebenbei hilft, die Weisheiten der Astrologie besser zu verstehen - hier vor allem die 12 Tierkreiszeichen.
2 Märchen als Leseprobe auf maerchenleser.de:

Freitag, 18. Februar 2011

Sonneningress Fische

Horoskop: Eintritt der Sonne in Fische

Im Zeichen Fische geboren:
"Edgar Cayce «Der Schlafende Prophet» (1877-1945)

Edgar Cayce war ein US-amerikanisches Medium. Während seiner Trancen gab er Antworten zu Fragen über Themen wie Gesundheit, Astrologie, Reinkarnation und Atlantis. Seine Publikationen in englischer Sprache umfassen 300 Bände.


Mit vier Planeten und dem Mondknoten in Fische auf der «Du-Seite» des Radixhoroskops wollte Edgar Cayce schon in jungen Jahren «helfen». Neben dieser Planetenballung, fällt in seinem Horoskop besonders der scheinbar transformierte Pluto am MC auf, der esoterische Herrscher des Fischezeichens, der zum einzigen Planeten auf der «Ich-Seite», Uranus im 12. Haus, einen mit Energie geladenen Aspekt bildet. Ein «reiner» Strichaspekt der keine Entladung, wie zum Beispiel durch einen blauen Aspekt in einem anderen Lebensbereich, hat. Dies könnte auf einen «heißen Draht» (roter Aspekt) zum Übersinnlichen hinweisen, ein blitzartiges Erkennen (Uranus) der geistigen Zusammenhänge des 12. Hauses, eine Gabe, die Cayce weit über die USA hinaus bekannt machte.

Readings: Seine Kundschaft nannte ihm den Namen, Ort und Geburtsdatum eines Kranken. Er legte sich sodann auf ein Sofa, brachte sich selbst in Trance und begann mit Äußerungen, die angeblich Krankheiten und ihre Ursachen oft überraschend exakt darstellte und dann Möglichkeiten zur Heilung angab. Eine Gehilfin notierte alles, was er unter Trance äußerte. Verstarb der Hilfesuchende während der Trancesitzung, so äußerte Cayce angeblich in dem Moment seines Todes: «Ich sehe ihn nicht mehr, er ist weg.» Cayce begab sich innerhalb von 43 Jahren rund 25.000 bis 30.000 Mal in Trance.

Er starb am 3. Januar 1945 in Virginia Beach, USA. Heute gibt es Edgar-Cayce-Center in den USA und 25 weiteren Ländern."
Aus: 'Astrolog' Nr. 173/2010 im Zusammenhang mit einem Artikel von Silke Schäfer "Die innere Botschaft des Zeichens Fische"

Dienstag, 15. Februar 2011

Urlaubs-, Arbeits-, Lebensorte - Das Ortshoroskop


"Immer ist das Schwächere dem Stärkeren,
das Besondere dem Allgemeinen unterworfen".
Claudius Ptolemäus

Links: Grundhoroskop - rechts Ortshoroskop

" ... Das Ortshoroskop ist eine neue wertvolle Bereicherung für den heutigen und zukünftigen Astrologen. Die Welt ist so klein geworden, viele können in einem Menschenleben an verschiedenen Orten leben. Jeder Ort hat sein eigenes Häusersystem – seine Umwelt! Beim Ortshoroskop werden Ihre persönlichen Planeten, Zeichenstellungen und Aspekte in das unpersönliche Häusersystem desjenigen Ortes hineingestellt, an dem Sie zur Zeit leben – oder in den Sie umziehen möchten – oder an dem Sie einmal gewohnt haben.

Sie haben sich sicher schon gewundert, warum es Ihnen an einem bestimmten Ort besser, an einem andern schlechter geht? Das kann an der kollektiven Umgebungsqualität dieses Ortes liegen. Denn jede Landschaft hat – astrologisch gesprochen – ihr eigenes Häusersystem, das auf einem der Erdoberfläche eingeschriebenen Tierkreis gründet.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß das Ende des letzten Jahrhunderts eingeführte, globale Koordinatennetz mit Greenwich als Nullpunkt tatsächlich einen irdischen Tierkreis zur Grundlage hat – obschon es scheinbar eine menschliche Erfindung ist! Versuche, die von verschiedenen Astrologen dieses Jahrhunderts mit «Orts-Aszendent» und «Orts-Meridian» gemacht wurden, haben gezeigt, daß Ereignisse, welche bestimmte Orte betrafen, Sensitivität der entsprechenden Grade des Tierkreises zu Transiten zeigten.

Unsere eigenen Untersuchungen brachten noch mehr zutage: Die Orte haben nicht nur Aszendent und MC, sondern ein ganzes Häusersystem. Und – persönliche Horoskope sind darauf genauso sensitiv wie Ereignisse!

Planeten des individuellen Grundhoroskopes können in einem bestimmten Ortshoroskop günstiger stehen (in anderen Häusern oder einem anderen Bereich desselben Hauses). Und das ergibt für diese Planeten andere Umsetzungsmöglichkeiten oder generell ein gesteigertes Lebensgefühl (im umgekehrten Fall natürlich auch das Gegenteil). Das Ortshoroskop zeigt also an, wie ich mich in einer bestimmten kollektiven Umgebung fühle.

Der Alterspunkt im Ortshoroskop

Es ist naheliegend, daß auch im Ortshoroskop ein Alterspunkt durch die Häuser wandert. Hier zeigt jedoch der AP äußere Reize, nicht die inneren Grundwellen wie im Grundhoroskop. Es sind die Einflüsse des Ortes und des umgebenden Kollektivs, die der AP registriert und die den Horoskopeigner zu entsprechenden Reaktionen veranlassen. Die Methode ist dieselbe wie beim normalen Alterspunkt. Wir suchen im Ortshoroskop die bestimmte Altersphase. Dabei beginnt die Zählung des Orts-Alterspunktes auch mit der Geburt, aber wir können ihn erst von dem Zeitpunkt an verfolgen, an dem wir in den Ort gezogen sind. Er zeigt uns dann Ereignisse und Chancen, die wir an diesem Ort haben, oft eindeutiger und zeitgenauer als im Grundhoroskop. Bei der Betrachtung des Lebensablaufes verfolgen wir den Orts-Alterspunkt mit seinen Aspekten zu den Planeten im Ortshoroskop. Die Bedeutung der einzelnen Aspektwirkungen können Sie in der «Lebensuhr» (Seite 65-83 und 102-179) nachlesen ... " (aus dem Buch von Bruno und Louise Huber: "Transformationen - Astrologie als geistiger Weg")

Gabriele Vierzig-Rostek empfiehlt:

"Es ist manchmal interessant, zu sehen, was der ORT fordert, an dem man lebt, auch wenn es der Geburtsort sein sollte. Aber für Überlegungen, ob und in welches Land man gehen sollte, ist es immer sehr nützlich! Wenn ein Studienaufenthalt, eine berufliche Neuorientierung oder ein Urlaubsdomizil geplant wird – ein Blick ins Ortshoroskop zeigt die Anforderungen, Chancen und Möglichkeiten in dem jeweiligen Ort.

in der Fachzeitschrift 'Astrolog' Nr. 52/1989

Freitag, 11. Februar 2011

Gastbeitrag: Frauenquote? – ein Beitrag von Louise Huber 1981

"Mars wird von Venus und den Grazien entwaffnet"
Jacques Louis David (1748-1825)
 
Die Stellung der Frau im kommenden Zeitalter

Wenn wir die Herrscher des Zeichens Wassermann, Saturn und Uranus, einer näheren Betrachtung unterziehen, kommen uns neue revolutionäre Gedanken. Schon im 'Astrolog'-Artikel in Heft Nr. l von Margrit Schwaninger »Frau und Mutter: Mond oder Saturn?« war davon die Rede, dass wir nach neuesten psychologischen Forschungen in der Stellung des Saturn im Horoskop auf die persönliche Mutter schliessen können. Eine Tatsache, dass ja die Mutter die erste Bezugsperson des Kindes ist, die mit der Erziehungsfunktion des Saturn auf das Kind regulierend einwirkt. Wenn jemand unvoreingenommen seine Saturn-Stellung in dieser Weise definiert, dann wird er zu erstaunlichen Resultaten kommen. Versuchen Sie es einmal!

Die Mutterplaneten Saturn und Uranus

Um astrologisches Denken zu verstehen, müssen wir lernen, in Analogien zu denken. Wenn nun Saturn die physische Mutter darstellt, dann ist Uranus das höhere Mutter-Imago oder die Anima nach G.G. Jung. Es sind also beide Mutterplaneten, die mit dem Zeichen Wassermann verbunden sind und deshalb im neuen Zeitalter besondere Bedeutung haben. Saturn als schützender Grenzring, als Kristallisationsprinzip, der das Leben in der Form zusammen- aber auch gefangenhält, und Uranus, der durch die einengenden Grenzen hindurchstösst und nach neuen Dimensionen des Bewußtseins sucht. Im tiefsten esoterischen Sinne hat Uranus mit dem Mutterprinzip in der Schöpfung einen interessanten Zusammenhang. Wenn wir in Analogieketten denken, können wir nach der Trinitätslehre »Vater, Sohn, Heiliger Geist«, das Mutterprinzip mit dem sogenannten dritten Aspekt der Dreieinigkeit »dem heiligen Geist« gleichsetzen. Es ist demnach identisch mit der Materie im Gegensatz zum Geist, dem Vater-Aspekt. Um weitere Entsprechungen heranzuziehen, kommen wir zur Schlussfolgerung, dass das erhöhte Bewusstwerden der Materie, des Körpers, des Ur-Mutterprinzips oder des hl. Geistes in der heutigen Zeit sich u.a. darin zeigt, dass die Frau wieder mehr und mehr als gleichberechtigtes Wesen in der menschlichen Gesellschaft anerkannt wird. Die sogenannte Emanzipation der Frau hat mit der Integration der drei Kräfte im Schöpfungsprozess zu tun. Es geht also nicht allein um die Frau, sondern um das harmonische Gleichschwingen aller drei geoffenbarten göttlichen Prinzipien von Vater, Sohn und heiligem Geist.

Wasser des Lebens

Das Mutterprinzips, die Urmutter, ist also identisch mit dem dritten Aspekt, dem heiligen Geist, der heute in alles eindringt und alles umwandelt. Er ist das Wasser des Lebens, das der Wassermann mit einem Krug in der Hand auf die dürstenden Menschen ausgiesst und zu neuen Erkenntnissen hinführt. Wasser, das Symbol des Verlangens und der Impulse ist Substanz, der Ozean des Lebens, das jene Bedingungen schafft, in denen das Leben sich entfalten kann. Es ist das Urprinzip des gebärenden Mutterschosses, in dem der Embryo heranwächst. Wasser dringt überall ein und bringt die notwendigen Veränderungen hervor, schafft jene neuen Bedingungen, die der Menschheit zur neuen Geburt verhelfen werden. Das Wasser als Symbol des Gebarens bringt Geist und Materie zusammen und bringt durch einen Willensakt die objektive Manifestation der gedachten Welt zustande. Wenn die Impulse und die Wünsche der Menschen in dieser Zeitenwende auf menschliche Werte und Gerechtigkeit, auf die Erhaltung des Guten und des Schönen gerichtet werden, wird Frieden auf Erden sein. Es wird immer dringender für jeden von uns, die Macht des Geistes und des Denkens zu erkennen und in die innere Bedeutung des kommenden Zeitalters einzudringen. Dadurch können wir erstens die Zeiterscheinungen richtig deuten und zweitens das Ausmass unserer eigenen Verantwortlichkeit erfassen. Wir lassen uns von falschen Propheten nicht länger mehr Angst vor der Zukunft einjagen, sondern wir wissen, dass es an uns selbst liegt etwas zu tun, und dass dem ganzen Weltgeschehen ein Evolutionsplan zugrunde liegt, der in dieser Wandlungszeit die Menschheit wieder ein Stück auf dem Entwicklungsweg weiterbringt, und schliesslich alles zum Guten führt.

Gehen wir nochmals von dem Gedanken aus, dass die Mutterprinzipien sich hier manifestieren wollen. Es ist also die Mutter oder die Frau, die das Gleichgewicht in der Welt wieder " herstellen muss. Es geht dabei zunächst um das Erringen des Selbstbewusstseins der Frau; sie muss sich von der Sklaverei, von der Konditionierung der letzten Jahrtausende befreien, die sie in eine gefühlsmässige Abhängigkeit vom Mann gebracht hat. Hierzu eine Leseprobe aus meinem Buch: »Die Tierkreiszeichen, Reflexionen, Meditationen«. Seite 359-61

Die Selbstwerdung der Frau

Die Frau hat ihr Selbstbewusstsein daran aufgebaut, dass sie einen Mann hatte, der sie liebte, mit dem sie in einer legalen Bindung, durch die Ehe gesellschaftliche Anerkennung hatte. Sie war also nur ein vollwertiger Mensch, wenn sie einen Mann hatte. Sie war in ihrem Selbstbewusstein vollkommen abhängig von der Liebe u. Anerkennung des Mannes. Falls der Mann sie nicht mehr liebte, hatte er das Recht, sie zu verstossen, sie war nur noch ein Niemand und wurde von der menschlichen Gesellschaft als zweitrangig betrachtet, was auf weiten Gebieten der Welt noch immer so ist! Das hat sich in unserer heutigen Zeit jedenfalls in Europa grundlegend geändert. Die Frau muss sich dessen voll und ganz bewusst werden, damit sie sich von der alten Vorstellung befreien kann. Diese alte Vorstellung oder Konditionierung ist gesamthaft »der Hüter der Schwelle«, dem besonders die Frauen von heute gegenüberstehen. Diese Konfrontation mit alten, überholten Verhaltensweisen haben alle Frauen gemeinsam. Es ist kein einzelnes sondern ein Menschheitsproblem. Die Frau unserer modernen Zeit hat es nicht mehr nötig, ihr Selbstbewusstsein von der Liebe oder Treue eines Mannes abhängig zu machen, sie hat jetzt die Möglichkeit, sich selbständig in der Welt zu behaupten, sich ihren Platz als Mensch zu erobern, sei dies am Arbeitsplatz oder in der Familie. Dieser Prozess ist heute überall im Gange, ständig kann man beobachten, wie Frauen sich selbständig machen, was auch mit ein Grund für die vielen Ehescheidungen ist.

Menschlichkeit

Aber das allein genügt noch nicht, denn es geht in Wirklichkeit um die Manifestation der Einheit aller Seelen, um die wahre Bruderschaft, wahre Liebe oder wahre Menschlichkeit Es geht um den Ausgleich von Mensch zu Mensch, was nur durch den dritten Pol, durch die Liebe möglich ist. Deshalb ist es so wichtig, mehr über die wahre Liebe zu wissen. Es ist das zweite Prinzip, das Christus-Prinzip, das erneut in den Herzen der Menschen lebendig werden soll. Wahrscheinlich ist es eine der Aufgaben der Frau, die besonders geeignet ist, den Christusgeist im Herzen zu empfangen, diesen in der Welt durchzusetzen. Mit anderen Worten, das Selbstbewusstsein, das sich die Frau erringen muss, befähigt sie zur echten Menschwerdung, zur Menschlichkeit, und das, weil sie von Natur aus zur Erhaltung des-Lebens bestimmt ist. Dieser innere Drang, das Leben um jeden Preis zu erhalten, ruft alle intelligenten Fähigkeiten auf den Plan, immer bessere Möglichkeiten zu finden und zu schaffen, damit das Leben auf unserem Planeten nicht gefährdet wird. Es ist auch die natürliche Schutz- und Erziehungsfunktion der Mutter, die heute wirksam ist. Wenn sie durch das sich entwickelnde Selbstbewusstsein mehr an Macht gewinnt, dann muss sie sich vor allem für wahre, echte menschliche Werte einsetzen. Und dann wird auch der esoterische Herrscher des Wassermanns wirksam, der Jupiter, das Prinzip, das nach Vereinigung und Verschmelzung drängt. Als Frauen müssen wir den Mut haben, uns für die Vision der allgemeinen Menschlichkeit einzusetzen. Wir müssen den Mut haben, hinzustehen und da, wo Ungerechtigkeit und Ausbeutung vorherrschen, uns für eine gerechte Verteilung, für einen gerechten Ausgleich einsetzen. Wir sollten unsere ganze Intelligenz einsetzen, um die besten Lösungen zu finden nicht nur für unsere Familie und unsere Kinder, sondern für eine immer grösser werdende Anzahl von Menschen.

Das Wesen der Liebe

Dabei sollen wir unsere Vorstellungen von Liebe klären und dem neuen Zeitalter anpassen. Liebe ist weder eine sentimentale Gefühlsregung, noch eine Emotion, noch eine Begierde. Liebe ist das Wirken einer transzendentalen Macht und eines transzendentalen Vorganges in uns selbst. Liebe beginnt nicht in uns, noch endet sie in denen, die wir lieben. Sie hat einen kosmischen Ursprungsquell, strömt durch uns hindurch und setzt sich unendlich fort. Je mehr wir lieben, desto mehr Liebe kann auf der Welt werden. Dieses klare Licht der Liebe als anziehende Energie wird Leid und Kummer, die durch Unwissenheit und Isolation entstehen, wegschwemmen und die Freude als den Grundton des kommenden Neuen Zeitalters offenbaren.

Aus dem 'Astrolog' Heft Nr.3/1981


" … Die soziale Stellung der Frau ist zumeist deshalb eine so unwürdige, weil sie in vielen Punkten, wo sie es sein sollte, nicht bedingt ist durch die individuellen Eigentümlichkeiten der einzelnen Frau, sondern durch die allgemeinen Vorstellungen, die man sich von der natürlichen Aufgabe und den Bedürfnissen des Weibes macht. Die Betätigung des Mannes im Leben richtet sich nach dessen individuellen Fähigkeiten und Neigungen, die des Weibes soll ausschließlich durch den Umstand bedingt sein, daß es eben Weib ist. Das Weib soll der Sklave des Gattungsmäßigen, des Allgemein-Weiblichen sein. Solange von Männern darüber debattiert wird, ob die Frau «ihrer Naturanlage nach» zu diesem oder jenem Beruf tauge, solange kann die sogenannte Frauenfrage aus ihrem elementarsten Stadium nicht herauskommen.

Was die Frau ihrer Natur nach wollen kann, das überlasse man der Frau zu beurteilen. Wenn es wahr ist, daß die Frauen nur zu dem Berufe taugen, der ihnen jetzt zukommt, dann werden sie aus sich selbst heraus kaum einen anderen erreichen, Sie müssen es aber selbst entscheiden können, was ihrer Natur gemäß ist. Wer eine Erschütterung unserer sozialen Zustände davon befürchtet, daß die Frauen nicht als Gattungsmenschen, sondern als Individuen genommen werden, dem muß entgegnet werden, daß soziale Zustände, innerhalb welcher die Hälfte der Menschheit ein menschenunwürdiges Dasein hat, eben der Verbesserung gar sehr bedürftig sind … " (Rudolf Steiner, 'Philosophie der Freiheit', 1918)

Merkur – der geflügelte Götterbote

Handzeichnung von Balthasar Küchler (1571-1641)

… Merkur, der Literat – am Beispiel Hermann Hesse

In der griechischen Mythologie ist der Götterbote Merkur der Vermittler zwischen Himmel und Erde. Ist Hermann Hesse  der  Vermittler  zwischen  dem eigenen Sinn (Eigensinn) und der Welt seiner Leser?

Neben Jupiter ist Merkur der am stärksten stehende Planet im Horoskop von Hesse. Er befindet sich in seinem eigenen Zeichen Zwilling, mehrfach aspektiert  am  DC.  Merkur  symbolisiert  das Denken, Schreiben, Reden,  Lesen und besonders die Kommunikation.

Diese  symbolische  Kraft  des  Merkurs erklärt  die  intensive  Motivation  und Ausdauer  von  Hesse,  sein  umfangreiches Werk entstehen zu lassen. Grosse Begeisterung  schwang  mit  als  er  im Kontakt  mit  über  50  Zeitungen  und Magazinen in mehr als 3000 Rezensionen  Werke  anderer  Schriftsteller  besprochen  und  gewürdigt  hat.  Er  war auch  Mitherausgeber  bzw.  Mitarbeiter mehrerer  Zeitschriften,  so  des  «März», wo später Theodor Heuss seine Nachfolge  übernahm.  Mit  Theodor  Heuss verband Hesse eine lange tiefe Freundschaft.

Besonders  stark  am  Herzen  lag  dem Dichter  der  Kontakt  zu  seinen  Lesern (Merkur am DC) und er führte eine ausgedehnte Korrespondenz. Über 35 000 Briefe  die  er  erhielt,  und  die  er  sehr individuell  beantwortete,  legen  davon ein überwältigendes Zeugnis ab.

Das   grosse   Erfahrungs-Dreieck   zwischen Saturn, Merkur, Uranus befähigte  Hesse  besonders  als  Rezensenten und Kritiker, und stellt ihn als den grossen  Bücher-  und  Lesefreund  dar,  der wohl  einmalig  ist  in  der  literarischen Welt …"

Aus Karl G. Breit: "Hermann Hesse - Sei du selbst und die Welt ist reich und schön" Horoskopbesprechungen



… Jupiter und Merkur im Gespräch

Wie wir wissen, gehört sowohl der Jupiter wie der Merkur in den Kontaktbereich, und wie wir ebenfalls wissen, will Merkur möglichst viel wissen, um dies so oder so in seiner Vielfältigkeit zu verwenden! An den Jupiter glauben wir fast blind, denn seine überzeugt vorgebrachten Ideale können eigentlich gar nicht falsch sein – wozu darüber nachdenken! – Diese beiden sitzen sich nun gegenüber, Merkur mit leuchtender Krawatte, gut gebügelter Hose, sauberem Hemd und ein kleines Notizbüchlein zur Hand. Jupiter lässig in einen blauseidenen Umhang gehüllt, die Beine übereinander geschlagen und statt des Notizbüchleins ein Kelch Spätburgunder. Da Jupiter in seiner Art großzügig ist, lässt er Merkur den Vortritt im Gespräch:

Merkur: "Ich habe viele Bücher gelesen – noch dazu in verschiedenen Sprachen -, meine Aufzeichnungen dazu gemacht, und möchte heute Abend einen Vortrag in Astrologie halten. Bisschen Angst habe ich schon, denn wie soll ich die vielfache Kombinatorik der Aspekte zueinander auf zwei Stunden Vortrag zusammenpressen?"

Jupiter: "Nimm ein paar Aspektbilder als Beispiel, gehe gleichsam in sie hinein, empfinde sie, lass die Zuhörer miteinander sprechen, und siehe da, auf einmal wird die Kombinatorik lebendig und erklärt sich als eigene Wahrheit! Noch was; trinke davor etwas Wein, das beschwingt, denn was soll der Vitaminstoss von Orangensaft, den du jetzt zu dir nimmst?"

Merkur: "Du hast leicht reden! Wo bleibt die Gründlichkeit, die begriffliche Auseinandersetzung? Die hörenden Menschen wollen doch lernen! Andernfalls wäre mein Vortrag nichts anderes als eine groß angelegte Wiedergabe meiner eigenen womöglich ethischen Empfindung. Mir erscheint dein Rat nur für Fortgeschrittene brauchbar."

Jupiter: "Ob das ein so genannter Anfänger ist oder einer, der schon 102 Jahre Astrologie betreibt, das dürfte gleichgültig sein! Ich gehe ganz einfach vom Lebendigen aus, vom Lebenssinn, und der zeigt sich in jedem Horoskop, sonst wäre die betreffende Person ja nicht am Leben. Der Glaube an eine höhere Macht ist für die Astrologie Voraussetzung und dies sollen wir uns bewusst machen."

Merkur: "Ich kann doch keinen Glauben voraussetzen, wenn das Wissen nicht zuvor da ist -, das klingt mir überheblich, entschuldige, da sagen wir – der gibt ganz schön an - . Mit dem Kleinen beginnen, dass verlangt die menschliche Bescheidenheit. Und noch was: Der Merkur ist der Hermes Trismegistos, das heißt: ihm stehen alle drei Bereiche des Lebens offen, und das trifft nur auf Merkur zu!"

Jupiter: Einen kräftigen Schluck trinkend und mit einer großzügigen Geste sich die nächste Zigarette anzündend: "Zu Anfang, ob bei den alten Kulturen oder beim Kind war alles ein Bild, und diese Bilder soll der Merkur eben in allen Ebenen bewusst machen. Macht sich dieser kleine Hermes selbständig, dann vergisst er, woher er kommt. Dies nenne ich Bescheidenheit, wenn er also weiß, woher er kommt. Und dann entsteht daraus die persönliche Freiheit im Denken!"

Merkur: "Ja, du hast schon recht, aber nur von dir aus, ganz subjektiv; aber ich muss jetzt zu meinem objektiven Vortrag schreiten, ich möchte ja, dass mich jeder versteht!"

Jupiter: "Auf Widersehen, wichtig ist für mich, dass wir noch ein paar Mal miteinander sprechen, doch so, dass jeder freie mittlere Kreis das Menschliche dabei ist. Wir haben ja alle sowohl das Merkurische wie das Jupiterische oder Joviale zugleich in uns…" …

Aus Arnold Buchenrieder:

Mittwoch, 9. Februar 2011

Gabriele Vierzig-Rostek: Astrologische Beratungsangebote in Düsseldorf

Ehe, Familie, Partnerschaft
- ein Schwerpunkt in der Astrologischen Psychologie -

Beispiel eines Partner-Klick-Hororoskps (Johnny Depp und Angelina Jolie)



Jeder Mensch will gewürdigt werden. In einer Partnerschaft und in der Familienstituation finden wir sehr häufig einen Anpassungsdruck. Die Kunst des Zusammenlebens besteht darin zu erkennen, wie 'Ich' gemeint bin und mich mit den anderen zu verbinden ohne mein 'Ich' aufzugeben. Selbstverständlich gilt dies für jedes Mitglied der Partnerschaft oder Familie im Einzelnen, auch für die Jüngsten.

Mit der Methode der Astrologischen Psychologie lassen sich vielfältige Möglichkeiten für die Beratung nutzen. Zur Grundanalyse gehört eine Betrachtung des Grund-, Häuser-, und Mondknotenhoroskopes für jede Person in einem umfassenden Einzelgespräch.

Darauf aufbauend erkennen wir im Partnerschaftsvergleich Parallelen oder gegensätzliche Charaktereigenschaften der Persönlichkeiten. Außerdem erkennen wir mögliche Konflikte und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf.

Mit dem Vergleich der beiden Alterspunkte erkennen wir sowohl Spannungen als auch Entwicklungsmöglichkeiten, sowie Wege zueinander.

Wir betrachten das Kinderhoroskop, zeigen die Anlagen und Schwerpunkte des Charakters auf und vergleichen diese mit den Elternhoroskopen. Im Horoskop des Kindes erkennen wir wie es die Eltern sieht, was es sich von den Eltern wünscht und was es tatsächlich erhält. Und wir sehen die Beziehung der Eltern untereinander aus seiner Sicht, was sehr aufschlußreich sein kann. Die anlagebedingte Förderung des Kindes wird im Beratungsgespräch erarbeitet.

Last not least ist es für den Menschen wichtig mit seinem Beruf seiner Berufung nachzugehen. Im Beratungsgespräch analysieren wir die verschiedenen Formen der Intelligenz und zeigen Wege auf für die Verwirklichung der eigenen Talente und Fähigkeiten.



Zur Vertiefung:



Samstag, 5. Februar 2011

Kurs in Düsseldorf: A2 Intelligenz und Berufsfindung im Horoskop

Beispielhoroskop Albert Einstein

Zwei Beispiele astrologischer Untersuchungen

Von Bruno Huber


Was ist Intelligenz?

Intelligenz ist eine Zentralfunktion des Menschen. Sie setzt ein gut funktionierendes ICH voraus, das über eine Reihe Fähigkeiten verfügt wie beispielsweise Unterscheidungs-, Bewertungs- und Beurteilungsvermögen, ein gutes Gedächtnis, Kombinations- und Lernfähigkeit. Es gibt verschiedene Qualitäten der Intelligenz und der Denkfähigkeit des Menschen. Wir wollen im Folgenden versuchen, diese zu definieren und abzugrenzen.

Fangen wir bei der heute üblichen Auffassung an, nämlich bei dem, was man als schulische Intelligenz bezeichnen könnte. Diese setzt sich zusammen aus Gedächtniswissen, Dialektik, Logik, Kombinatorik, die Fähigkeit mit Informationsstücken systematische Denkprozesse zu verfolgen, die zu einem klaren und konsequenten Ergebnis führen. Diese Fähigkeit wird akademisch hoch bewertet und in der Schule mit guten Noten bedacht.

Verschiedene Denkarten

Je nachdem, was der Gegenstand des Denkens ist, wird sich der Denkprozess entsprechend anpassen. Man kann über Benzin- und Autopreise oder über den Philosophen Sokrates diskutieren. Das sind sehr verschiedene Gebiete und die Denkprozesse werden entsprechend anders ablaufen, sofern der Beteiligte mit den beiden Themen überhaupt etwas anfangen kann. Der eine kann vielleicht eher über technische Prozesse sprechen, der andere über psychologische Fragen. Dies zeigt, dass ein Mensch für bestimmte Denkprozesse besser geeignet ist als für andere. Woran das liegen mag, sei Gegenstand unserer Betrachtung.

Einwirkung des Milieus auf die Intelligenz

Ein weiterer Punkt, Intelligenz zu bestimmen, ist die Frage, in welchem Milieu der Betreffende aufgewachsen ist und welche Bindung ihm zuteil wurde.

Wenn ein Mensch beispielsweise in einer Familie und in einer Umgebung aufwächst, die vorwiegend in praktischen Belangen denkt, dann wird er sich schon als Kind langsam, aber sicher auf diese Art von Denkprozessen einstellen. Und wenn diese mit einer gewissen Ausschliesslichkeit das Milieu bestimmen, werden andere Denkarten an das Kind nicht herankommen. Erst durch die Schule, spätestens beim Studium oder in einer anderen Stadt, werden neue Gedanken auf den jungen Menschen einwirken und die Grundstruktur seines Denkens weiter formen. Dies sind Wirkungen auf das Denken, deren Bedeutung dem Einzelnen meist nicht bewusst ist.

Ein Pfarrerskind beispielsweise wird anders denken als ein Schusterkind. Das sind einfache, aber typische Beispiele, um eine unterschiedliche Milieu-Einwirkung zu erfassen. In einem Pfarrhaus werden neben den täglichen Dingen ganz andere Gedankengänge im Vordergrund stehen. Zwar muss sich das Kind – wie alle anderen Kinder – mit dem üblichen Schulstoff auseinandersetzen, aber es wird zu Hause sicherlich auch über religiöse Inhalte diskutiert. In einer Schusterfamilie hingegen wird das Handwerk des Vaters wie auch die Gedankenwelt der Kundschaft stark prägend auf das Denken des Kindes einwirken.

Daraus leitet sich die Tatsache ab, dass durch das Milieu, in das man hineingeboren wird, gewisse Möglichkeiten geboten oder nicht geboten werden. So ist es manchen Kindern gar nicht möglich zu studieren, weil das Milieu, in dem sie aufgewachsen sind, gar keine Gelegenheit bot, eine Denkweise zu entwickeln, zu schulen oder zu erproben, die dem auf der Universität üblichen Denken entspricht. Dennoch kann ein solches Kind sehr intelligent sein und in gewissen Lebensbereichen sogar das aus akademischen Kreisen übertreffen. Es hat eben eine andere Art der Intelligenz.

Zu unterscheiden ist immer Intelligenz und Intelligenzmilieu. Das sind zwei verschiedene Dinge. Das eine Kind hatte Gelegenheit, seine Intelligenz in einer bestimmten Weise zu schulen, und das andere hatte sie nicht.

Es kann nicht einfach angenommen werden, dass ein einfacher Mensch, der ungeschult ist, deshalb auch dumm sein müsse, d. h. nicht intelligent. Ein Doktorzeugnis ist noch nicht unbedingt eine Intelligenzbestätigung. Denn unter Umständen ist der Geschulte nur mit einem grösseren Informationsfundus ausgerüstet, auf dessen Erlangung manch eine Schulung heute ausschließlich Wert legt, ohne dabei auch die Denkfähigkeit genug zu fördern.

Demgegenüber ist vielleicht der Bauernsohn durch seine Naturbeobachtung und die organischen Problemstellungen viel mehr zu eigentlich aktiven – ja sogar schöpferischen – Denkprozessen gezwungen. Eine große Menge angelerntes Wissen bedeutet also noch nicht automatisch auch eine entsprechende Denkfähigkeit.

Dies sind nur einige wesentliche Unterscheidungen, wenn wir die Frage der Intelligenz betrachten wollen.

Intelligenzforschung im Horoskop

Wie kann man nun Intelligenz im Horoskop erfassen und welche Elemente im Horoskop deuten auf die Intelligenz eines Menschen hin? Es ist am besten, mit einer bestimmten Fragestellung ans Horoskop heranzugehen, wie zum Beispiel: Wo ist die Intelligenz sichtbar, welche Art von Intelligenz besitzt dieser Mensch, welche Beeinträchtigungen seiner intelligenten Entwicklung hat er, worin sind diese begründet und wie kann man sie eventuell beheben? Dies sind Fragestellungen spezieller und gezielter Art und erfordern nicht, das ganze Horoskop gleich voll zu erfassen. Man kann aber gelegentlich auch durch diese spezielle Fragestellung schon zu einem gesamten Profil des Menschen kommen.

Wenn wir ein Horoskop betrachten, um Intelligenz zu ermitteln, müssen wir unterscheiden zwischen den Planeten, die in Frage kommen, den Zeichen und Häusern und im Prinzip sieben Arten von Aspekten. Welche von diesen Elementen können uns spezifisch über Intelligenz Auskunft geben? …



Von Arnold Buchenrieder

Albert Einstein (siehe Horoskop-Grafiken)

… Ein Beispiel von Albert Einstein bringt uns die „schöpferische Intelligenz“ des Uranus nahe. Einsteins Uranus im dritten Haus im Zeichen der Jungfrau ( Herrscher von Merkur ), steht als So genannter Spannungsherrscher alleine hier im Horoskop. Eine Projektionsfigur beginnt an der Spitze dieses Dreiecks und scheint wie durch einen Lautsprechertrichter etwas mitteilen zu wollen. Saturn in Konjunktion mit Merkur im eingeschlossenen Zeichen Widder im zehnten Haus deuten auf ein nach Innen gerichtetes Denken hin. Diese Konjunktion ist Teil der Projektionsfigur und erhält von Uranus einen „langen Grünen“, einen Quincunx. Der aufsteigende Mondknoten auf der achten Hausspitze erhält ein Sextil von Saturn/Merkur, sowie einen Quincunx von Uranus. Der Mars ist ebenso betroffen, da er eine weite Konjunktion zum aufsteigenden Mondknoten bildet. Zur Erinnerung: Der aufsteigende Mondknoten empfängt Aspekte, sendet sie aber nicht!

Wir bekommen weitere Informationen über Albert Einsteins Intelligenz, sobald wir Mars im Trigon zu Pluto im Stier im elften Haus, sowie im Sextil zur Sonne in den Fischen im zehnten Haus mit einbeziehen. Diese Figur ist ein kleines „Talentdreieck“ und speichert die Forschergebnisse von Mars ab. Jupiter steht im Wassermann im neunten Haus! Er erhält ein Quadrat von Pluto und bildet ein Halbsextil zu Mars. Damit bekommt Einstein ein kleines Lernerfahrungsdreieck. Er beobachtete die Prozesse der Evolution und lernte dabei.

Dazu kommt bei Jupiter noch die Opposition von Uranus. Einstein gilt ja als der Entdecker der Relativitätstheorie. Eines Tages wurde er gefragt, wie er denn das Ganze herausgefunden hätte. Er antwortete, dass er jeden Abend vor dem Schlafen gehen Gott um die Eingebung gebeten hatte. Eines Morgens wachte er auf und war sich des Rätsels Lösung bewusst! Das soll keine Hymne an den lieben Gott darstellen, aber Einstein mußte mit der Projektionsfigur um jede Erkenntnis regelrecht ringen. Quincunxe können lange dauern, bis sie mit dem richtigen Rezept rausrücken. Sie verlangen ein Ringen nach Wahrheit und selbstkritisches Denken. Vor allen darf man nie die Hoffnung aufgeben, oft kehrt man um, obwohl man dem Ziel sehr Nahe gewesen wäre!

Uranus liegt zwar bei Einsteins Horoskop im dritten Haus auf der Denkachse, es ist aber auch ein tiefer Bereich des Unterbewußten. Uranus weiß alles, aber wir sollen es finden und entdecken. Ein losgelöstes Trigon von der Venus im zehnten Haus im Widder zum Schütze Mond im sechsten Haus zeigt seine merkurische Vision des Traumes an …

Ende Dezember 1915 bildete Einstein ein Halbsextil im Alterspunkt zu seinem Mond. Kurz darauf veröffentlichte er seine Ergebnisse der Relativitätstheorie. Drei Jahre später aspektierte er mit einem Trigon seinen Pluto im elften Haus! Rasch verbreitete sich sein Weltruhm, welcher ihn später zum Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts machte! …

Bruno Huber:Intelligenz und Beruf im Horoskop
Methodische Grundlagen der Berufsermittlung
Bruno Huber stellt hier die psychologischen Zusammenhänge zwischen Intelligenz und Selbstbewusstsein anhand der Planetenstellungen in einer leicht verständlichen Weise dar
(API-Verlag, ISBN 3 85523 107 0)