Posts mit dem Label Alterspunkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alterspunkt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. März 2011

Lebensuhr im Horoskop - Altersprogression - Alterspunkt


Auszug aus dem Buch »Lebensuhr im Horoskop«
von Bruno & Louise Huber
 
Bevor wir näher auf die Anwendung der Altersprogression eingehen, müssen wir drei wichtige Punkte klarstellen: 1. Die Altersprogression wird nicht am Zodiak, sondern am Häusersystem gemessen. 2. Die Altersprogression erbringt nur in einem Horoskop mit Koch-Häusern richtige Resultate. Placidus- oder andere Häusersysteme weichen in den Zwischenhäusern 2, 3, 5, 6, 8, 9, 11 und 12 ab. Nur die Hauptachse l, 4, 7 und 10 bleiben gleich. 3. Die Altersprogression ist keine Prognose-Methode, mit der wir Ereignisse voraussagen können, sondern eine psychologische Methode der Zeiterfassung, die die dem individuellen Wesen eigenen Zyklen und Entwicklungsprozesse erfaßt.

Zeitdimension im Horoskop
 
Die Altersprogressions-Methode basiert auf der Erkenntnis, daß das Horoskop nicht nur statisch-räumlich angesehen werden kann, sondern daß auch eine Zeitdimension darin enthalten ist, die unseren ganzen Lebensablauf beschreibt. Wir können ein Horoskop als eine Art Lebensuhr betrachten, auf der wir unsere persönlichen Dispositionen und deren zeitliche Aktivierung durch die Altersprogression ablesen können. Das Häusersystem als Beziehungsfeld zur Umwelt gibt uns sowohl die Raumorientierung, die wir ausführlich in unserem Buch »Die astrologischen Häuser« beschrieben haben, als auch mit Hilfe der Altersprogression eine Orientierung in der Zeit, Wenn wir die zwölf Häuser oder Felder bei der Betrachtung der Altersprogression nicht nur als klassisches Raumgefüge ansehen, sondern als Zeitabfolge, dann erkennen wir eine Entwicklungsdynamik, die das ganze Leben des Menschen betrifft. Diese neue Progressionsmethode wollen wir im Folgenden Schritt für Schritt aufzeigen. Wir nennen die Altersprogression auch den »Alterspunkt«, weil wir sie als einen fortschreitenden Punkt sehen können, der mit dem fortschreitenden Alter durch die zwölf Häuser unseres Horoskopes wandert und alles aktiviert, was darin enthalten ist. Er beginnt beim Aszendenten und läuft im Gegenuhrzeigersinn durch die Häuser eins bis zwölf, bis er wieder zum Aszendenten zurückkehrt. In der Astrologie verwenden wir immer diese Drehrichtung, weil sie mit den kosmischen Gegebenheiten übereinstimmt. Die Sonnenbahn als größte Zeitordnung im Jahr, wandert ebenfalls durch den Tierkreis entgegen dem Uhrzeigersinn. Dies ist astrologisch immer die Richtung vorwärts, sowohl für den Tierkreis, für die Planeten, für die Häuser wie auch für die Altersprogression.

Entwicklungsdynamik 

Wir erkennen eine gewisse Entwicklungsdynamik, wenn wir vom Aszendenten aus zur Himmelstiefe (IC), weiter zur rechten Seite (DG) und hinauf zum höchsten Punkt im Horoskop (MC) und dann wieder zurück zum AC gehen. Am Aszendenten wird der Mensch geboren; es ist das zur Minute der Geburt im Osten aufsteigende Zeichen. Am IC wird er erwachsen und verläßt meistens das Elternhaus. Am Deszendenten, dem DU-Raum, setzt er sich mit der Umwelt oder einem Partner auseinander. Am MC reift er zur vollen Individualität aus und geht schließlich wieder zum AC, zu sich selbst, zurück. In dieser Wanderung können wir die einzelnen Stationen des Lebens entsprechend der Einteilung des Horoskopes in zwei, drei, vier, sechs und zwölf und später auch noch in sechsunddreißig Teile genauestens beschreiben. Dadurch erhalten wir ein generelles Bild der Lebensphasen des Menschen. Seine ganz speziellen Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich dann aus der Zeichen- und Planeten-Besetzung im individuellen Horoskop. Wenn wir annehmen, daß das Leben des Menschen am Aszendenten beginnt und die Achse AC - DC den Horizont oder die Erdoberfläche darstellt, so müssen wir zuerst einmal ins materielle Leben hineintauchen. Wir steigen nach der Geburt mit dem Alterspunkt unter den Horizont, in den unbewußten Raum des Horoskopes. Wir tauchen ins Leben ein. Vom IC an streben wir wieder an die Oberfläche, um am DC ans Tageslicht, in den bewußten Raum zu kommen. Wenn wir uns aus dem Gedränge im Kollektivraum, in das wir verwickelt wurden, emporgehoben und befreit haben, tauchen wir am DC über die Horizontlinie auf. Und da fängt das Leben erst an, interessant zu werden. Daraus läßt sich folgern, daß die ersten achtzehn Lebensjahre im wesentlichen Formungsjahre sind. Der Mensch ist in dieser Phase passiv dem Leben gegenüber eingestellt; er taucht ein in die Welt, um sich formen zu lassen. Am IC - dem Gegenpol des MC! -erhält er einen wesentlichen Impuls, der ihn veranlaßt, seine eigene Individualität zu suchen, An einem Eck-Punkt oder einer der Kardinalachsen angelangt, streben wir immer zum Gegenpol. Der Lebensimpuls des Geborenwerdens treibt uns am AC unweigerlich mit der Zielthematik des DC ins Leben hinaus. Vom IC zum DC kann man wohl immer noch den Schwung des Geburtsstoßes benützen, jedoch muß uns die Kraft des Geistes weiter nach oben tragen. Am MC sollte die Individualität voll zur Blüte und Reife kommen, damit wir den Weg zurück zum Aszendenten vollbewußt erleben können.

Die Wirkungsweise der Altersprogression 

Aus dieser Sicht betrachtet, wandern wir sozusagen im Laufe unseres Lebens durch unser eigenes Horoskop, durch unseren eigenen Charakter, ähnlich einem Bühnenscheinwerfer, der am Anfang des Stückes den Hauptdarsteller in seinen Lichtkegel nimmt und diesen durch das ganze Stück in den verschiedenen Szenen ständig begleitet. Wie der Schauspieler durch das Stück geht, so wandert unser Bewußtsein durch die Zeit und trifft auf die einzelnen Faktoren unseres Charakters und unserer Umwelt, die im Horoskop in den Stellungen der Planeten in den Zeichen und Häusern angezeigt sind. Beim Übergang des AP über einen Planeten wird diese bestimmte Fähigkeit, die der Planet darstellt, ins Bewußtsein oder ins Scheinwerferlicht gerückt. Ein Planet, eine Grundfähigkeit, wird beleuchtet. Das heißt, man wird in dem Zeitraum, da der Übergang wirksam ist, immer in Situationen kommen, in denen man sich besonders mit den Qualitäten und Eigenschaften dieses Planeten beschäftigen wird. Man muß und kann sie jetzt bewußter erleben und einsetzen. Eine andere Wirkung ist die, daß der AP beim Durchgang durch ein Haus dessen Qualität in unserem Leben aktiviert. Dadurch entstehen im Verlauf der Altersprogression immerzu neue, in uns selbst vorhandene, psychische Grundwellen. Sie verursachen eine ganz bestimmte Haltung gegenüber der Umwelt, gegenüber Freunden und Bekannten, die einmal positiv oder aktiv, einmal passiv, abwartend oder gar ablehnend sein kann. Dabei spielen auch noch die Zeichenqualitäten in den Häusern eine Rolle. Bei der Altersprogressions-Methode spielt die Zahl Zweiundsiebzig eine bedeutsame Rolle. Ein Umlauf des Alterspunktes durch das Häusersystem entspricht Zweiundsiebzig Jahren. Das heißt natürlich nicht, daß mit zweiundsiebzig Jahren das Leben zu Ende wäre. Wenn dieses Alter erreicht ist, fängt der Kreislauf von vorne an (Spirale). Im 360-Grad-Kreis des Horoskopes ist die Zahl Zwölf auf das engste mit der Zahl Sechs und der Zahl Zweiundsiebzig verbunden (12 x 6 = 72). Die Zahl Zwölf stellt den Kosmos als einheitliches Ganzes dar. Bei seiner Teilung in zwölf Einzelbezirke entstehen sechs Polaritätspaare (Achsen). Teilt man die Zahl Zweiundsiebzig durch zwölf (die Anzahl der Häuser), so erhält man die Zahl Sechs. Daraus folgt: ein Haus im Horoskop 72:12 = 6 Jahre, ein Quadrant (der 4. Teil = 3 Häuser) 72: 4 = 18 Jahre, ein Drittel ( = 4 Häuser) 72: 3 = 24 Jahre, eine Hälfte ( = 6 Hauser) 72: 2 = 36 Jahre. Bei Pythagoras hatte die Zahl Sechs die Bedeutung »Welt«. Die Welt wurde schon seit jeher durch einen Kreis symbolisiert. Der Kreis wird durch seinen Radius bestimmt. Dieser beträgt die Hälfte seines Durchmessers (Strecke vom Mittelpunkt bis zum Umfang). Wenn wir ein Sechseck in den Kreis zeichnen, dann mißt die Strecke von einer Ecke zur anderen genau soviel wie sein Radius. Die Zahl Sechs mißt also den Kreis, der als die Unreinheit des Lebens gilt. So wird die Sechs zur Norm des Zahlensystems, zur Maßzahl des Alls und zur Schlüsselzahl der Altersprogression.

Altersprogression und kosmische Zeitläufe

Auch in der Astronomie ist die Zahl Zweiundsiebzig eine wichtige Zahl. Die Präzession (rückläufige Bewegung des Frühlingspunktes) läuft in 71,7 Jahren einen Grad im Tierkreis zurück. Zweiundsiebzig Jahre stellen daher fast genau V360 eines vollen Rücklaufs des Frühlingspunktes dar. Anders ausgedrückt: innerhalb von 72 x 360 Jahren = 25 920 Jahre (genau 25 816 Jahre) wird null Grad Widder am selben Punkt angelangt sein, an dem er jetzt steht. Dieser Zeitraum wird als kosmisches oder ptolemäisches Jahr bezeichnet. Entsprechend wird der Zeitraum von 2160 Jahren (genau 2151 Jahre, das sind 30 Grad der Präzessionsbewegung), als kosmischer Monat und die Spanne von zweiundsiebzig Jahren als kosmischer Tag bezeichnet. Um diese astronomischen Tatsachen zu veranschaulichen, ergeben sich folgende aufgerundete Zeiteinheiten: 72 J. x 360° = 25920 J.= ein kosmisches Jahr 72 J. X 30° = 2160 J.= ein kosmischer Monat 2160J.: 30° = 72 J.= ein kosmischer Tag Die 72 Jahre, in denen der Frühlingspunkt um1 Grad fortschreitet, machen genau 25 920 Tage aus, das Jahr zu 360 Tagen (=72x5) gerechnet. Sie stellen also ein makromikrokosmisches Verhältnis von außergewöhnlicher Ausdruckskraft dar, weshalb die Bibel das Normalalter des Menschen auf zweiundsiebzig Jahre festlegte. Die mittlere Lebenserwartung des heutigen Mittel- und West-Europäers beträgt ebenfalls im Durchschnitt zweiundsiebzig Jahre. Der Mensch ist-kosmisch gesehen - tatsächlich eine »Eintagsfliege«!

Der zyklische Verlauf des AP durch die zwölf Häuser 

Der Alterspunkt wandert alle sechs Jahre durch ein anderes Haus, ob das Haus groß oder klein ist, spielt dabei keine Rolle. Alle sechs Jahre ändert sich deshalb auch die psychologische Grundhaltung dem Leben gegenüber. Natürlich nicht abrupt, sondern mit Übergängen. Im Durchlauf durch die zwölf Häuser zeigt die Altersprogression auf einen gleichmäßigen Lebensplan. Im Unterschied zu den anfallenden Aspekten, zu den Zeichenwechseln innerhalb von Häusern, die ganz individuell sind, ist der Sechs-Jahr-Rhythmus uns allen gemeinsam. Er ordnet unser Leben in zwölf wesentliche Themen, die gleichzeitig einen natürlichen Ordnungsund Entfaltungsprozeß darstellen. Sie stellen immer neue Lebensaufgaben für uns bereit, an denen wir uns orientieren und uns weiterentwickeln können. Für die Auswirkung der Sechs-Jahr-Stufen können wir die Bedeutung der einzelnen Häuser, so wie wir sie kennen, direkt übernehmen. Das erste Haus zum Beispiel hat mit der Ich-Bildung zu tun, im zweiten Haus von sechs bis zwölf Jahren schafft sich das Kind seinen Lebensraum; im dritten Haus erweitert und festigt es sein Wissen; im vierten Haus setzt es sich mit der Familie auseinander, es will flügge werden und im fünften Haus geht es hinaus in die Welt, um sich selbst zu erproben; im sechsten Haus sucht der Mensch nach der richtigen Arbeit, um seine Existenz zu bewältigen; im siebten Haus eine Partnerschaft; im achten Haus einen Status, um eine anerkannte Persönlichkeit zu sein; im neunten Haus eine eigene Lebensphilosophie; im zehnten Haus hat er etwas erreicht und wird eine Autorität; im elften Haus beschränkt er sich auf einen kleinen Kreis von Menschen, seinen Freunden; im zwölften Haus geht er zu sich selbst zurück, nachdem er sein Lebenswerk vollbracht hat. Eine ausführliche Beschreibung der Einteilung des Horoskopes in die einzelnen Lebensabschnitte finden Sie in dem Buch: »Lebensuhr im Horoskop« von Bruno und Louise Huber Aus 'Astrolog' Nr.10/1982



ISBN 3 85523 010 6

Mittwoch, 2. März 2011

Das 12. Haus - Haus der Fische

Das 12. Haus ist das Haus der Fische – auch wenn in Ihrem individuellen Horoskop andere Tierkreiszeichen beheimatet sein mögen. In unserem Beispielhoroskop sind es - neben den Fischen - Wassermann und das AC-Zeichen Widder.

" …. Das zwölfte Haus ist das letzte im Zodiak. Der lange Weg durch das Häusersystem brachte viele Erfahrungen und Möglichkeiten, mit denen sich das Ich identifizieren und verwirklichen konnte. Im zwölften Haus schließt sich der Kreis und ein neuer Zyklus, eine Neugeburt wird vorbereitet. Hier sammeln sich alle Ichkräfte im eigenen Innern, ziehen sich auf das eigentliche Sein zurück, damit der Zugang zur Transzendenz gefunden wird, Im Altertum brachte man das zwölfte Haus in Verbindung mit Klöstern, Spitälern, Kerkern und abgeschlossenen Räumen. In der heutigen Zeit können auch Büros in den Betonbauten wie Gefängnisse sein.

Schon immer nannte man das zwölfte Haus das Haus der Isolation, der Einsamkeit, der Zurückziehung, der Entsagung, der Prüfung, aber auch der All-Liebe, der Transzendenz, der Allverbundenheit und der inneren Heimkehr. Hier muß man Frieden schließen mit dem Gewordenen, den Leerläufen, den Feinden. Es ist ein Ort der Wandlung und verlangt Verzichten, Loslassen, Opferbereitschaft, Bescheidenheit, Demut und Innenkehr. Andere Autoren nennen das zwölfte Haus den Ort des mystischen Versunkenseins, der Träume, der Fluchttendenzen, der Drogenszene, wobei die Grenzen zur Realität sich oft verwischen. Deshalb ist hier alles im Fluß, viele extreme Zustände treten auf, die sich auch widersprechen, sowohl das eine wie das andere bedeuten können. Manchmal kehren sich die Werte um, und man kann keine deutliche Grenzlinie zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, Leben und Tod ziehen. Viele schwanken zwischen Gottsuche und Haltlosigkeit hin und her. Es ist schwierig, die drei Ebenen deutlich zu unterscheiden. Wir wollen es trotzdem versuchen:

1. Materielle Ebene
Hier sind die auflösenden Mächte oder die Todestriebe, wie Freud sie nennt, am stärksten wirksam. Als Gegenpol tritt eine starke Weigerung auf, loszulassen, sich zu bescheiden, man hält krampfhaft an materiellen Dingen fest, an Positionen, Forderungen. Je verbissener die Weigerung ist, umso mehr verliert man, umso einsamer wird man. Resignation äußert sich in Krankheit.

2. Gefühls-Ebene
Das veränderliche Wasserelement läßt diese Ebene zerfließen, man lebt in einem entgrenzten Zustand, kann sich nirgends festhalten und keine feste Form finden. Man ist den eigenen Gefühlskräften ohne Freiheit der Entscheidung ausgeliefert und oft in Gefahr, sich mit allem zu identifizieren und sich selbst zu verlieren.

3. Mental-Ebene
Das Alleinsein wird bewußt gesucht, man fühlt sich mit dem ganzen Weltall verbunden und ist nicht an äußerer Macht interessiert. Im Wesensgrund verankert ist man mit sich selbst zufrieden und vergnügt, braucht niemanden, um glücklich zu sein. Frei kann man sich zu allen in Beziehung setzen. Friede und Weisheit strahlen aus dem Dazugehören zum Großen Ganzen.

Auf der materiellen Stufe ist man ängstlich darauf bedacht, sich gegenüber der Außenwelt abzugrenzen, niemanden ins eigene Innere schauen zu lassen, Weil man selber nicht genau weiß, wer man ist, hat man Angst, in seiner Hilflosigkeit entdeckt zu werden. Man findet hier aber auch Menschen mit innerer Stärke, die sich selbst und ihre Grenzen gut kennen. Es gibt also nicht nur den schwachen, empfindsamen und scheuen Typus, sondern auch Menschen mit einem starken Ich-Kern, der im eigenen Innern verankert sich nicht unterkriegen läßt. Die meisten "Zwölfthäusler" wollen in der Anonymität bleiben, sie wollen nicht auffallen, nicht hervortreten, sich nirgends hineinziehen lassen, sondern im Verborgenen wirken. Oft verschließen sie sich, vermeiden die Teilnahme am bunten Treiben des Lebens, bleiben passiv beobachtend und sind scheu und zurückhaltend, Manche arbeiten im Stillen daran, Zugang zu heimlichen Mächten zu bekommen, die sie schützen und behüten sollen. Oft geraten sie dabei in die Hände von Verführern, die sie zu willenlosen Werkzeugen machen. Die Grenzenlosigkeit des zwölften Hauses kann den Ich-Willen auflösen. Was auf der einen Seite die mystische Neigung ist, den kleinen Willen in einen höheren Willen aufgehen zu lassen, kann auf der materiellen Ebene verhängnisvoll sein, wenn man in falsche Hände gerät. Das eigene Ich, der eigene Wille kann leicht durch einen stärkeren Willen beherrscht, aufgelöst oder gelähmt werden, wodurch Haltlosigkeit hervorgerufen wird, die zum Spielball der Umwelt werden läßt.

In dieser Sphäre ist auch das Kriminelle zu Hause, wie leicht rutscht man hier aus und rückt vom geraden Weg ab. Manche sind (je nach Zeichen) immer Stärkeren ausgeliefert, lassen sich verführen, hineinziehen, können sich nicht wehren und nicht abgrenzen. "Mitgefangen, mitgehangen" ist das richtige Wort, deshalb ist es auch das Haus der Gefängnisse. Wer nicht aufpaßt, kann leicht in irgendwelche Intrigen oder gesetzwidrigen Handlungen verwickelt werden. Das zwölfte Haus ist in der Tat ein Haus der Extreme, hier gibt es den Heiligen und den Kriminellen zugleich.

Auf der Gefühlsebene spielt sich viel mehr im Innern ab, als man von außen ahnen oder wahrnehmen kann. Leidenschaftliche Gefühle können auftreten, die sowohl das zwischenmenschliche Feld betreffen, wie auch narzißtische Züge tragen. Die Spannweite ist sehr groß, vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Einige fühlen sich berufen, als Helfer in der Not aufzutreten, andere suchen die Weltabgeschiedenheit in klösterlicher Ruhe, andere fallen auf die Stufe des Vagabunden oder des Clochards zurück, Wieder andere bestrafen die Umwelt für das Nichtteilhabenkönnen, indem sie krank werden oder sich abhängig machen.

Das zwölfte Haus kann hier auch als eine Sammelstätte unbewußter Schattenseiten angeschaut werden, Man wird oft mit seinen ungelösten Problemen konfrontiert und weiß nicht genau, warum man auf der Gefühlsebene von Ängsten und Unsicherheiten geplagt wird. Manche inneren Befürchtungen führen zu psychosomatischen Störungen oder tatsächlicher Verfemung und Verbannung durch die Umwelt. Die heimlichen Feinde des zwölften Hauses können plötzlich im eigenen Innern auftreten, entweder durch Träume oder durch seltsame psychische Zustände, die man selbst herbeiführt, wie z.B. durch Alkohol, Drogen oder andere Süchte, Unbewußte Ängste, verdrängte Komplexe können wie Magnete wirken und gerade das hervorrufen, wovor man sich am meisten fürchtet. Verdrängte Existenzängste brechen oft gewaltsam hervor und suchen kompensativen Halt in fragwürdigen Beziehungen oder seltsamen psychischen Zuständen. Phantasiebegabte bauen sich selbst eine Scheinwelt auf, in die sie sich immer wieder flüchten, wenn es brenzlig wird. Heimlich sinnen sie auf Maßnahmen, wie sie sich möglichen Feinden gegenüber verhalten sollen.

Viele wollen sich nicht festlegen, lassen sich nicht in die Karten schauen, weichen Eindringenden geschickt aus. Je nach Zeichen verstricken sie sich in ein Lügengespinst oder flüchten sich ins Irreale. Man tarnt seine Absichten, ist nicht ehrlich und offen, verheimlicht das Wesentliche. Je nach Zeichen sinnt man auch heimlich auf Rache, wie z.B. der Giftmörder, der selbst nicht hervortritt oder der Schüsse aus dem Hinterhalt abgibt oder denunziert, Dokumente fälscht und Wahrheiten verschleiert.

Auf der mentalen Ebene ist das zwölfte Haus ein Ort der Freiheit, des Alleinseins, der isolierten Einheit auf der Denkebene, das sich gleichzeitig mit allem, was lebt, verbunden weiß. Durch die tiefe Sehnsucht, in den Urzustand der Einheit zurückzukehren, begibt man sich bewußt auf den Weg der Heimkehr, Hier lösen sich Ich-Grenzen auf, und das Sein wird erfahrbar. Manche erleben es durch ein mystisches Versunkensein, durch Meditation oder Identifikation mit den transzendentalen Bereichen des Daseins. Sie erfahren, daß das innerste Wesen unbegrenzt, unendlich und ewig ist, und, daß jeder Mensch eine unsterbliche Seele hat. Hier setzt die Sinnsuche ein, das Interesse an esoterischen Lebensfragen mit der Rückbindung an den göttlichen Ursprung (Religio), die der Heimkehr ins Vaterhaus gleichkommt. Wo andere meinen, man verzichte nur und opfere sich auf, da hat man gerade seine innere Seligkeit gefunden. Wer freiwillig oder unfreiwillig abseits der großen Straße wandern muß, wird zum Entdecker der verborgenen inneren Schätze, von denen niemand etwas weiß. So liegt im Zurückziehen zugleich ein Reichtum verborgen, Hier gelangt der Mensch zu seinem Wesensgrund, er lotet sein Inneres aus, das ihm Ruhe und Geborgenheit gibt. Er schließt Frieden mit allem, was gewesen ist, gibt seine scheinbar berechtigten Ansprüche auf, verzichtet auf seinen Ichstandpunkt ebenso wie auf den letzten Besitzanspruch, der noch verblieben war. Hier wird Entsagung, Einsamkeit und Ichlosigkeit durch einen höheren Seinszustand abgelöst. Das Ich ist auf der Mentalebene schon soweit und umfassend geworden, daß es nichts mehr aus seiner universellen Schau ausschließen kann. Wer mit allem eins ist, der kann an keinem besonderen Gegenstand mehr haften.

Wer mental in diesem Haus bewußt lebt, kann sich aus jeder Gemeinschaft herauslösen und für sich selbst leben. Er ist unabhängig und hat die große Freiheit gewonnen. Durch sein Verbundensein mit der All-Einheit ist er in seinem Innern nie allein. Die ganze Welt spiegelt sich in ihm, weil er in Liebe mit ihr verbunden ist. In Gedanken nimmt er an allem teil, auch was weit entfernt von seinem sinnlichen Erfahrungsbereich geschieht. Auf der Denkebene kann er am Weltgeschehen gleichsam unsichtbar mitwirken, indem er im stillen Kämmerlein der Welt und allen Hilfsbedürftigen positive Gedanken schickt. Hier ist auch der Raum der Geistheilung, der unsichtbaren Helfer, die auf transzendentalen Ebenen wie auch im eigenen Innern vorhanden sind. Es ist aber auch — je nach Stellung von Planeten und Zeichen — der Raum, wo sich das Helfersyndrom entwickeln kann, das kompensativ für ein gequältes Ich in diesem Haus auftritt. Es hängt hier weitgehend vom geistigen Entwicklungsstand, das heißt vom Grad der wahren Bewußtheit ab, ob man aus einer echten Seinserfahrung oder nur aus einer eingebildeten heraus sich für die Verbesserung der Zustände in der Welt verpflichtet fühlt … " (Aus: Louise Huber "Dreidimensionale Häuserlehre" – Fachzeitschrift 'Astrolog' Nr. 53)

Siehe auch Karen Hamaker-Zondag: "Das 12. Haus", das die Autorin in den 'Astrolog'-Heften Nr. 56 und 57 vorstellt.

Buchbeschreibung: "Im Gegensatz zu der oft negativen Deutung des 12. Hauses bietet Karen Hamaker-Zondag einen Einblick in die positiven und heilsamen Möglichkeiten dieses oft mißverstandenen Bereiches. Sie verdeutlicht auf sensible und psychologisch fundierte Weise den Zusammenhang zwischen dem 12. Haus und unseren Prägungen in der Kindheit durch die Wünsche und Ängste der Eltern. Diese oft unbewußten und verdrängten Verhaltens- und Erlebnismuster können durch eine Aufarbeitung der individuellen Themen des 12. Hauses befreit werden. An der Erlösung des 12. Hauses zu arbeiten und dessen so wichtige Qualitäten wie Intuition, Vertrauen, Sensibilität und das Verschmelzen von scheinbar Gegensätzlichem zu entfallen, ist Ziel dieses Buches." – Leseprobe

Montag, 17. Januar 2011

Gabriele Vierzig-Rostek: Erfahrungen mit dem Solar- und dem Solar-Radix-Klick Horoskop



(In den 'Klick-Horoskopen' – eine Spezialität der AstroPsychologie – sind nur die primären Aspekte zweier zu vergleichende Horoskope, nämlich Konjunktion und Opposition, berücksichtigt, da sie uns eine genaue und unverfälschte Aussage ermöglichen) - Nachfolgend das Beispiel eines Klickhoroskopes


 
Das Solar-Horoskop wird jedes Jahr neu auf den exakten Tierkreisgrad des Sonnenstandes berechnet, der bei der Geburt herrschte. Die Uhrzeit dieses aktuellen Sonnenstandes legt den AC fest. - Das Datum, an dem der Sonnenstand im Tierkreiszeichen für das Solar exakt gleich ist, kann sogar manchmal um einen Tag verschoben sein. -

Ich habe mich in den letzten fünf Jahren intensiver mit diesem Horoskop beschäftigt und zwar als Ergänzung zu unserem Alterspunkt, nicht als Ersatz! Das Solarhoroskop ist wie eine Lupe für den AP und zeigt Chancen und auch Risiken punktuell an. Selbstverständlich vergleichen wir zunächst die veränderte Aspektfigur und versuchen zu verstehen, daß beim Geburtstag sofort die Figur wechselt, an die wir uns gerade in den letzten 12 Monaten gewöhnt hatten…

Im Vergleich zum AP analysieren wir die veränderten Schwerpunkte für dieses aktuelle Jahr. Wie ändern sich die Persönlichkeitsplaneten? Sind sie weit von ihrer gewohnten Radixposition entfernt, stehen sie evtl. energetisch günstiger als dort oder im Gegenteil schwächer? Eine Fülle von Deutungsmöglichkeiten haben wir hier mit den Regeln der Astrologischen Psychologie.

Ich will mich jetzt mit dem besonderen Thema der Solar-Häuser beschäftigen, die jeweils für einen Monat stehen, beginnend mit dem Geburts-Monat und Datum des Sonnenstandes (falls dies vom „normalen“ abweicht). Das heißt, jeden Monat am selben Datum beginnt ein neues Haus und natürlich bemerken wir die veränderte Energie bereits schon dem Dynamischen Häusersystem entsprechend einige Tage vorher! Das gilt für Planetenübergänge, Berührungen mit der Aspektfigur sowie Zeichenwechsel: der AP im Solar geht halt jeden Monat durch ein neues Haus.

Dabei wurde mir klar, das bestimmte Voraussetzungen in jedem Jahr immer beim Geborenen in den selben Häusern herrschen: das heißt zum Beispiel beim Geburtstag 15. September findet die Weihnachtszeit immer im vierten Haus statt, der 15. März ist immer am DC, der 15. Juni immer Beginn 10. Haus etc.

Im Vergleich mit dem Radix stellte ich fest, daß sich so immer die besonders angenehmen sowie die besonders streßbelasteten Häuser bzw. Monate wiederholen. Also: wo eine Herausforderung im Radix steht, zeigt diese sich in jedem Jahr wieder im gleichen Monat in irgendeiner Weise! Für diese Erkenntnis beobachtete ich einen mir jahrelang merkwürdig erschienenen Umstand bei meinem Mann (naturgemäß ist er meine Forschungsperson Nr.1…).

Seit fast 10 Jahren fahren wir immer im letzten Drittel Mai und ersten Drittel Juni, also drei Wochen in Urlaub. Urlaub sollte ja eine Zeit der Entspannung und Erholung sein, Sonne tanken, gut essen Strand etc. In jedem Jahr fuhren wir also zufrieden los und meist an den gleichen französischen Ort am Mittelmeer.

Die erste Woche verlief immer sehr harmonisch und wir freuten uns, wieder alle Bekannten zu treffen und die geliebten Restaurants aufzusuchen. Unser Hund war und ist immer dabei.
Mit schöner Regelmäßigkeit zeigten sich bei meinem Mann in der zweiten Woche Anflüge von schlechter Laune, nichts war ihm recht, trotz Traumwetter und schön gelegenem Hotel fand er tausend Gründe für seine Unzufriedenheit. Und das, obwohl wirklich alles am Tag zuvor noch gestimmt hatte… es entwickelte sich immer nach dem gleichen Muster, nur die Dauer war unterschiedlich lange, einmal waren es fünf Tage(!), die ich aus unserem Urlaub hätte streichen mögen. Ich entwickelte die unterschiedlichsten Strategien, mit der Situation umzugehen, aber an ihrem Entstehen konnte ich nie etwas ändern. Lange Rede kurzer Sinn, im Radix Horoskop konnte ich die Ursache dafür nicht finden.

Natürlich dachte ich an seine Mond/Saturn Konjunktion im 12. Haus am TP, die dort abgelöst steht und er zieht sich halt manchmal in sich zurück und schmollt, wenn ich ihn nicht auf Händen trage… Aber das allein war mir zu dürftig, das sind ja häufigere Umstände. Mein MK holt ihn da ja ab und immer wieder raus…

Ich hatte auch schon den Sonnendurchlauf im Jahr und den Monddurchlauf in jedem Monat beobachtet und versucht, die Erklärung dort zu finden. Aber ich fand keine Übereinstimmung von schlechter Laune und bestimmten Mondstellungen oder Sonnenständen bei ihm.

Mein Mann ist am 29.12.geboren! Als mir die Erkenntnis dämmerte, daß wir ja immer in bestimmten Zeiten bestimmte Häuser durchlaufen, wurde mir auch klar, warum er immer in der Vorweihnachtszeit und vor seinem Geburtstag besonders grantig sein konnte: das ist ja die abgelöste Mond/Saturn Konjunktion, die dort steht und gerne Rückzug hätte, was ihm als selbständiger Apotheker nicht möglich ist. Und nun verstand ich plötzlich auch, warum er in jedem Jahr um den 29. Mai herum, manchmal exakt an diesem Tag schlechte Laune bekommt: Im Radix steht Pluto im Krebs im kardinalen Bereich des 6. Hauses und es ist der Beginn des 6. Hauses, wo er loslegen will mit Arbeit und Pflichten, für die Familie sorgen etc. und zum Nichtstun verdammt ist in den Ferien! Es fällt ihm dann besonders schwer, abzuschalten!

Interessant finde ich, das diese Über-Ich Funktion von Pluto bei ihm so stark ist, das es fast egal ist, wie die übrigen Planeten und Aspekte im Solar gerade stehen.

Im Beispiel von diesem Jahr sehen wir eine Ansammlung von Planeten einschl. Sonne und Mond im 5. Haus in Steinbock, sowie MK in 6. Er hat sich dieses Jahr durchgesetzt (er mag die lange Autofahrt nicht mehr) und wir sind nicht an die Cote d`Azur gefahren sondern haben unseren Urlaub, diesmal nur zwei Wochen, zu Hause bei schönem Wetter im Garten verbracht. Ich war damit auch zufrieden, wenngleich ich auch Sehnsucht nach dem Süden hatte (Neptun Konj Venus Spitze 7, liebende Unterstützung vom Ehepartner wird erwartet…).

Solar-Radix-Klick

Aber ich wollte auch sehen, ob er diesmal mit seinen Launen zu kämpfen haben würde. Unser Urlaub war vom 25.Mai bis zum 7.Juni… Sie ahnen es schon? Mit Uhrwerkgerechter Gleichmäßigkeit stellte sich eine gedrückte Stimmung am 28./29. ein! Allerdings habe ich hier zu hause bessere Möglichkeiten, dem auszuweichen und außerdem haben wir natürlich darüber gesprochen und ich habe ihm erklärt, wie ich den Zusammenhang sehe, daß es mit ihm und nicht mit dem Urlaubsort zusammenhängt.

Das beste war daran, das er es eingesehen hat… aber er versteht leider (noch?) nicht wirklich, was ich meine: er hat einen Transformationsauftrag, der eigenen Seele zu dienen, Pluto zeigt das dieses Jahr in Konj mit MK beim Solar-Radix-Klick an. Konkret denke ich, heißt es, er soll endlich kürzer treten und die Hauptarbeit seiner Tochter überlassen, die seit einem Jahr approbierte Apothekerin ist und seit Januar Mitinhaberin. (Er arbeitet gerne, ganz aufhören möchte er nie…) Und die Saturn-Uranus Opposition auf der 2-8 Achse steht auch für Erneuerung der alten Gewohnheiten und die Öffnung für neue Erkenntnisse, die alte überholte Strukturen zurücklassen will, insbesondere die der pflichtbewußten Selbstüberlastung, die er täglich praktiziert. Jedoch: das macht ihn glücklich, im Moment kann er es gut aushalten und ist erst spät abends müde. Saturn Spitze 2 gibt ihm dieses Jahr zusätzlich Kraft und Durchhaltevermögen. Er ist körperbewußt und achtet auf gesunde Ernährung. Wenn es ihm mal nicht so gut geht, soll ich ihn immer energetisch behandeln.

Aber die Erkenntnis ist für uns auch: wir sollten nicht zu diesem gewohnten Datum Urlaub machen, sondern lieber den ganzen Mai, das wäre für ihn 5. Haus und Abenteuer würden ihm Spaß machen! Für mich (Geburtstag 15.September) allerdings war das bisherige Datum Ideal: vom 15. an bin ich im Mai im 9.Haus und ebenfalls für Freiheit und Abenteuer sowie Sinnsuche (entsprechende Lektüre) zu haben. Und in diesem Jahr dort sogar mit Saturn und Sonne eingeschlossen, ideale Urlaubsbedingungen, ich versäumte ja nichts…

Meine Daten, falls zur Illustrationserweiterung erwünscht, es genügt sicher auch ganz ohne…
Allerdings sieht man auch im Vergleich der beiden Solar, das mein Mann dieses Jahr bestimmender ist als sonst und ich mich zurücknehme (Pluto bei mir abgelöst, bei ihm Spitze 5, was meiner und seiner Entwicklung dient, nur ein Faktor von vielen).

Einen Kompromiß werden wir da wohl machen müssen… Aber ohne Solar und Solar-Radix-Klick würde ich noch daran herumrätseln. Es hat meine Arbeit bereichert!

Und ein weiterer Gedanke drängt sich mir dabei auf: auch ohne diese zusätzlichen Solar -Horoskope zu kennen, sollten wir vielleicht den Haus = Monat Durchlauf zusätzlich zum AP = 6 Jahres Durchlauf durch das Radix berücksichtigen, denn das hat mir ja diese wertvollen Erkenntnisse erst bestätigt.

Ich werde darüber mehr Untersuchungen anstellen! 
Gabriele Vierzig-Rostek

Sonntag, 16. Januar 2011

Die Lebensuhr im Horoskop in Stichworten

Im Rahmen der Grundausbildung
(Beginn mit "Basiskurs 1" am 22.01.2011)



1. Haus: 0 - 6 Jahre – Ich-Bildungsphase
0 - 3 Ich-Erwachen
3 - 4 (TP) Trotzalter
4 - 6 Ich-Festigung

2. Haus: 6 - 12 Jahre Schaffung eines eigenen Lebensraumes und einer Besitzsphäre
6 - 9 Verwertung und Bewahrung
9 - 10 (TP) Realitätskrise, Schwatzalter
10 - 12 Vorpubertät (Robinsonalter)

3. Haus: 12 - 18 Jahre Lern- und Bildungsphase
12 - 15 Pubertät, Ideenbildung, romantisches Alter
15 - 16 (TP) Identitätskrise
16 - 18 Jugendalter, Ideal- und Willensbildung

4. Haus: 18 - 24 Jahre Ablösung vom Elternhaus
18 - 21 Eintritt ins Erwachsenenalter
21 - 22 (TP) Aus- und Wegzugstendenz (Ablösungskrise)
22 - 24 Wanderjahre, Selbsterfahrung, Unternehmungslust

5. Haus: 24 - 30 Jahre Experimentier- und Erprobungsphase
24 - 27 Aufbau der beruflichen Existenz, Partnerwahl.
Liebesbeziehungen
27 - 28 (TP) existentielle Erschütterung. Liebeskrise
28 - 30 physisches Leistungsmaximum

6. Haus: 30 - 36 Jahre Existenz bewältigen, Marktlücke finden
30 - 33 Existenzkampf, Selbstdurchsetzung
34 (TP) defensive Lebenssituation – Berufskrise
34 36 vitale Lebenshöhe

7. Haus: 36 - 42 Jahre Nachaußenwendung, intensive Beziehungen, Partnerschaftsverträge
36 - 39 Lebenswende
39 - 40 (TP) Revision der Lebensweise, Partnerschaftskrisen
40 - 42 Abschluß der Charakterbildung

8. Haus: 42 - 48 Jahre Wandlungsphase, Stirb-und Werde-Prozesse, »Midlife-Crisis«
42 - 45 Neuorientierung in Ehe, Familie und Beruf
45 - 46 (TP) Frustrationskrise
46 - 48 Umstellungsperiode

9. Haus: 48 - 54 Jahre Bildung einer eigener Lebensphilosophie
48 - 51 philosophische Lebensphase
51 - 52 (TP) Sinn-Krise
52 - 54 Aufbau der geistigen Wert-Welt

10. Haus: 54 - 60 Jahre Berufung und Selbstverwirklichung, Autoritäts- und Individuationsphase
54 - 57 Höhepunkt, Erfüllung der Lebenserwartung
57 - 58 (TP) Isolationskrise. Resignation
58 - 60 Abgrenzung von der jüngeren Generation

11. Haus: 60 - 66 Jahre Frei gewählte Beziehungen, Freunde; auch Isolation
60 - 63 Lebensernte, Memoirenalter
63 - 64 (TP) Rückzugskrise, geistige Pubertät
64 - 66 Pensionierungsalter, Beginn des Alterungsprozesses

12. Haus: 66 - 72 Jahre Phase der Verinnerlichung oder Vereinsamung
66 - 69 Lebensvollendung, Abbau des persönlichen Strebens
69 - 70 (TP) Verfall der Körperkräfte, Gesundheitskrise, Isolation
70 - 72 Finden des Altersstils – Neuorientierung

1. Haus: 72 - 78 Jahre Phase der Wiedergeburt, neue Lebensquellen
72 - 75 Neuauftreten der Lebensfreude (Kindliches Ich)
75 - 76 (TP) Trotzphase gegen eigene Kinder (Enterbungsdrohung etc.)
76 - 78 Neuerwachen des Nesttriebs

2. Haus: 78 - 84 Jahre Erinnerungen, Träume, Gedanken
78 - 81 Aufarbeitung von Kindheitserinnerungen
81 - 82 (TP) Loslösung vom Besitz, Trennungskrisen
82 - 84 Schwinden der Lebenskräfte

Beispiel einer Grafik "Alterspunkt-Biografie"

Die Lebensuhr beginnt am Aszendenten entgegen dem Uhrzeiger (zur Grafik)


Montag, 20. Dezember 2010

Das Horoskop als Lebensuhr

Die innewohnende Dynamik des kleinen und großen Alterspunktes!
von Gabriele im Dezember 2010

Zu meinem Seminar: "Solar-Horoskope mit Alterspunkt"

Sicher ist uns allen der Rhythmus des Alterspunktes bekannt, der im Laufe des Lebens in jedem Haus sechs Jahre verweilt und unablässig weiter schreitet, wie der Zeiger unserer Uhr. Wenn wir im Alter von 72 Jahren wieder beim AC angekommen sind, beginnt der Durchgang erneut und viele erleben die Zeit im ersten und den weiteren Häusern auf einer neuen Bewusstseinsstufe. Andere werden wieder wie die Kinder…
 
Die meisten von uns haben den kleinen Alterspunkt übersehen, der eigentlich zuerst von Bruno Huber entdeckt wurde und im nachhinein zur Entdeckung der gesamten Lebensuhr und der Invert- und Talpunkte führte.

Und zwar lässt sich dieser kleine AP folgendermaßen erklären:

Jeder Jahresstrich im Haus bezieht sich auf den Geburtstag. In jedem Haus sind fünf Striche, die dieses in sechs Teile unterteilen.

Im großen AP Durchlauf (AP=Alterspunkt=Fokus unseres Bewusstseins) geht es in sechs Jahren durch ein Haus mit seinen Planeten, deren Aspekten und durch die jeweiligen Tierkreiszeichen. Unterschiedliche Energien bewirken neue Erfahrungen, die zu den Themen des jeweiligen Hauses gehören. Also schreiten wir in unserem Leben stetig vorwärts, vom AC ausgehend im Gegenuhrzeigersinn in 72 Jahren zum AC zurück und dann wieder weiter auf einer höheren Entwicklungs-Stufe durch die ersten drei oder vier Häuser.

Diese Regel gilt weiterhin als wichtigste Grundlage der Huber Methode!

Der kleine AP zeigt einen anderen Schwerpunkt an!

Mit Hilfe des kleinen AP betrachten wir die Thematik eines Hauses in Bezug auf das ganze Leben. Denn die Themen berühren uns ja nicht nur in den 6 Jahren, in denen wir mit dem Thema direkt konfrontiert sind.

Beispiel: Ehe. Das 7. Haus steht traditionell für verbriefte Bindungen, Partnerschaften und Ehe. In sechs Abschnitte unterteilt zeigt uns das Haus dies Thema im ganzen Leben, wobei die Abschnitte einen Zeitraum von jeweils 12 Jahren anzeigen.

Alle sechs Abschnitte eines Hauses zusammen beziehen sich bei dieser Betrachtung auf den Zeitraum von 72 Jahren!

Planetenübergänge und Zeichenwechsel sind hier wichtige Hinweise auf Veränderungen. Es ist aber wichtig, zu wissen, das es sich nicht unbedingt um Ereignisse handeln muss, die das Leben verändern, sondern um Erkenntnisse zum Thema, die die innere Einstellung verändern!

Die AstroPsychologie möchte keine Ereignisvorausschau sein. Der Mensch ist mehr als sein Körper und das menschliche Dasein ist mehr, als eine Folge von Ereignissen.

In dieser Weise können wir alle Häuser des Radix untersuchen. Wie stehen wir seit früher Jugend zum entsprechenden Thema, welche Chancen und welche Hindernisse haben wir dort erkennen dürfen? Wenn z.B. ein Wechsel beim 2. Jahresstrich liegt, trat eine Erfahrung oder beginnende Erkenntnis im Alter von 24 jahren auf! Steht dort ein wichtiger Planet? Dieser versorgt uns mit KnowHow, wie mit dem Thema umgegangen werden sollte.

Untersuchen sollte jeder sein Radix selbst und nachspüren, ob diese Regel auf Resonanz trifft. Ob ehrlichen Herzens Erkenntnisse gewonnen wurden und ggf. auch zugegeben werden konnten.

Bitte achtet darauf, nur innere Entwicklungen aus der Vergangenheit zu untersuchen. Wir machen nur seriöse Astrologie, AstroPsychologie ist eine Psychologie des Neuen Zeitalters.

Noch ein Beispiel: ein Zeichenwechsel kurz hinter dem 2. Strich im 6. Haus von Löwe zu Jungfrau bewirkte eine Änderung der Einstellung zu Beruf und Arbeit. In Löwe war die Persönlichkeit mit perönlichem Erfolg, Anerkennung und Außenwirkung beschäftigt. Keine geregelte Arbeitszeit oder Vorschriften schränkten sie ein. Beim Zeichenwechsel zu Jungfrau (Alter ca 25 Jahre) begann sie zu arbeiten. Sie eröffnete ein Geschäft und war nun täglich sehr eingespannt. In der Talpunktphase begann sie eine Ausbildung nach der anderen und sammelte innerhalb von 10 Jahren umfangreiches Wissen über alternative Heilweisen, Energieheilung und AstroPsychologie. Dann wandte sie sich ganz dieser neuen Lebenseinstellung zu und gründete eine Praxis.

In dieser Weise können wir unsere Horoskope durchsehen und wieder neu erleben. Manches wird dadurch verständlich, was bisher verborgen geblieben ist. Aber: "Immer schön unsicher bleiben" (Zitat David Bach, Psychosynthese-Therapeut und -Lehrer), wir erfahren immer nur so viel, wie unser Bewusstsein verkraften kann!

In diesem Sinne: frohes Schaffen!