Montag, 5. März 2012

Braucht die Huber Methode das "Heliozentrische" Horoskop?

Ich habe mich mit dieser Fage beschäftigt, weil mich grundsätzlich das Thema interessiert und ich die Idee, aus der Sicht der Sonne, also von einer hohen Geistebene auf das „Geschehen“ zu schauen, für durchaus gerechtfertigt halte. Denn es geht um Bewusstsein, im großen Zusammenhang ebenso, wie beim einzelnen Menschen. Alles, was dazu beitragen kann, unser Bewusstsein zu erweitern, sollte willkommen sein. 
Wir haben schließlich das Jahr 2012, für das Bewusstseinssprünge angekündigt sind... :-)...

Ich bin mit der Huber Methode aufgewachsen, alles, was ich gelernt habe, hat dort seine Wurzeln. Die Ausbildung zum Berater hat drei und die anschließende Ausbildung zur Lehrerin nochmals zwei Jahre in Anspruch genommen. Dazu drei Jahre Psycho-synthese nach Assagioli. Nun bin ich also 22 Jahre aktiv dabei und erkenne doch immer wieder neue Seiten in meinem Horoskop...

Mit der Huber Methode haben wir eine zwar junge Methode (erst ca 45 Jahre), aber m.E. gibt es keine, die besser durchdacht und erforscht ist. Es handelt sich um eine eigenständige Form von Psychologie. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass es den Rahmen einer kurzen Stellungnahme sprengen würde, wenn ich sie alle aufzählen würde. Die wichtigsten sind die Betrachtungen der Ganzheitlichkeit mit dem Triple, Aspektbild und Alterspunkt unter Berücksichtigung der verschiedenen Deutungsebenen. Die Darstellung der Planetentafel nach Bruno Huber fasst genial zusammen, wie sich Charakter und Entwicklung in einem Gesamt-zusammenhang entfalten können. Die dreifache Persönlichkeit mit Sonne, Mond und Saturn sowie dessen positiver Deutung stellt eine grundsätzlich neuere Sichtweise dar, die sich tausendfach bewährt hat und im Einklang mit entwicklungspsychologischen Ansätzen steht, die an Universitäten gelehrt werden. Die kreatürlichen Planeten Mars, Venus, Merkur und Jupiter zeigen unsere Funktionsanlagen. Die Geistigen Planeten Uranus, Neptun und Pluto werden auf der schöpferischen Ebene betrachtet und erhalten ganz neue Bedeutung gegenüber allen klassischen Sichtweisen. Das ist nur ein ganz kurzer Einblick.

Mit dem Kausalhoroskop haben wir eine weitere Möglichkeit, tiefer in unsere unbewusste Seelenmotivation einzusteigen. Wir erkennen hier, welche Anstöße von der höheren Kausal-Ebene kommen, zum Teil beantwortet das unsere „Warum“ Fragen. Zugehörigkeit zu einer höheren Ashram-Ebene wird sichtbar.

Es muss uns natürlich klar sein, das nicht immer sofort alle Fragen in einem Horoskop beantwortet werden können, weil die Antwort immer vom Entwicklungsstand des Fragestellers abhängt. Daher gibt es immer wieder neue Aha-Erlebnisse mit dem eigenen Horoskop und jedes Mal ist das Bewusstsein gewachsen, die Erkenntnis umfassender.

Bei der heliozentrischen Horoskopdarstellung geht die Idee von einer übergeordneten Ebene aus: aus der Sicht eines kosmischen Beobachters. 

Bisher hatte ich nicht den Eindruck, daß dies notwendig sei, da der Mensch normalerweise mit sich selbst beschäftigt ist und genug Bezugspunkte da sind. Aber im Zusammenhang mit den vielen Diskussionen über das Jahr 2012 und dem angekündigten Bewusstseinssprung scheint mir diese neue Idee unterstützenswert. Das heliozentrische Horoskop geht natürlich auch vom Geburtsdatum mit Uhrzeit und Ort aus und nimmt dann aber eine Sonderstellung ein, weil sich technische Änderungen ergeben. Die Betrachtung ist eine übergeordnete Sicht auf das Leben des einzelnen, denn vom einzelnen geht es ja auch aus.  

Das Helio zeigt den solaren Plan für die Inkarnation, vielleicht den innewohnenden göttlichen Auftrag?

Es unterscheidet sich vom Kausalhoroskop dadurch, das dieses sich ebenfalls auf die praktische Lebensebene bezieht und evtl. anzeigt, wie der Mensch bestimmte Lebensabschnitte erleben will, was ihn dazu bringt, zu lernen und sich evtl. zu ändern, mit dem alleinigen Ziel, zu wachsen. Das ist eine spirituelle Sicht auf das „kleine“ Leben des Einzelnen, auf den „kristallisierten Lichtstrahl“, der jeder von uns ist.

Im Radix sehen wir, „wie wir gemeint“ sind mit der inneren Motivation für diese Inkarnation. Im Mondknotenhoroskop sehen wir die „unfinished things“, die uns zur Bearbeitung von innen antreiben. Hier wohnt unser Unbewusstses. Im Häuserhoroskop zeigen wir uns draußen, es zeigt unsere Anpassung an die Umwelt und evtl. Forderungen oder Förderungen durch diese. Wir haben dort gelernt, uns entsprechend zu verhalten. Wichtig für unsere Gesundheit ist, daß wir nicht dort verharren und das Häuserhoroskop mit dem Radix verwechseln!

Im heliozentrischen Horoskop, kurz Helio genannt, verändert sich der Blickwinkel. Das kommt einer, wie beschrieben, Beobachterrolle gleich (allerdings ziemlich objektiv, keine Verzerrung möglich, die Sonne steht immer in der Mitte des Planetensystems).

Berechnungsgrundlagen

Da das Helio aus der Sicht der Sonne auf unser Planetensystem gerichtet ist, fällt die Sonne in der Grafik weg. Ebenso fällt der Mondknoten weg und den Mond der Erde, der eine sehr persönliche, menschliche Ebene ausfüllt, lassen wir ebenfalls weg.  

(Die Monde der anderen Planeten zeichen wir ja auch nicht ein, dies nur für diejenigen, denen es schwer fällt, auf den Mond zu verzichten...)

Dafür zeichnen wir die Erde ins Helio ein, denn von der Sonne aus ist sie einer der umlaufenden Planeten im System. Wir benutzen die 0° Widder Grafik, da es keinen irdischen Bezugsrahmen (Häusersystem) auf der Sonne geben kann und deuten die Planeten nur in ihren Zeichen und in ihrem zum Teil veränderten Aspektbild.

Die schnell laufenden Planeten wechseln aus Sicht der Sonne alle die Zeichen. Dies sind Venus und Merkur (Umlaufbahn zwischen Erde und Sonne) sowie Mars (Umlaufbahn nicht weit hinter Erde). Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto behalten ihre Zeichenpositionen bei.
(Viele Kollegen zeichnen meist noch Chiron und einige Transpluto zusätzlich ein, das lasse ich weg, weil ich mich mit diesen nicht identifizieren kann.)
Die Position der Erde finden wir immer in direkter Opposition zu Sonne. Über das Haus, in dem die Erde im Radix stehen würde, stellen wir die Verbindung zu diesem her, dort fließt die solare Energie ins Radix und gibt Aufschluss darüber, in welchem Zusammenhang bzw. Lebensbereich diese Energie genutzt werden soll...

Anhand meines Helio beschreibe ich nun kurz die Zusammenhänge 
(meine Helio-Grafik: siehe oben)
(Gabriele, 15.09.1951, Telgte (bei Münster), 18.45 Uhr)

Das Bild sieht sehr viel anders aus, als ich es vom Radix gewöhnt bin. Es bekommt mehr blau und weniger rot, grün fehlt ganz. Das Bild ist ruhig durch die Zweifarbigkeit, aber kardinal-veränderlich, also doch dynamisch.

Die Opposition Widder-Waage bleibt bestehen, Jupiter und Saturn bleiben in ihren Zeichen (s.o.). Venus steht nun an der kosmischen Spalte und bekommt eine Opposition zu Saturn: Klare Sicht und Urteilsvermögen kennzeichnen diese Oppositionen, die durch das Erkennen der kosmischen Harmonie eine innewohnende Ordnung und Struktur bewusst machen soll, die perfekt ist, göttlich! Diese kosmische Matrix zeigt den Irrtum von fehlgeleiteten Vorstellungen, Bewertungen und Unterdrückungen und bewirkt so Heilung durch Klarheit, durch Einhaltung der geistigen (kosmischen) Gesetze, durch Einfühlung und mit Dialog. Uranus liefert sporadisch gefühlte Erfahrungen in großer Klarheit an diese Konstellation: „Es ist, wie es ist“.

Es entsteht ein kleines Talentdreick aus Venus, Merkur und Mars. Das ergibt eine innewohnende Dynamik von spiritueller Hingabe, gefühlvoller Arbeit und praktischer Erkenntnis. Das bedeutet eine Entwicklungsspirale zu mehr Bewusstsein. Sie wird aus Anbindung an die kosmische Quelle (kosmische Spalte) unentwegt gespeist und entwickelt sich automatisch weiter, sobald das innere Streben aktiviert ist. Es bewirkt eine Verbindung der Gegensätze und eine Weiterentwicklung der Menschen hin zu Frieden und Liebe. Idee und Wunsch zu SEIN, bringen klare Ergebnisse in die Inkarnation. Je stärker der Gedanke, desto größer das Wachstum.

Neptun und Pluto stehen als Friedensrichter aufrecht da und liefern die Unterstützung der Weltgemeinschaft für alle Aufgaben, die dem großen Ganzen, dem kosmischen Plan dienen (keine Ego-Phantasien!). Sie schirmen Saturn ab, nehmen seine Härte heraus, damit durch Nachlassen von Kontrolle eine harmonische Entwicklung zu „Harmlosigkeit“ geschieht. In heiterer Gelassenheit, liebevoll neutralem Gleichmut soll Unterstützung für alle im Vordergrund stehen.

Die Erde nimmt eine Sonderstellung ein (abgelöst), sie steht autonom in Fische und beobachtet meinen kosmischen Plan, der für sie selbst zum Nutzen ist und zu ihrer spirituellen Vollkommenheit beiträgt. Ich sehe die Erde als einen lebendigen Organismus mit spirituellem Hintergrund, also auch mit Gefühlen, z.B. für Schmerz und Freude, bereit für Heilung. Sie ist meine Heimat!

Erde in Fische bringt den Ausgleich für zu viel Aufopferungsbereitschaft des Gegenzeichens Jungfrau, in dem drei meiner Radix-Planeten stehen (Sonne, Venus und Merkur). Aber das ist mir bewusst, es ist nicht neu, mein Radix-Mond und AC sowie Mondknoten stehen in Fische und sorgen ebenfalls für diesen Ausgleich auf der planetaren Ebene. (Zwischen Ordnung und Chaos sowie Helfersyndrom und Rückzug bin ich seit Äonen unterwegs..., siehe auch Mondknotenhoroskop).

Im Radix steht die Erde auf 27° Fische im Schatten des ersten Hauses. Ich sehe meine Aufgabe im Kontakt mit den Menschen, bei Begegnung und Arbeit (Anleitung und Beratung), an der Heilung des Bewusstseins mitzuwirken, eine Vorbildfunktion einzunehmen, Stärke zu zeigen um anderen Unterstützung zu geben. Und zwar mit gelebter Spiritualität, in die alle vorher beschriebenen Inhalte einfließen. Gemäß meinem Radix muss ich das aus mir selbst heraus tun, ohne andere vor zu schieben oder mich anderen unter zu ordnen. Ich muss selber stehen lernen und meinen eigenen Weg gehen. Zweifellos und angstfrei, unabhängig und eigenverantwortlich. (Dynamische Auszählung 10. Haus höchste Plus-Zahl, dort Schütze und Steinbock).

Daher sehe ich das Helio als Ergänzung, soweit sich meine vorläufige Erkenntnisfähigkeit mit diesen Ausführungen deckt. Wie anfangs erwähnt ist auch dies ein Prozess, der ständiger Veränderung unterworfen ist. Ich sehe es wertneutral und seine Aufgabe erfüllend. Man kann, ja sollte hier weiter überprüfen. 
Es ist alles im Fluss, auch unsere Bewusstseinserweiterungen entwickeln eine Eigendynamik.

Viele dieser Inhalte kann ich aber auch mit der mir gewohnten Huber Methode alleine ableiten, es mag noch „beruhigen“, das sich diese im Helio noch deutlicher abzeichnen... denn aus dieser Sicht zeigt sich, das ich genug Energie habe, um meinen Entwicklungsweg zu gehen, es läuft sowieso, wie es soll, da brauche ich mich gar nicht krumm zu legen (sehr rot-grünes, kardinales Radix), die Eingebungen und Entwicklungen kommen von innen heraus: „Es ist gut, was ist.“

Gabriele Vierzig-Rostek                                          Düsseldorf, 3.3.2012

Düsseldorfer Institut für Astrologische Psychologie (DIAP)
Gabriele Vierzig-Rostek - AstroPsycholgin (API) - Psychologische Beraterin (VFP)
Telefon: 0211-324958 Mail: viero@t-online.de Homepage: lebensberatungvierzig-rostek.de

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