Montag, 27. Februar 2012

Joachim Gauck, Bundespräsident im 2. Anlauf!

Kurzanalyse
Joachim Gauck
24.01.1940, 01.00 Uhr, Rostock

Es kursieren zwei verschiedene Uhrzeiten der Geburt, ich habe bereits für 10.00 eine Kurzanalyse erstellt, hier nun die Ausarbeitung für die bestätigte Uhrzeit 01.00 Uhr.

Nominiert am 19.02.2012 zum Kandidaten für das Bundespräsidentenamt rückt Joachim Gauck erneut ins Blickfeld öffentlichen Interesses. Als Chef der Gauck-Behörde, die die Stasi-Unterlagen aufarbeitete, hatte sich der ehemalige Pfarrer aus der DDR einen Namen in ganz Deutschland gemacht. Auch er hat 50 Jahre in Unfreiheit leben müssen, daher ist „Freiheit in Verantwortung“ seine wichtigste Maxime, sein Paradigma geworden. Das eignet ihn m. E. bereits zum Staatsmann, warten wir ab, was er daraus machen kann, denn die Kompetenzen sind ja begrenzt.

Radix-Persönlichkeitsprofil

Das Bild zeigt eine großrahmige, veränderlich-fixe Struktur auf dem 7. Strahl „Zeremonielle Magie, Rythmus und Ordnung“. Ein 0° AC (zwischen Waage und Skorpion, genau: 0° 4' 27'' Skorpion) zeugt davon, das er in seinem Leben oft wieder bei 0 anfangen muss... 

Das ICH ist einer ständigen Transformation unterworfen (Haus 1). Skorpion im ersten Haus zeugt von traumatisierenden Erfahrungen im nächsten Umfeld (es waren Kriegszeiten). Sogar im Rückzugsgebiet (Haus 12) wird durch das Zeichen Waage eine Anpassung an das DU mit seinen Ansprüchen gefordert, sodaß er sich früh einfügen musste, um zu überleben.

Das große Leistungsviereck ist latent, daher nicht immer wirksam. Übrig bleiben viele Dreiecke, die eine veränderliche Motivation bezeugen. Diese Persönlichkeit ist eigentlich veränderlich, die fixe (belastbare, leistungsfähige) Struktur ist ihr Thema, soll erst entwickelt werden (Mondknoten fest eingebunden als Ecke). Die Aufgabe ist, langfristig diese stabile Leistungsfähigkeit zu erarbeiten, dafür werden immer wieder Anreize sorgen, die nicht immer schmerzfrei sind. Mond, Merkur, Saturn und Mars sind zum Teil latent beteiligt, sein gesunder Menschenverstand wird herausgefordert und er war gezwungen, seine Gefühle und Wünsche ständig zu hinterfragen, z.B. ob er dem System oder eher seinen gefühlten Wahrnehmungen vertrauen schenken durfte. Strukturen werden von ihm verlangt, die er erst entwickeln musste und manchmal sind launenhafte Reaktionen vorprogrammiert (Mond Quadrat Mars), die zu Wutausbrüchen in der Jugend geführt haben dürften. Saturn in Widder im Schatten vor DC wollte mit Ehrgeiz stabile Anerkennung beim DU erreichen und dort für sein angesammeltes Wissen akzeptiert werden. Evtl. wirkte das manchmal auch abweisend, weil er sich so bei den Menschen, denen er begegnete, unbeliebt gemacht hat, man ihn evtl. als Streber bezeichnete (Schulzeit?). Es war Überlebensnotwendig im System der DDR ... 
Das große Lerndreieck (auch Dominantdreieck genannt) aus Neptun, Merkur und Saturn entwickelte ihn nach und nach zu einer flexiblen Persönlichkeit, die geschickt im Umgang mit Menschen und einfühlsam gegenüber den Notwendigkeiten des Lebens zu einer selbstsicheren Ausstrahlung geführt hat. Visionen bekommen so Struktur und Phantasie kann sich zu einem positiven Weltbild entwickeln, sogar im Schatten der Diktatur, wo von ihm Funktionieren im Sinne des Systems verlangt wurde. Daran beteiligt war das Ambivalenzdreieck aus Sonne, Jupiter und Pluto: er erkannte schnell (Jupiter in Widder), daß er sich im Machtapparat (Pluto im Schatten vor MC in Löwe) nur Ansehen erarbeiten konnte, wenn er seine Gedanken und seinen Verstand den Denknormen der Umwelt und den Traditionen der Umwelt anpasst. Mit Sonne-Merkur hat er auf der Denkachse einen Beruf ergriffen, der im weiteren Sinne über Lehren zu Lernen und wieder zurück geführt hat und sein Herz erfüllt. 

(Als Beispiel die Worte von Bruno Huber: „Wer lehrt, lernt selbst am meisten!“) 

So gewann er an Beliebtheit im näheren Umfeld und bei seiner Arbeit als Pfarrer. Dadurch konnte er sich ein gewisses Maß an innerem Freiraum schaffen. (Mond in Krebs, eingeschlossen in 9).

Feste, enge Partnerschaft könnte für ihn ein Reizthema sein (Uranus in 7). Die abgelöste Venus in Fische, seine sensible Anima, deutet ebenfalls in diese Richtung, er versteht die Frauen evtl. nicht... oder fühlt sich nicht verstanden. Es ist eine Sache für sich...
(Seit 21 Jahren lebt Joachim Gauck von seiner Ehefrau getrennt. Da er noch nicht geschieden ist - er ist seit vielen Jahren in einer Fernbeziehung mit seiner Partnerin Daniela Schadt, einer Journalistin verbunden - werden wir evtl. noch spannende Veränderungen sehen... In der Zeitung lesen wir bereits, dass von Frau Schadt erwartet wird, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und auf alle eigenen Positionen oder Karriere zu seinen Gunsten zu verzichten... Es ist zweifelhaft, ob er das überhaupt mag!)

Der Mondknoten in 12 in Waage sagt, er soll über Rückzug in sein Inneres seine Spiritualität entdecken. Dort kann er zu eigener innerer Ausgeglichenheit finden und dadurch eine klare Urteils- und Unterscheidungsfähigkeit entwickeln, die ihm den Weg weist, wie er sein Leben in den Dienst der Menschheit stellen kann, in sich ruhend immer bereit, auf andere zu zu gehen.

Häuser-Horoskop

Im Häuserhoroskop wird aus der veränderlich-fixen Struktur eine sehr großrahmige Vielecksfigur. Wir finden eine latente Drachenfigur mit Mond-Pluto und den geistigen Uranus und Neptun, sowie am langen Ende Merkur-Sonne vor. Diese ist umgeben von einem sehr stabilen Leistungsviereck. So wirkt er stark wie ein Fels in der Brandung und für jede Herausforderung gewappnet. Ein einziges kleines grünes Halbsextil zeigt schnelle Reaktion durch wache Sinnes-Wahrnehmung auf. Dies ist mit Venus verbunden, die so über das feine Erspüren von Stimmungen mit dem Wunsch nach Wohlbefinden eingebunden ist. Das übrige Bild ist stark rot-blau. Die Drachenfigur diskutiert nicht gerne, aber da sie latent ist, steht das große Talentdreieck stärker da und weist auf ein großes geistiges Potential, eine Vorbildfunktion, in der Visionen, neue ehrgeizige Gesellschaftsmodelle für eine bessere Zukunft für die Menschen schlummern (Neptun, Uranus und Sonne, diese in Wassermann und mit Merkur in Steinbock). Das Leistungsviereck kann unermüdlich auf allen Ebenen arbeiten und neue Wege zur Lösung von Problemen schaffen.
Mit diesem Bild traut man ihm zu, eine gerechte Sache mit Herzblut zu verteidigen (Mars und Jupiter in 6, Saturn vor 7) und für Schwache einzustehen. (Der geläuterte Widder arbeitet als geistiger Pionier, stellt seinen Arbeitseinsatz dienend zur Verfügung). 
Man erwartet das alles von ihm!

Im Radix hat er weniger Aspekte und das Bild ist instabiler, also braucht er Rückzugszeiten, um auf zu tanken, damit er nicht überfordert wird auch im Hinblick auf seine Gesundheit! Seine empfindliche Anima in Fische in 5 wird von Jupiter Impulse bekommen und mit einem Trigon zum Mondknoten helfen, daß er im Rückzug auftanken kann (dabei hilft evtl. seine Partnerin).

Mondknotenhoroskop - Unbewusstes

Die senkrechte Vierecksfigur im MKH und Persönlichkeit auf dem ersten Strahl „Wille und Macht“ deutet darauf hin, daß das Unbewusste von Joachim Gauck eine starke Persönlichkeit enthält, die mit Sonne am TP 9 für Freiheit und Verantwortung steht und mit Saturn am DC bereit ist, Widerstand zu leisten, sollte dieses Paradigma von anderen bedroht werden. Das machte ihn für die Machthaber der ehemaligen DDR fast unangreifbar, denn diese Konstellation liegt unter seinem Geburtsbild, so dass man von außen diese Kraft unterschwellig wahr nimmt. Jupiter und Uranus tauschen die Positionen, so daß jeweils der eine unter dem anderen liegt. Man bekommt Respekt vor so einem Menschen, der einen brillianten Geist ausstrahlt. Sonne und Mond tauschen ebenfalls die Positionen und liegen untereinander. Gefühl und Verstand bekommen so eine stabile Verbindung aus dem Unbewussten! Man fühlt deutlich, daß hier eine Persönlichkeit erscheint, mit der „man rechnen muss“, die geduldig darauf warten kann, bis „seine Zeit“ kommt. Mond (mit Pluto) am IC deutet auf patriarchale Unterdrückung seiner persönlichen Bedürfnisse, was sich besonders in der Kindheit/Jugend auch in dieser Inkarnation ausgewirkt haben dürfte. Das entwickelte die Fähigkeit zu Geduld noch weiter...

Seine Worte im Kanzleramt, das er „für Freiheit und Verantwortung“ stehe, werden hier nochmals eindrucksvoll bestätigt!

Fazit

Bei der ersten freien Wahl im Jahre 1990 wurde Joachim Gauck im Wahllokal mit Tränen in den Augen gesehen und er sagte, es sei ein so glückliches Gefühl, diese Freiheit nach 50 Jahren Zwang in Unfreiheit endlich erleben zu dürfen. Sein Alterspunkt war damals im Krebs am IP (eingeschlossen in 9) nahe beim Mond, in dieser Zeit waren Gefühlsausdrücke vorprogrammiert, wie sie sonst eher unsichtbar vor der Öffentlichkeit blieben (eingeschlossenes Zeichen, schwache Wasser-Besetzung).

Im Bereich 9. und 10. Haus mit Mond und Pluto sowie Löwe MC war Joachim Gauck als Leiter der "Gauck Behörde" mit der Aufarbeitung der DDR Stasi-Vergangenheit beschäftigt, er beförderte viel himmelschreiendes Unrecht zu Tage und ist heute noch hoch angesehen dafür! Für ihn war es eine Gewissensarbeit.

Bei der ersten Nominierung zum Präsidenten im Mai 2010 war er im Talpunkt des 12. Hauses und hatte vom Alterspunkt ein Quadrat zu Mond, das deutet auf eine unerfüllte Sehnsucht oder eine enttäuschte Erwartung, viele rote Aspekte stehen für Unruhe aber auch für innere Entwicklung.

Am 24. Januar 2012 ist er beim AC angelangt, die Lebenskräfte sind auf Neuanfang eingestellt. Der Alterspunkt wechselte kurz zuvor ins AC-Zeichen Skorpion. 
"Krieger bin ich und aus dem Kampf gehe ich siegreich hervor" (Entwicklungsziel im Zeichen Skorpion).
Seine Sonne bekommt bereits jetzt ein Quadrat und ebenfalls Pluto, er wird viel Energie brauchen, aber hat sie im Moment auch, er ist doch noch zum höchsten öffentlichen Ansehen nominiert... zum Amt des Bundespräsidenten!

Ich glaube, wir haben mit Joachim Gauck einen würdigen, fähigen und charismatischen Anwärter auf das Amt des Bundespräsidenten und ich wünsche ihm alles Gute!

Montag, 20. Februar 2012

Herzlichen Glückwunsch allen Fische-Geborenen (19.2.-21.3.)


Das Zeichen Fische ist das veränderliche Wasser-Zeichen im Zodiak. Deshalb sind auch die Gefühle stark ausgeprägt. Der Fischgeborene ist ein Fühltypus. Er kennt alle Nuancen der Gefühle, innere Bewegungen  subtilster Art, die ihn sehr sensitiv und empfindsam machen. Es ist das Zeichen der Hingabe, Fische können sich mit allem identifizieren, das sie lieben. Oft verlieren sie sich in dieser hingebenden Liebe und tun alles, in fast unterwürfiger Selbstaufgabe, für den geliebten Menschen. Diese Fähigkeit des Fischezeichens kann uns heute zum Fische-Vollmond helfen, uns mit unserem innersten Wesen zu identifizieren. Es ist jene Hingabefähigkeit, die zur Einswerdung führt und uns mit dem göttlichen Ursprung verbindet, aus dem wir einst hervorgegangen sind. Es ist eine projektierende Kraft, die uns einen Verbindungsweg zum inneren Wesen und damit Zugang zur transzendentalen Welt gibt. Das ist ein besonderes Verfahren, um mit jenen Bereichen in Beziehung zu kommen, die wir suchen und die wir auch brauchen, um eine wirksame Aufgabe in der Welt leisten zu können. Das bringt uns in Beziehung mit einem Daseinszweck, der grösser ist als unser gegenwärtiger. Schon die geringste Andeutung dieser Hingabebereitschaft entspricht einem Beitrag an den großen Evolutionsplan, der alles Leben auf diesem Planeten der Vervollkommnung entgegenführt. Durch -die wahre Hingabe an ein größeres Ziel vereint sich unser kleiner, persönlicher Wille mit dem göttlichen Willen; wir werden getragen von der idealisierenden und inspirierenden Kraft unserer inneren Vision, die uns Flügel verleiht.

Invokation, Evokation und Gebet

Um nun mit diesen geistigen, aus unserem tiefsten Wesen strömenden Lebensquellen in Verbindung zu gelangen, meditieren wir und sprechen am Schluß jeder Meditation die »Große Invokation«. Invokation heißt zu deutsch Anrufung. Es handelt sich dabei ganz einfach um die Anrufung von höheren Energien und Qualitäten. Wenn wir ein tieferes Verständnis für die schöpferische Wirkung von Invokation und Evokation haben, können dadurch bessere Resultate erzielt werden. Wir können sicher sein, daß auf jeden Anruf eine Antwort erwartet werden kann. Die Antwort ist die Evokation, die Reaktion, die wir selbst hervorgerufen haben. Wenn wir uns vorstellen, daß die Tierkreiszeichen Qualitäten und Substanzen einer lebendigen Wesenheit sind, dann rufen wir diese in unserer Tierkreis-Meditation sozusagen an und erwarten, daß sie sich uns zeigt, sich offenbart und uns antwortet.

Seit Menschengedenken hat man versucht, sich im Gebet höheren Energien oder Mächten zu nähern. Ein großer Mystiker hat einmal gesagt: »Gebet ist der Aufschrei des Herzens, das Kräfte erkennt, die grösser sind als die eigenen«. Immer wenn ein Mensch in Not gerät, fängt er zu beten an. Er wendet sich an eine göttliche Allmacht, von der er Hilfe erwartet. Zum Gebet hat der Mensch schon Zuflucht genommen, bevor die Dämmerung der Geschichte überhaupt anfing. Ich erinnere nur an den Affen, der beim Sonnenuntergang vergaß, seine Banane weiterzuessen, weil er in tiefe Betrachtung versunken war. Später wurden sich die Menschen mehr und mehr bewußt, daß sie von Kräften umgeben waren, mit denen sie in Verbindung treten und von denen sie Hilfe erwarten konnten. Zunächst riefen sie diese Mächte an durch Opfergaben und Unterwerfung, in umständlichen Ritualen und Bittstellungen, wie dies heute noch bei primitiven Völkern üblich ist. Später entstanden religiöse Zeremonien, Andachten und Gottesdienste. Irgendeine Art des Betens oder des Sich-Hinwendens wird es immer geben. Die Wissenschaft von Invokation und Evokation, das sogenannte Mantra-Yoga, ist die modernste Ausdrucksform dieser inneren Notwendigkeit, mit höheren Kräften zusammenzuarbeiten. Jede Art der Meditation und alle Möglichkeiten, mit der subtileren geistigen Welt Verbindung zu suchen, folgen dem Gesetz von Invokation und Evokation. Es ist eine Nachfrage, die ein Angebot bereithält, oder wie es in der Bibel ausgedrückt wird: »Auf halbem Wege komme ich ihnen entgegen.« Das ist das innere Geschehen des Zeichens Fische.

Die Sehnsucht des Fische-Menschen

Im Zeichen Fische sehnen wir uns nach einem Abschluß, nach Ruhe und Frieden, nach einem Land, das »unsere Sprache spricht«, nach unserer göttlichen Heimat. Deshalb tritt hier auch hin und wieder der Todeswunsch auf. Gleichzeitig sind aber die aufkeimenden Kräfte zu neuem Leben, zu neuem Anfang im Zeichen Fische verborgen. Es ist das Zeichen der Rückkehr in des Vaters Haus, aus dem wir einstmals fortgegangen sind, von dem aus wir unseren Lebensweg begonnen haben. Es ist das Zeichen, wo sich in geheimnisvoller Weise Tod und Leben, Anfang und Ende berühren, wo das Alte sich mit dem Neuen verbindet. Wenn das Alte vergangen oder aufgelöst ist, sehnen wir uns nach etwas Neuem, was uns wieder belebt und weiter fortschreiten läßt. Das Weitergehen entspricht auch den Füssen, die dem Zeichen Fische zugeordnet sind!

Der esoterische Saatgedanke lautet:
»Ich verlasse des Vaters Haus, und indem ich zurückkehre, erlöse ich«
.

In diesem Saatgedanken ist etwas über die doppelte Wirkung des Zeichens Fische enthalten. Wir gehen fort, wir verlassen den hohen Ort als Seele, inkarnieren uns im physischen Körper, werden ein Gefangener dieses Körpers, und sehnen uns zeitlebens zurück nach der Freiheit und Ungebundenheit des geistigen Seins.

Das Fische-Symbol

Das Zeichen Fische gehört zu den dualen Zeichen. Sein Symbol besteht aus zwei, durch ein Band miteinander verbundenen Fischen oder Schalen. Die eine Schale stellt die Seele dar, die andere die Persönlichkeit oder die Form des Menschen. Die beiden Schalen sind während der Manifestationsperiode aneinandergebunden durch eine Horizontale, den Lebensfaden oder dem Sutratma. Anfang und Ende, Leben und Tod, Mensch und Kosmos treffen sich hier. Eines der Schlüsselworte für die Fische ist Knechtschaft oder Gefangenschaft. Im ersten Teil des evolutionären Zyklus, wenn die Seele sich inkarniert, wird sie zum Gefangenen der Materie. In der zweiten Hälfte, nach der inneren Umkehrung, wenn man sich wieder auf den Weg zurück zum Hause des Vaters begibt, wird die Persönlichkeit zur Gefangenen der Seele.

Der Weg der Seele — Die Rückkehr

Ein anderes Schlüsselwort für die Fische ist Verzicht oder Loslösung. Auch dieser Schlüssel hat doppelte Bedeutung. Zuerst verzichtet die Seele auf die Geborgenheit ihrer eigenen Heimat, die durch das Wort »des Vaters Haus« symbolisiert wird. Sie steigt hinunter in den Ozean der Materie, in das Dunkel. Sie identifiziert sich mit der Form und vergißt ihren wahren göttlichen Ursprung. Erst durch Leid und Schmerz erwacht sie wieder zu ihrem wahren Bewußtsein und wendet sich erneut geistigen Dingen zu.

Wir erkennen, daß materielle Sicherheit, Erfolg, Anerkennung und Besitz uns nicht viel nützen kann, weil alles Irdische vergänglich ist. Wir erkennen die Nichtigkeit aller materiellen Dinge, weil wir nichts mit hinübernehmen können, wenn der Tod an die Türe klopft. Deshalb geschieht im Zeichen Skorpion, das ja ein Wasserzeichen wie Fische ist, die große innere Umkehr, und im Zeichen Fische kehrt man nach Hause zurück. Auf dem Weg zurück trifft man viele andere, denen man von seiner eigenen Erfahrung berichtet und ihnen die Begeisterung, die Hingabe, den Verzicht und die Loslösung von der Gefangenschaft in der Materie nahebringt, damit auch sie den Weg zurück betreten können.

Opfer und Tod

Das dritte Schlüsselwort ist »Opfer und Tod«. Dies wird in dem Buch »Esoterische Astrologie« von Alice A. Bailey wie folgt beschrieben: »Die Herren des Willen und des Opfers kamen in die Manifestation hinab und opferten ihre hohe Stellung und ihre Gelegenheiten auf den höheren Manifestationsebenen, um die Materie zu erlösen und die darin verkörperten Wesen zu ihrer eigenen Stufe hinaufzuheben. Dies ist die subjektive Absicht, die dem Opfer dieser göttlichen Wesen zugrunde liegt, die wir unserem eigenen Wesen nach selbst sind. Ihre Eigenschaften sind Wissen, Liebe und Wille, und sie sind unaufhörlich von ausharrender Hingabe beseelt. Sie versuchen, den Tod der Formgestalt in seiner okkulten Bedeutung und die darauffolgende Befreiung des innewohnenden Lebens zu einem höheren Bewußtseinszustand hinaufzuführen. In diesem Vorgang sind alle Welterlöser - vergangene, gegenwärtige und kommende -die offenbarten Symbole und ewigen Bürgen. In solchen Erkenntnissen wie diesen muß man die Haupttriebfeder für das Leben des Dienstes suchen. Man findet oft, daß die in diesem Zeichen geborenen Menschen der Menschheit behilflich sind und auf irgendeiner Bewußtseinsebene ihren Bedürfnissen dienen. So werden sie auf das letzte Opfer in den Fischen vorbereitet, das sie zurück in ihren ursprünglichen Beweggrund aufnimmt, wie es der Alte Kommentar ausdrückt.«

Polarität Fische-Jungfrau

Wie bekannt müssen wir im Zeichen Jungfrau arbeiten und unser tägliches Brot verdienen, alles in Ordnung halten, damit das Leben gesichert ist. In den Fischen hingegen, wollen wir von all dem nichts wissen. Wir sehnen uns nach dem von allen irdischen Nöten freien Bewußtsein. Wenn die existenziellen Nöte schweigen und die Erfüllung der täglichen Pflichten nicht mehr die alleinige Richtschnur für uns ist, dann öffnen wir unser Bewußtsein zu neuen Dimensionen. Wir öffnen uns für das Sein, für das überweltliche Ganze. Es tritt das universelle Bewußtsein ans Tageslicht, dessen Wandlungskraft alle statischen Begrenzungen hinter sich läßt und der Dynamik des sich entfaltenden Lebens entspricht.

Im Fischemonat können wir uns auch einmal ausruhen, wir dürfen uns ruhig gehenlassen, alles fallenlassen, was uns bedrückt. Manchmal sollen wir eine Krankheit, die kommt, annehmen als eine Möglichkeit auszuruhen und zu uns selbst zurückzufinden. Dadurch werden die heilenden seelischen Kräfte wieder frei. Manche Menschen machen in diesem Monat die Erfahrung, daß sie auf und davon wollen, sie sehnen sich nach der Ferne, nach Ruhe und Frieden und wollen am liebsten alles, was sie belastet, hinter sich lassen. Sie fliehen vor den Verantwortungen des täglichen Lebens. Das ist die Polspannung von Fische und Jungfrau, der Existenzachse.

Im Fischemonat können wir erfahren und lernen, daß es keine Sicherheit in dieser Welt gibt, die beispielsweise die

Jungfrau immer sucht, daß die Sicherheit in der Unsicherheit, oder besser gesagt, im reinen Zustand de kontinuierlichen Bewußtseins liegt. Bewußtsein ist aber nur dann kontinuierlich, wenn es sich ständig bewegt, nirgends anhaftet, sondern immer in Bewegung, im Fluß und auf der Wanderschaft ist.

Keim der Ich-Entfaltung

Im Zeichen Fische liegt auf geheimnisvolle Weise auch der Anfang des Lebens, hier beginnt der Keim der Ich-Erfahrung sich zu bilden, aber er ist noch nicht sichtbar. Genau wie draußen in . der Natur die Knospen noch geschlossen sind, in ihrem Inneren aber bereits die Kraft zum Leben pulsiert, genauso wirken in Fische diese beiden Kräfte. In den Fischen ruht die Vorbereitung für das Kommende. Das Geistige ist hier Forderung und Ideal für die Zukunft, jedoch noch nicht volle, gegenwärtige Wirklichkeit. Die höhere Welt besteht meistens nur in der Vorstellung. Deshalb leben Fische-Menschen oftmals in einer visionären Traumwelt, die mit der Wirklichkeit kaum übereinstimmt.

Einfühlungsvermögen

Im Wesenskern des Fische-Geborenen findet sich keinerlei Härte oder extremes Verlangen nach Ich-Durchsetzung. Vielmehr sind sie beseelt von Hilfsbereitschaft, Mitleid und intuitivem Einfühlungsvermögen in das Wesen anderer Menschen. Dies kann meistens in der

heutigen leistungsorientierten Zeit nicht genügend gewürdigt werden, und dadurch besteht die Gefahr, mit dieser Empfindsamkeit Mißbrauch zu treiben. Solche Menschen werden oft unterdrückt und bleiben mehr oder weniger im Hintergrund. Sie sind oft wenig geeignet, den Existenzkampf zu bestreiten.

In den engeren Gemeinschaften wird immer Harmonie gesucht, da dem Fische-Menschen jeglicher Streit, Konflikt und Zwang zur Durchsetzung unangenehm ist. Ein Gefühl des Nicht-Verstandenseins herrscht oft vor und kann die Ursache von depressiven Stimmungen sein. Er fühlt sich nirgends zu Hause. Er sehnt sich nach »einem Land, das seine Sprache spricht«, nach Menschen, die ihn tief verstehen. Häufig besteht ein Abgrund zwischen seiner Gefühls- und Anschauungswelt und der näheren oder weiteren Umwelt. Was er als seine heiligsten Gefühle und Ideale hält, wird von seinen Mitmenschen durch Nichtverstehen oder durch Verunglimpfung geschmäht. Daran leidet er zeitweise sehr. Ursache dieses Leidens ist sein idealistisches Weltbild, dessen Verwirklichung schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist, - und die Umwelt wird ihm das immer schmerzlich vor Augen halten.

Mystische Neigung - Dualitätserfahrung

Die mystische Neigung des Fische-Geborenen läßt ihn in allem das Höchste suchen; er möchte die nüchterne Wirklichkeit auslöschen und ihr einen anderen Sinn geben. Auf der einen Seite sucht er nach abwegigen Dingen, was ihn oft zum großen Idealisten und Mystiker werden läßt, auf der anderen Seite neigt er dazu, das Leben umzudeuten, der Wirklichkeit einen anderen Sinn zu geben. Wenn er sich zu sehr versteigt, dann kann diese Haltung zu einer Lebenslüge werden. Sein Leben stimmt nicht mit seinen Vorstellungen überein. Eingespannt in den großen Gegensatz von Geist und Materie, findet er schwerlich einen Weg, diese zu vereinigen. Es ist die Dualitätserfahrung, die sowohl im Zeichen Fische wie in allen anderen beweglichen Zeichen psychologische Probleme und geistige Krisen verursacht. Das Symbol der zwei aufrechtstehenden Fische veranschaulicht diese Dualität. Es ist hier die Gegenüberstellung von Seele und Persönlichkeit, die als Dualität auftritt. Es sind aber auch die »zwei Seelen in meiner Brust«, die so oft besungen wurden und zwei Wesensteile darstellen.

Beim Fische-Menschen will sich der eine Teil an alles hingeben, in allem aufgehen, weil dieses Alles für ihn das Große Ganze bedeutet. Es ist die Sehnsucht des Mystikers, in das Allbewußtsein einzugehen. Er hat kaum Angst, sich selbst zu verlieren, weil er tief innen ahnt, daß er sich im Großen Ganzen wiederfindet. Der andere Teil jedoch will sich selbst bleiben. Er will die Individualität in der höchsten Form erleben, fürchtet sich aber vor der totalen Isolation, vor der Einsamkeit, die jedes individuelle Bewußtsein tragen lernen muß.

Leben und Tod

Oft kämpfen im Zeichen Fische die Abbaukräfte des Todes um die Vorherrschaft gegen den neuen Manifestationsdrang. Da das wäßrige Neptun-Zeichen den Fisch-Menschen leicht in einen Zustand der Entgrenzung treibt, so besteht die Gefahr, daß die auflösenden Mächte, die Freud die »Todestriebe« nennt, tatsächlich überhandnehmen. Wenn die Triebkräfte von diesem Todes-wunsch bestimmt werden, entbrennt ein Kampf um die Erhaltung des Lebens. Im positiven Fall wird das Alte überwunden und ausgelöscht, damit das Neue zum Leben erweckt werde. Es geht im wesentlichen darum, den Abgrund, der zwischen Tod und Leben liegt, zu überwinden. Das können wir nur durch den unabänderlichen Willen zum Leben erreichen, sonst werden wir in das Nichts hineingezogen und verlieren den echten Realitätsbezug, der zu einem gesunden Leben gehört.

Es liegt also an unserem eigenen Lebenswillen, der stark genug sein muß, um in das Neuwerden hineinzugelangen. In diesem Monat kämpfen wir alle in irgendeiner Weise um das Leben, sei es physisch, indem wir krank sind, oder psychisch, wenn wir mutlos und enttäuscht sind oder mental, wenn wir nur noch das Negative sehen und Gefahr laufen, in eine Depression zu fallen. Gegen all diese herabziehenden Kräfte müssen wir uns wehren, indem wir das Leben, so wie es ist, voll bejahen und uns bemühen, das Beste aus allem zu machen.

Die Planetenherscher

Bei dieser Betrachtung von Leben und Tod ist es interessant, daß Jupiter der exoterische und Pluto der esoterische Herrscher des Zeichens Fische sind. Jupiter, der die Energie des zweiten Strahles der Liebe und Weisheit übermittelt, verbindet die beiden Fische, die die Seele und die Form darstellen, und bringt sie in funktionelle Beziehung zueinander. Durch diese magnetische Macht entsteht neues Leben.

Der Pluto hingegen vermittelt die Energie des 1. Strahles von Wille und Macht, er hat mit der eingangs erwähnten Hingabefähigkeit und Willensbildung zu tun. Der Planet Pluto hat eine Beziehung zum Tod, allerdings nicht unbedingt im physischen Sinne. Er bedeutet häufig den Tod oder das Ende von alten Zuständen und Zyklen, die kommen und gehen. Pluto stellt auch den Zusammenhang dar mit dem physischen Tod, der alles in tiefen Schlaf versetzt, der alles Gewesene auslöscht, damit Neues entstehe und ein neuer Zyklus der Manifestation oder der Wesensäußerung beginnen kann. In dieses Neuwerden muß man mit einstimmen, indem man seine Willenskräfte zum Leben im eigenen Mittelpunkt sammelt und sein gereinigtes ICH-Zentrum der Welt zum Dienst anbietet. Dies soll im Widder-Zeichen geschehen.

Im Fische-Symbol verbindet ein Band die beiden Wesenszüge. Dieses Band ist das Zentrum. Es ist das ICH und stellt symbolisch den Sitz des wahren Selbst dar. Dies hat eine verstehende Beziehung zur inneren wie auch zur äußeren Welt. Es ist das tiefste Wesenszentrum, das alles in sich vereinigt, sowohl das individuelle wie auch das universelle Bewußtsein. Ein ähnliches Symbol ist das Kreuz, das ja im Fischezeitalter durch Christus eine so tiefe Bedeutung bekommen hat. Der Mittelpunkt des Kreuzes als Punkt des Bewußtseins vereinigt das Innen und Außen, das Oben und Unten. Um wahres Selbstbewußtsein zu erlangen, darf der Fisch sich weder im uferlosen Nichts verlieren noch sich in einem überspitzten Ichgefühl isolieren, sondern er muß die Mitte finden, die ihn mit der transzendentalen Welt verbindet.

Wandlung und Geburt des Ich's

So geschieht im Fische-Zeichen eine echte Wandlung des eigenen ICHs. Diese Wandlung gleicht dem Stirb-und Werde-Prozeß im Skorpion. Aber sie vollzieht sich tief im eigenen Innern, in der Stille, in der Einsamkeit, fern vom bunten Treiben der Welt. Die Wandlung und das Neuwerden kommen gleichsam wie der »Dieb in der Nacht auf leisen Sohlen«, - oft, ohne daß man es merkt. Es bricht eine neue Dimension ins Bewußtsein ein, -ähnlich wie in der Natur der Tag erwacht, nachdem in der Dämmerung ein verheißungsvolles Sehnen spürbar wurde. Fischequalität ist dieser Dämmerung ähnlich. Man schreitet über das hinaus, was vorher dem weltorientierten Selbst so wichtig erschien. Man wird empfänglich für höhere, geistige Eindrücke, nachdem die Nacht oder der Schlaf alle vorherigen Eindrücke ausgelöscht hat. Man wird wieder demütig, fast kindlich gläubig, unschuldig, und gibt sich an etwas Höheres hin. Man ordnet sich in das Große Ganze ein und fühlt sich geborgen, weil man sich selbst aufgegeben und persönliche Ansprüche überwunden hat.

Dies geschieht mit relativer Leichtigkeit im Zeichen Fische und während des Fische-Monats, denn jetzt kommen die meisten Triebkräfte zur Ruhe, - eine kurze Weile nur, bevor das Leben von neuem erwacht und über einen hinwegbraust und weltliche Dinge wiederum unsere Aufmerksamkeit fordern. In dieser Ruhepause gelangt man zur Wirklichkeit des eigenen Selbst, - in einem höheren Sinne in ein Stadium der Kontemplation. In dieser »Ruhepause zwischen zwei Tätigkeiten« wird das magnetische Feld erzeugt, das uns hinaus- oder hineinträgt in das Innerste unseres Wesens, in das Einssein mit dem ALL. In diesem inneren Wesenskern ist das Sein, aus dem heraus wir existieren. Dieses Sein ist das transzendentale, das göttliche Selbst, von dem alles Leben ausgeht und in das es wieder zurückkehrt. Es ist das Große Leben des EINEN, in dem wir leben, weben und unser Dasein haben. Nach diesem All-Bewußtsein strebt das Fische-Zeichen. Es fühlt sich dort aufgehoben.

Um in dieses Schwingungsfeld des EINEN LEBENS zu kommen, brauchen wir die metamorphotische Kraft des esoterischen Herrschers Pluto. Er zerstört die Bande, die uns an die Materie fesseln. Pluto führt direkt ins innerste Wesenszentrum hinein und bringt alles Hinderliche aus den niederen Regionen an die Oberfläche, um es dann zu zerstören. Man kann dies als eine Art esoterische Psychoanalyse betrachten.

Wie bereits erwähnt, hat Pluto mit dem Tod, mit der Zerstörung der Form und der Wandlung zu tun. Wenn wir im Zeichen Fische den Tod und das Sterben richtig verstehen und akzeptieren können, liegt darin zugleich das Überwinden des kleinen ICHs, das uns an diese Welt bindet. Dies führt uns zum Gewahrwerden eines größeren Lebens und tieferen Wesens in uns selbst. Wir alle haben das schon erlebt: Wenn wir uns in das Unmögliche schickten und unser kleines Ich aufgaben, fühlten wir uns im Innern aufgefangen von einer höheren Ordnung und einem tieferen Sinn; und gleichzeitig kehrte das Unbegreifliche, das uns widerfuhr, an seinen Platz zurück und störte uns nicht mehr. So fühlt sich der Fische-Mensch, der sich in seine eigenen Tiefen fallen läßt, von ganz woanders her aufgefangen und durchflutet von einer Wärme und Liebe, die nicht von dieser Welt sind, die ihn aber in all seiner Verlassenheit aufnehmen und bergen. Die vereinenden Kräfte des eigenen Selbst, die Erfahrung eines größeren Lebens und Seins, die Einheit aller Seelen, machen den Fische-Menschen unverwundbar. In diesen Erfahrungen, die Tod, Widersinn und Verlassenheit dieser Welt übersteigen, liegen die Quellen eines neuen Lebens und eines neuen Anfangs in dem Sinne: »Siehe, und ich mache alles neu«. Diese Worte wurden uns verheißungsvoll von Christus verkündet, der als Welterlöser gilt und zum Zeichen Fische eine wesentliche Beziehung hatte.

Die erlösende Funktion

Auf die erlösende Funktion (siehe Esoterischer Saatgedanke) der Fische ist von H.P. Blavatsky deutlich hingewiesen worden. Sie sagt in der Geheimlehre (Bd. I S. 717): »Diese Konstellation leuchtet als das Symbol aller vergangenen und zukünftigen spirituellen Erlöser, die Licht spenden und mentale Dunkelheit vertreiben«.

Es ist gut, sich von der Rolle eines Erlösers einen klaren Begriff zu machen, denn Selbstsucht und Bequemlichkeit der Durchschnittsmenschen haben einen falschen Begriff vom Wesen und von der Funktion eines Erlösers geschaffen. So ist besonders während des christlichen Zeitalters geglaubt worden, daß Erlösung erreicht werde durch das stellvertretende Opfer dessen, der die Sünden anderer auf sich nahm. Viele denken, es genüge, an den Erlöser zu glauben, persönliche Ergebenheit für ihn zu fühlen und ihn anzuflehen, um auf diese Weise Erlösung zu erlangen und in das Paradies aufgenommen zu werden. Das ist eine naive Vorstellung von der wahren Natur der Erlösung.

Erlösung bedeutet vor allem Freiwerden von der Knechtschaft des Lebens auf den drei niederen Ebenen, Freiheit vom Rad der Wiedergeburt. Erlösung bedeutet Loslösung von materiellen Begierden und Wünschen und folglich Umgestaltung der Persönlichkeit. Erlösung fordert deshalb Selbstbemühung und tätige Mitarbeit von jedem einzelnen Menschen. Es gibt verschiedene Wege und Arten der inneren Befreiung.

Im neuen Zeitalter: Freude statt Leiden

Im neuen Zeitalter liegt die Betonung in bezug auf Erlösung nicht wie in der Vergangenheit auf Opfer und Leiden, sondern auf der Freude, was in den folgenden inspirierenden Worten ausgedrückt worden ist: »... Eine neue Art der Erlösung wird anbrechen. ... Der Becher des Leidens und die Agonie des Kreuzes sind dem Ende nahe. Freude und Stärke werden ihren Platz einnehmen. Statt des Leidens werden wir die Freude empfinden, die sich zum Glück entwickeln und dann schließlich zur Seligkeit führen wird. Wir werden die Kraft haben, welche nichts anderes kennen wird als Sieg.« Diese erlösende Mission der Fische ist im Saatgedanken deutlich ausgedrückt und wird uns die Befreiung von der Todesfurcht bringen; denn der Tod ist nichts anderes als das Hinüberwechseln in einen anderen Bewußtseinszustand, in dem neues Leben zur Entfaltung drängt.

Aus dem Buch von Louise Huber:
"Die Tierkreiszeichen. Reflexionen – Meditationen"
(API-Verlag, Adliswil)

Montag, 16. Januar 2012

Christian Wulff nach Interviev mit Gertud Höhler im ZDF Heute Journal


19.06.1959, 5.28 Uhr Osnabrück

  
Christian Wulff 
(nach Interview im ZDF Heute Journal mit Gertud Höhler und Klaus Kleber)

Frau Höhler beschreibt Ch. W. hier als einen, einer falschen Selbsteinschätzung unterlegenen Machtmenschen.

Tatsache ist, das er als letzten direkten Übergang im Alter von 34 Jahren den Saturn hatte, der im Steinbock beim DU einen solchen Eindruck erweckt. Er wirkt auch immer etwas steif und unnahbar, trotz des freundlichen Lächelns (typisch für diese Saturn-Stellung, man glaubt nicht, das es echt ist).

Seit Amtsbeginn trat der AP von CH. W. ins Tierkreiszeichen Fische, in dem er einfach SEIN sollte, räpräsentieren DARF (durch das Amt), aber keine oder sehr wenig Macht hat.
Das Amt wirkt fast so, als sei es überflüssig, da die Schlagzeilen Andere machen und Andere sich aktiv auseinandersetzen müssen.
Als Ministerpräsident war das anders, aber das war im Zeichen Wassermann...

Wenn wir das Mondknotenhoroskop hinzuziehen, sehen wir den Steinbock und seinen Saturn im 10. Haus, das Zeichen liegt unter Fische im Radix. Da finden wir die Thematik Haltung bewahren, korrekt und stark dastehen, komme was wolle, Prinzipien treu bleiben Ehrgeiz und Distanz, Einsamkeit. Im Unbewussten ist er also tatsächlich an der einsamen Spitze, die sein angestammter Platz zu sein scheint...

Im Häuserhoroskop steht sein Merkur (in Krebs am AC) in einer einseitigen Strichverbindung zu Neptun (im Streß vor 5, Skorpion). In Wasserzeichen erleben wir unsere Gefühle intensiv und Gedanken oder Worte basieren manchmal auf Phantasie und inneren Eindrücken.
Diese können zu Täuschungen (mit Neptun), Unwahrheits-äußerungen, Ausflüchten o.ä. werden, wenn man in die Enge getrieben wird. Der Horoskopeigner glaubt seine „Geschichte“ dann selbst. Diese Konstellation steht ABGELÖST und obwohl gut im innern versteckt, tritt sie machtvoll heraus, weil er in die Enge getrieben wird.

Das sage ich deshalb, weil es im Radix so nicht steht und daher nur nach außen so wahrgenommen wird. Innerlich fühlt er sich ehrlich und wahrscheinlich sogar ungerecht behandelt, was man bei der Presse verstehen kann. Jeder, der schon mal „von der Seite“ von der Bild Zeitung angesprochen wurde, kann das gut nachempfin-den!

Das Radix-Aspektbild liegt im Unbewussten Raum, also sind Reaktionen anstatt Aktionen vorprogrammiert, Reaktionen auf Verhalten und Reize durch Andere. Im MKH ist alles linkslastig, also einseitig auf ihn selbst bezogen (nicht total, Sonne in 4, Merkur MK im Schatten davor). Sonne in 4 ist eine klassisch-patriarchale Stellung. Wer sich am lautesten ausdrückt, gewinnt... und misst hier alles an sich selbst (linkslastig). Merkur ist auch hier schwach angehängt, aber schnell aufnehmend und reagierend.

Das zeigt sich heute immer noch, er reagiert schnell auf Reize, auf Gehörtes, auf Nachrichten (z.B. bevorstehende Veröffentlichung der Zeitungsmeldung), was er nach alter Manier (MKH) zu lösen versuchte. Wohlgemerkt: das ist eine instinktive Reaktion aus dem Unbewussten, die er leider nicht durchdacht hat, da er unter Druck stand und dann der Merkur, der im HH nur schwach mit Neptun vebunden, dort plötzlich am AC alleine einen Rundumschlag (Mars/Venus/Uranus) in ungeschickter Weise versucht hat.
Bevor ihm diese Einsicht kam, hatte er bereits telefoniert...

Ich will ihn nicht wirklich verteidigen, aber ich will Verständnis erwirken, dass er tatsächlich auch als Präsident nur ein Mensch ist...

Die Einschätzung von Frau Höhler, er habe unbewusst selber
gespürt, dass das Amt ihm nicht zustehe, passt zu dieser Kurz-analyse, die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Im Unbewussten hatte er offenbar wichtige und machtvolle Ämter (Saturn in 10), aber in Wahrheit ist das Amt des Bundespräsidenten vergleichbar mit z.B. Queen Elisabeth, sie hat keine Staaatsgewalt, außer, das sie repräsentativ Zeremonien leitet oder das Parlament eröffnet...

Und im Radix steht sein Saturn am Talpunkt 6, wo er lernen muss, von Pflichten und Arbeit abhängig zu sein, für die er keinen Lohn erhält (ich meine hier die persönliche Anerkennung und nicht die üppigen Apanagen!) … Auch die anderen Persönlichkeitsplaneten stehen so, das er sich zurücknehmen sollte, das wird nun er-zwungen.
 
Gabriele Vierzig-Rostek, DIAP                     Düsseldorf,14.01.2012
www.lebensberatungvierzig-rostek.de



  

                                                                                                                                                                

Freitag, 30. Dezember 2011

Das Jahr 2012 mit Angela Merkel

Jahresanfang 2012
(Horoskop A. Merkel am Ende dieses Beitrages)
Vorwort

Mir fiel auf, dass in den letzten Jahren alle Neujahrsradixe einen Waage-AC und einen Steinbock IC hatten. Daraufhin habe ich es überprüft und festgestellt, dass dies IMMER für das Land Deutschland gilt.

Das ist sehr aufschlussreich und erklärt schlüssig, wieso die Jahre für Deutschland so durchsetzungsstark und erfolgreich verlaufen: auf dem Kardinalen Kreuz herrscht Führungskraft, Disziplin, Stärke, Grundsatztreue, es ist der Erste Strahl: „Wille und Macht“, der sich hier ausdrückt. Obwohl die Außen-Darstellung seit Ende des 2. Weltkrieges betont bescheiden war, welches dem Waage-AC zu danken ist, hat sich doch diese starke Struktur durchgesetzt.

Waage-AC: Der Eigenausdruck der Entität versucht immer, einen guten Eindruck zu machen, zu gefallen, beliebt zu sein und sich anzupassen! (Anders als im Widder AC, wo es einfach drauf los geht…). Das führt aber meistens zu Irritationen, weil die Umwelt dann diese Ausgeglichenheit immer erwartet, was oft gegen die Eigendynamik am Widder-DC verstößt...

Steinbock am IC bedeutet durchgängig, das die inneren Strukturen im Kollektiv traditionell fest verankert sind, mit Ehrgeiz und Pflichtgefühl („ohne Fleiß kein Preis“) verteidigt werden und ein großer Ernst herrscht, was man tatsächlich auch den „Krauts“ immer vorwirft, „sie hätten keinen Humor und seien kaltherzig“.
Ich höre das auch oft von ausländischen Frauen in der Beratung, „bloß keinen deutschen Mann als Partner, die sind zu wenig gefühlvoll“…
Eine interessante Erkenntnis...vielleicht ein erster Schritt?

Das Jahreshoroskop 2012

Das Aspektbild ist kardinal-veränderlich, Venus ist der einzige deutlich fixe Planet, aber schwach als Sextil angehängt, was eine Erwartungshaltung für Beständigkeit signalisiert, MK und Merkur geben Orientierungshilfe, fordern auf, sinnvolle Ziele anzustreben. Venus in Wassermann hat höhere Ideen von einer neuen Ordnung und einer gesellschaftlichen Besserstellung, steht auch für die Idee von mehr Teamfähigkeit im Gegensatz zu den alten hierarchischen Strukturen. In der kardinalen Figur fühlt Venus sich nicht sehr wohl, sie liebt die Bequemlichkeit, keine ständigen Herausforderungen. Im Häuserhoroskop bekommt Venus eine Verbindung zu Mond, da zeigt sich der Ausdruck des Volkes und dessen Wunsch nach Versorgung.

Merkur ist ebenfalls mit Mars verbunden und arbeitet unermüdlich im Verborgenen (12. Haus), tatsächlich wird mehr gearbeitet und forciert nachgedacht, als das Volk (Mond) glauben wird, denn Mars-Merkur stehen am Talpunkt. Zu dieser kardinalen Figur gehören auch noch Mond, Sonne und Pluto. Sonne und Pluto lieben die Herausforderungen und streben ehrgeizig nach Zielen und Lösungen, Mond ist damit nicht immer einverstanden, er versteht die harten und schnellen Entscheidungen nicht und er wird wütend (Quadrat). Uranus ist noch schwach an den Mond gehängt, was die Sache emotional gefährlich macht, denn Kurzschlussreaktionen sind vorprogrammiert. Es scheint, als wird ein wütender Aufschrei des Volkes Änderungen fordern. Dabei geht es eigentlich um die Erkenntnis für jeden einzelnen, eigenverantwortlich handeln zu müssen, aber immer im Einklang mit der Gemeinschaft (Widder in Haus 7). Das gilt für beide Seiten, Volk und Staat können nur gemeinsam existieren.

Im Jahreshoroskop für 2012 steht Saturn gerade noch in Waage, aber im Stress vor der 2. Spitze drohen Verluste. (Letztes Jahr stand er noch am IP 1 in stabiler Position). Im 2. Haus steht Saturn traditionell für Entbehrung und das sehen wir ja auch allerorts im Krisengeschehen. Sparsamkeit tut not! Das Zeichen Skorpion, welches das ganze 2. Haus ohne Planeten besetzt, steht für das Geld des Staates, die Steuern und im aktuellen Fall eben auch für immense Schulden. Vielleicht ist es ein Lichtblick, dass Jupiter in Opposition in Stier steht, der für die Erkenntnisse und glückliche Fügungen sorgen kann, aber leider auch für Enttäuschung (durch das Ende der Täuschung…). Er hat keine Zeichenenergie und so kann sich die Hausspitze eher als Überforderung zeigen, denn als Einnahmen…
Es ist immer von Überforderung zu sprechen, wenn Planeten an Hausspitzen keine Zeichenenergie haben!
Uranus, Jupiter und Saturn sind in einem latenten Reizdreieck verbunden, Neptun gesellt sich im stabilen Ambivalenzdreieck dazu. Saturn steht für die Regierung. Die Opposition von Saturn mit Jupiter ist ähnlich der Konjunktion eine herausragende Fähigkeit, zu sehen, zu differenzieren und klare Urteile zu fällen. Durch Neptun an der blauen Spitze wird diese gute Ausgangslage wieder relativiert, kluge Visionen können sich als Illusionen herausstellen. Oder die Energie geht verloren, weil man sich im Utopischen verliert. Das Reizdreieck mit Uranus steuert brillantes Denkvermögen und den Willen zu Erneuerung bei. Hierbei ist es wichtig, das Volk mitzunehmen, also es gut zu informieren und zu überzeugen, damit jeder versteht, worum es jeweils geht. Nicht mehr einfach handeln, ohne aufzuklären! Diese wechselnde Ausgangslage bringt abwechselnd Nervosität und Beschwichtigung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel arbeitet hart an den verschiedenen Fronten und versucht ihr Bestes zu geben. Der Umstand, das sie selbst mit Ihrem Alterspunkt (Bewusstseinsfokus) auf Saturn zugeht, gibt ihr großes Durchhaltevermögen, aber sie hat auch Angst, zu scheitern. Sie geht aktuell durch Ihr Talpunkt-Jahr und ist schon sehr im Einfluss von Saturn, dessen exakten Übergang sie im Oktober 2012 erleben wird. 
Neu im Mai: Seit den Wahlausgängen in Frankreich und Griechenland sind die Voraussetzungen verändert, Saturn ("Sicherheitsbeauftragter") ist aber auch Fähigkeit zu Stabilität UND Realität. 
Neptun im Jahreshoroskop ( mit Trigon Saturn) ist als Vision für soziale Gerechtigkeit (Wassermann) zu verstehen, die die Regierung anstreben soll.

Im persönlichen Horoskop der Kanzlerin steht Neptun an höchster Stelle in Waage, daher glaube ich fest daran, dass sie die Vision zum Guten für die partnerschaftliche Entwicklung in Europa verfolgt. Meines Erachtens handelt sie aus dem inneren Drang heraus, Anerkennung durch gute Leistung und die Erfüllung ihrer Visionen zu erlangen!

Mit vier Planeten im Krebs im 8. Haus geht es Angela Merkel um Wärme und Geborgenheit in der Gesellschaft. Der Spitzname „Mutti“ passt unter diesen Umständen genial zu ihr! Sonne-Uranus in enger Konjunktion (sie ist Natur-Wissenschaftlerin!) stehen am Invertpunkt, wo langfristig gute Ergebnisse zu erzielen sind, wobei die klaren Realitäten intuitiv erfasst werden müssen. Merkur und Jupiter an der Spitze sorgen für sinnerfassendes Denken und die geschickte Formulierung, für die sie so berühmt ist, sie sagt Ihre Meinung, meistens ohne damit "anzuecken" und sie greift niemals Politiker anderer Couleur „unter der Gürtellinie an“, wie das umgekehrt meistens der Fall ist… Sie denkt ganzheitlich und genießt in der Gesellschaft Europas hohes Ansehen durch ihre souveräne, verlässliche Art. Und Jupiter sowie Uranus sorgen auch dafür, dass sie bei geänderter Sachlage und neuem Erkenntnisstand sofort bereit ist, alte Ansichten über Bord zu werfen, im Sinne der Zukunft, für den Erhalt unseres Planeten! (siehe: Fukushima -Kernkraft - Krise ect.)
Im Jahreshoroskop 2012 steht Jupiter im Schatten des 8.Hauses und Angela Merkels Radix-Jupiter steht ebenfalls an der Spitze des 8.Hauses: eine optimale Voraussetzung für gutes Gelingen ihrer Anstrengungen, vorausgesetzt die „Ganze Sache“ bleibt im Fokus. Das erfordert Härte und Einsparungen, aber unterm Strich soll das kollektive Ziel, Europa zu erhalten, zu dauerhaftem Frieden führen.

Viele machen es ihr schwer, aber sie wird kämpfen, ja gerade kämpfen zu müssen fordert ihre gesamten Kraftreserven! Ihre Persönlichkeit steht auf dem 6. Strahl „Hingabe und Idealismus“. Je mehr Herausforderungen auftauchen, desto aktiver und unermüdlicher arbeitet sie.
(Ich habe mal einen Wochen-Terminplan von ihr gesehen, es ist erstaunlich, was diese Frau aushalten kann!)

Neptun am Talpunkt 5 im Jahres-Radix sehe ich als die innere Vision von brüderlichem Miteinander in den zwischen-menschlichen Beziehungen (Wassermann), die als solche sehr anerkennenswert ist. Friedliche Beziehungen der Deutschen mit den restlichen Staaten der Europäischen Gemeinschaft. Die Gefahr von Illusion oder Täuschung liegt natürlich immer darin versteckt, wo Neptun beteiligt ist. Man muss das Ganze betrachten und im großen Zusammenhang nehme ICH ihn als Vision wahr!

Natürlich ist auch erkennbar, das die Mitglieder der Regierung evtl. unter diesem Neptun sagen: „Mutti wird`s schon richten“ und umgekehrt wünscht sie sich mehr Unterstützung ist aber bereit, zu verzeihen, wenn mal die Form nicht gewahrt werden sollte. Das Volk hat viele Illusionen, was die persönliche Versorgung betrifft und empfindet die Realität als Last und Frust.

Im Häuserhoroskop (Verhalten) des Jahres 2012 verschwindet die Ambivalenz und der Staat gewinnt an Erkenntnis und Einfluss, vielleicht verstärkt Deutschland seinen Einfluss in Europa. Neptun hat nur noch das Trigon zu Saturn, ich sehe das als Vision, die brüderlichen Beziehungen zu stärken.

Im Häuserhoroskop von Angela Merkel (Verhalten) kehrt sich das Reizdreieck um und sie tritt mit leidenschaftlichem Einsatz auf, was ihr oft als Machtbewusstsein angekreidet wird. Sie ist wirklich mit dem Herzen dabei (Mond Spitze 3) sagte selbst einmal, sie sei gerne Politikerin geworden (Pluto in Löwe in 9). Im HH steht Saturn abgelöst, also ist sie noch einsamer an der Spitze, ist aber durch die TP-Stellung von äußeren Angriffen geschützt... Saturn hat einen defensiven Anspruch auf Sicherheit und Kontrolle. Es ist wichtig, dass sie immer die Realität mit all ihren Veränderungen berücksichtigt!

Ich glaube, das die beiden Horoskope zueinander in Beziehung stehen und Angela Merkel in diesem Jahr eine wichtige Aufgabe hat, die „alternativlos“ zu sein scheint. Aber sie muss sich unbedingt sorgfältig informieren, gut nachdenken, jede Gelegenheit zum Zuhören nutzen und überlegt handeln! Es laufen Versuche ihrer Gegner, ihre Regierung zu sabotieren (Saturn wird vom Mars-Merkur-Quadrat abgeschnitten...).

Es folgt das Horoskop von Angela Merkel:
Ich wünsche ihr gutes Gelingen mit der Parole: „...Aufklärung, Einfühlung und Dialog für Freiheit und Verantwortung!...“ (Zitat: Dr.T.M.)

Dezember 2011 Gabriele Vierzig-Rostek

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Die Erde als Engel


Manche Zeremonien werden im Avesta zu Ehren des Engels der Erde durchgeführt. Auch Gustav Theodor Fechner erschien noch im 19. Jahrhundert die Erde als Engel, aber für ihn war das bloß ein poetisches Bild. Dass die Wahrnehmung des Engels der Erde als Phantasieprodukt abgetan wird, deutet laut Corbin (»Spiritual Body and Celestial Earth«) darauf hin, dass diese Wahrnehmung auf einem bestimmten Bewusstseinszustand beruht, der im westlichen Abendland inzwischen verloren gegangen ist. Dieser Bewusstseinszustand ist weder an abstrakte Begriffe noch an Sinneswahrnehmungen gebunden. Er vermittelt eine seelische Erfahrung, in der die Erde in ihrer ursprünglichen, urbildlichen Gestalt erscheint. Dieses Bild der Erde trägt die Seele des Menschen in ihren Tiefen mit sich herum. Der Engel der Erde erscheint in einer Welt, die jenseits des Verstandes und der Sinne liegt, in einer Welt der Archetypen, die für jede Seele individuelle Gestalt annehmen. Fragen nach dem persönlichen Wesen der Erde, des Wassers, der Pflanzen und Berge eröffnen einen Zugang zu dieser Erscheinung. Dem Fragenden erscheint ein Bild und dieses Bild geht stets mit einem bestimmten Bewußtsein einher.


Im Mazdaismus ist die Erde als Erscheinung eines Engels in eine umfassende Engellehre eingebettet. Hier teilt sich die Welt in ein Reich des Lichtes, in dem auf alle Ewigkeit Ohrmazd (Ahura Mazda), der Herr der Weisheit wohnt, und einen Abgrund der Finsternis, der seinen Widersacher Ahriman (Angra Mainyu), die Macht der Negation, der Zerstörung und des Todes verbirgt. Zwischen dem Herrn des Lichtes und jenem der Finsternis tobt ein erbarmungsloser Kampf, dessen Schauplatz die Erde ist, ein Kampf, der bis zum Ende des Äons andauert, wo die Wiederherstellung, die Apokatastasis, der Mischung ein Ende setzen und Ohrmazd die dämonischen Gegenmächte in ihren Abgrund zurückstoßen wird.

Bei Zarathustra erscheint der Herr der Weisheit stets umringt von sechs Mächten des Lichtes, mit denen zusammen er als erster (oder siebter) die göttliche Siebenheit bildet. Als sieben Mächte heißen sie Amahraspands (Amerta Spenta), »die Heiligen Unsterblichen«. Ihre Heiligkeit ist eine energetische Ausstrahlung, die allen Dingen ihr überfließendes Sein gibt. Diese sieben Unsterblichen werden auch als die sieben Erzengel des Zarathustra bezeichnet. Im Avesta heißt es, sie hätten alle denselben Gedanken, sprächen dasselbe Wort und handelten in Einigkeit. Sie bewegen sich auf Pfaden des Lichtes in die Liturgien herab, die zu ihren Ehren zelebriert werden, den Liturgien der Schöpfung, durch die Ahura Mazda die Lebewesen geschaffen hat und leitet. Zwischen den sieben Erzengeln gibt es eine unio mystica, die es unmöglich macht, von Mono- oder Polytheismus zu sprechen. Stattdessen sollte man diese mystische Einheit als »Kathenotheismus« bezeichnen, insofern jeder einzelne Erzengel die Kräfte aller anderen in sich vereinigt. Diesen Kathenotheismus kennt auch Philo von Alexandria, wenn er den Logos als Erzengel bezeichnet, weil er der Urgrund aller Engel ist. Ihn kennt, um Corbin hier zu ergänzen, auch Rudolf Steiner, der Engel als Glieder hierarchisch übergeordneter Wesen und die gesamte Hierarchienwelt als geistigen Leib der Trinität betrachtet.

Von den sieben Erzengeln sind die drei auf der rechten Seite Ahura Mazdas männlich und die drei auf der linken Seite weiblich. Ohrmazd vereinigt beide Geschlechter in sich, da er Vater und Mutter der Schöpfung ist. Alle sieben zusammen schufen in einem liturgischen Akt den Kosmos. Jeder bringt einen Teil der Geschöpfe hervor, der seinen Anteil am heiligen Werk der Schöpfung repräsentiert.

Ohrmazd schuf den Menschen, genauer jene Menschen, die auf Erden offen sind für die Wesen des Lichts. Die drei männlichen Erzengel schufen das Folgende: Vohu Manah (der großartige Gedanke) das gesamte Tierreich, Arta Vahishta (das großartige Sein) das Feuer und die Wärme, Xshathra Vairya (die begehrenswerte Herrschaft) das Reich der Metalle. Die drei weiblichen das Folgende: Spenta Armaiti schuf die Erde und die Frau, Haarvatat (Unverfälschtheit) das Reich des Wassers und Amertat (Unsterblichkeit) die Pflanzenwelt. In diesen von ihnen geschaffenen Reichen kann der Mensch den Mächten des Lichtes begegnen, um an ihrem Werk der Erlösung der Kreaturen mitzuwirken.

Die Erzengel werden bei ihrem Werk von den vielen Yazatas, »den Bewunderungswürdigen«, den Engeln, unterstützt. Zu diesen gehört Zamyat, der weibliche Engel, die Göttin der Erde, die mit dem Erzengel Amertat zusammenwirkt. Engel und Erzengel können insgesamt als Yazatas, Engelwesen bezeichnet werden, aber die Engel nicht als Amahraspands. Schließlich gibt es die unzähligen weiblichen Fravarti, Wesen, die in den Reihen von Ohrmazd kämpfen, himmlische Archetypen der Lebewesen und zugleich ihre Schutzgeister. Sie formen die kosmische Ordnung des Seins – jedes Wesen des Lichtes besitzt seine Fravarti, auch Ohrmazd und die Amahraspands.

Alle Lebewesen auf Erden haben ein himmlisches Urbild und einen Doppelgänger aus Licht. Diese doppelte Ordnung des Seins ist ein tiefergehender Dualismus, als jener von Licht und Finsternis. Zwei Lichtwesen, das urbildliche und das abbildliche, werden durch ihn vereint. Aber nie gesellt sich das Licht zur Finsternis, nicht einmal sein Schatten. Daher heißt es, die Körper würfen auf der verklärten Erde keine Schatten.

Daneben kennt der Mazdaismus zwei unterschiedliche Zustände jedes Wesens: den himmlischen, geistigen (menok) und den irdischen, stofflichen (getik). Der eine ist nicht erhabener als der andere, denn auch der irdische, stoffliche war vor der Invasion Ahrimans ein glorreicher Zustand des Lichtes, des Friedens und der Unzerstörbarkeit – – und wird es nach dessen Überwindung wieder sein. Jedes Wesen kann in geistiger und stofflicher Form gedacht – oder besser: gesehen werden. Und genau diese zweifache Sichtweise ist es, die einen Zugang zu den Dingen in Gestalt ihres Engels eröffnet. Wer die himmlische Form eines Wesens zu sehen vermag, sieht es in Gestalt seines Engels. Um einen solchen Perspektivwechsel zu vollziehen, bedarf es der aktiven Imagination, des Vermögens und Organs einer Erkenntnis, die nicht weniger real ist, als die Sinne und ihre Gegenstände. Das Wahrnehmungsorgan dieser aktiven Imagination ist laut Corbin das archetypische Bild, das sich immer schon in ihrem Besitz befindet, und nicht aus Sinneswahrnehmungen abgeleitet wird. Und dieses archetypische Bild vermag Gegebenheiten der sinnlichen Wahrnehmung in geistige Symbole umzuwandeln, die durch einen Schlüssel gedeutet werden können, der der Seele eingeboren ist. Die Umwandlung der Wahrnehmung kommt einer Vergeistigung gleich, – was die leiblichen Sinne auffassen, wird zu einem reinen Spiegel, einem geistig durchsichtigen Schleier. Auf diese Weise können die Erde und all ihre Geschöpfe zu Epiphanien ihrer Engel werden. Die Authentizität und Realität dieses Ereignisses wird durch die Schau der Erscheinung selbst verbürgt. In diesem Vorgang der Umwandlung des Sinnlichen ins Geistige sieht Corbin auch die wahre Bedeutung dessen, was in der Dogmengeschichte als Doketismus bezeichnet wurde. Was die Dogmatik als »bloßen Scheinleib« ablehnte, war in Wahrheit die Erscheinung des verklärten Leibes Christi.

Aus solchen verklärten Wahrnehmungen besteht die mittlere Welt der archetypischen, himmlischen Gestalten, die von der aktiven Imagination wahrgenommen werden – und nur von dieser. Sie erzeugt nicht Scheinbilder, sondern entschleiert eine verborgene Realität. Sie vollzieht das, was in der Mystik des Islam als ta`wil, als pneumatische Auslegung bezeichnet wird. Die pneumatische Auslegung, so Corbin, »verschleiert das Sichtbare, um das Unsichtbare sichtbar zu machen.« In der mittleren Welt der Imagination haben sich die mystischen Gnostiker des Islam bewegt, wobei Gnosis eine Wahrnehmung meint, die nicht das Objekt in seiner Augenfälligkeit erfaßt, sondern seine Zeichenhaftigkeit, durch die es der Seele sein Wesen offenbart, so als würde sich die Seele ihr eigenes Wesen offenbaren ...

So stellte Suhrawardi im zwölften Jahrhundert die Philosophie des Lichtes und die Engellehre des alten Persien wieder her, indem er sich auf die archetypischen Bilder stützte. Dadurch eröffnete sich ihm ein Zugang zu jener mittleren Welt, in der sinnliche Erscheinungen zu Symbolen des Geistigen werden, in der sich auch die leibliche Auferstehung ereignet. So wie der Leib des sterblichen Adam aus den Stoffen der sinnlichen Erde geschaffen wurde, so erschafft die Seele ihren Auferstehungsleib aus der himmlischen Erde, indem sie ihr Bild durch das Organ der Imagination erzeugt und sich in dieses versenkt. »Die aktive Imagination«, so Corbin, »ist das Organ der Metamorphose«, eine Formulierung, mit der er zweifellos auf Goethe anspielt. Die Verwandlung der Erde in den Leib der Auferstehung hängt davon ab, dass und wie die Seele über die Erde meditiert. Die Meditation, in der die Seele all ihre Aktivität zusammenzieht, ist der Geburtsort der himmlischen Erde.



Wie nun vermag die aktive Imagination die Sinneserscheinungen im Moment ihres Erscheinens zu vergeistigen, so daß ihr die Dinge in Engelsgestalt entgegentreten? Was genau ist dieses archetypische Urbild, das es ihr erlaubt, die Erscheinungen zu verklären? Und wie kommt es, dass die Dinge, wenn sie verklärt sind, der Seele ihr eigenes Bild zurückspiegeln und so durch eine Selbsterkenntnis der Seele eine spirituelle Wissenschaft von der Erde begründen?



Hier kommt eine Kraft oder Energie ins Spiel, die für den Mazdaismus ebenso grundlegend ist, wie für die Theosophie Suhrawardis. Sie wirkt vom Anbeginn der Schöpfung an bis zum Ende der Äonen, wenn die Schöpfung durch das Wirken der Heilande, die in der Nachfolge Zarathustras erschienen sind, vollständig umgewandelt sein wird. Im Avesta wird sie als »Xvarnah« bezeichnet, Corbin übersetzt dies als »Licht der Glorie«, »Glorie« wiederum ist eine Übersetzung des neutestamentlichen »Doxa«, das man am besten mit »geistiger Wesensglanz« verdeutschen kann. Dieser geistige Wesensglanz ist reines Licht, die Substanz, aus der Ohrmazd am Anfang alle Dinge, alle Wesen, voll des Lichtes und des überschäumenden Lebens geschaffen hat. Xvarnah ist die reine Kraft dieses heiligen Lichtes, aus der alle Wesen ihr Leben und ihre Bestimmung schöpfen und das am Ende den Sieg über die dämonischen Mächte der Finsternis davontragen wird. Xvarnah ist ein eschatologisch aufgeladener Begriff. Wenn im Avesta in einem Hymnus an den Engel der Erde die Lichtwesen angerufen werden, deren Attribut dieser geistige Wesensglanz ist, dann wird als Refrain rezitiert: »Solcherart sind diese Wesen, dass sie eine neue Welt erschaffen werden, die von der alten Zeit und vom Tode, von Zerfall und Zerstörung befreit ist, die ewig lebt und gedeiht, vom schöpferischen Willen erfüllt ist, eine Welt, in der die Toten wiederauferstehen, in der die Lebewesen wieder unsterblich werden, und die gesamte Schöpfung sich erneuern wird.« Der geistige Wesensglanz wird durch einen Halo dargestellt, der die Könige und Priester des Mazdaismus umgibt, später auch Buddha, die Boddhisattvas und die Heiligen im frühen Christentum. Der Bundahishn, die mazdäische Genesis, identifiziert das »Licht der Glorie« mit der Seele. Dieses Licht ist das Urbild, durch das die Seele sich selbst und ihre Fähigkeiten erkennt. Corbin sieht eine Parallele dieses Urbildes zur Imago der Seele in der Jungschen Psychologie.



Dieser geistige Wesensglanz, die urbildliche Gestalt der Seele, ist das Organ, durch das sie die Welt des Lichtes wahrnimmt, an der sie teilhat und durch die sie die Sinneswahrnehmungen verklärt. Es ist das Bild, das sie in die Welt der Sinne hineinprojiziert, um sie in die Glut jenes Feuers zu tauchen, das im Mazdaismus die gesamte Schöpfung erleuchtet, jenes Feuer, das auf den Gipfeln der persischen Gebirge bei Tagesanbruch aufflammt, dort, wo sich das Schicksal der Seele und die Verwandlung der Erde manifestiert.



Durch die Projektion ihres eigenen Urbildes ruft die Seele ein Bild der verklärten Erde hervor, das ihr jenes Urbild widerspiegelt, ein Bild der Erde, deren geistiger Wesensglanz zugleich der Wesensglanz der verklärten Seele ist. In der zweifachen Widerspiegelung des geistigen Wesensglanzes offenbart sich der geistigen Schau der Engel der Erde, das heißt die Erde in Gestalt ihres Engels. Ebendies bringt die Engellehre des Mazdaismus zum Ausdruck, wenn sie sagt, dass Spenta Armaiti, der weibliche Erzengel der Erde, die Mutter von Daena ist.



Daena ist der weibliche Engel, der das »himmlische Ich« repräsentiert, er erscheint der Seele in der Dämmerung, in der dritten Nacht nach ihrem Abschied von der Erde, er ist der geistige Wesensglanz und das Schicksal der Menschenseele, ihr Äon. Mit anderen Worten: die Substanz des himmlischen Ich oder des Auferstehungsleibes geht aus der himmlischen Erde hervor, aus jener Erde, die als Engel wahrgenommen und meditiert wird. Die Bestimmung der Erde, die der verklärenden Kraft der Seelen des Lichtes anvertraut wird, führt zur Vollendung dieser Seelen und umgekehrt. Daher betet der Schüler des Zarathustra: »Möge ich zu jenen gehören, die an der Verklärung der Erde mitwirken.«



Das Geheimnis des Bildes der Seele, die das Bild der Erde erzeugt, und das Geheimnis des Urbildes der Erde, die dem künftigen, vollendeten Ich Gestalt gibt, kommt in der Engellehre des Mazdaismus zum Ausdruck. Spenta Armaiti, der »vollendete Gedanke«, die stille Meditation, die von Plutarch, so Corbin, zutreffend als »Sophia« übersetzt wird, wirft ein Licht die altpersische Sophiologie: Spenta Armaiti ist die Mutter Daenas, und gleichzeitig jener Engel, dem gegenüber der 15jährige Gläubige bei seiner Initiation bekennen soll: »Meine Mutter ist Spendarmat, der Erzengel der Erde, und mein Vater ist Ohrmazd, der Herr der Weisheit.« In der Verbindung dieser Wesenheiten kommt das Heiligtum der Erde zum Ausdruck, wie der Maizdaismus es versteht. Es ist das Geheimnis einer Geosophie, das sophianische Geheimnis der Erde, deren Vollendung in ihrer endzeitlichen Verklärung besteht.



Dieses sophianische Geheimnis der Erde hat nichts mit äußerlicher Geographie zu tun. Vielmehr geht es um eine visionäre Geographie, eine Landschaft des geistigen Wesensglanzes, die die endgültige Transformation der Erde vorwegnimmt. Sie vollzieht sich nicht auf der profanen Erde, sondern in einem sakralen Raum, in der Mitte der Welt, im Mittelpunkt der schauenden Seele. Und dieser Raum bedarf keines Ortes, da er sich selbst seinen Ort schafft. Berge und Flüsse sind in dieser Landschaft keine physischen Gegebenheiten mehr, sondern Teile einer Seelenlandschaft, sie sind Bilder eines seelisch erfahrenen Kosmos. Was sich in dieser Landschaft ereignet, ereignet sich, insofern es gesehen wird: es sind Ereignisse einer Seelengeschichte. Das Paradies des Yima, der Garten der Archetypen, befindet sich im Mittelpunkt dieser Seelenlandschaft, denn es ist der Ort, wo sich die himmlischen und irdischen Wesen begegnen.



Diese Tatsachen bringen auch die alten iranischen Landkarten zum Ausdruck. Es sind Karten voller Symbolik, einer Symbolik, die nicht äußere Gegebenheiten abbildet, sondern zur Meditation einlädt. Die Karten sind Vorlagen für die Meditation und ermöglichen es dieser, in das Zentrum, die Mitte der Welt vorzudringen. Allein eine solche visionäre Geographie vermag den Schauplatz visionärer Ereignisse abzugeben, da sie selbst Teil dieser Ereignisse ist. Die Pflanzen, Gewässer, Berge werden in ihr zu Symbolen, sie werden durch Bilder wahrgenommen, die selbst Inhalte visionärer Erfahrungen sind. Die irdischen Landschaften erscheinen wie die himmlischen Wesen umgeben vom Licht ihres geistigen Wesensglanzes, wiederhergestellt in ihrer paradiesischen Reinheit, und die Visionen von Zarathustra, seinen Begegnungen mit Ohrmazd und den Erzengeln finden in einer morgendlich erglühten Gebirgslandschaft statt, die von himmlischen Gewässern durchflossen ist, in denen die Pflanzen der Unsterblichkeit wachsen.