Montag, 30. April 2012

AstroPsychologie ist Symbolsprache


 
Das Geburtshoroskop (Radix) ist ein „Schnappschuss“ vom aktuellen Planetenstand am Himmel zur (genauen) Zeit der Geburt, vom Ort der Geburt aus „fototgrafiert“

Thema Heute:

Die Entwicklung der Frau aus AstroPsychologischer Sicht

Das vergangene Jahr (2011) stand unter der Schirmherrschaft von Venus, in der Mythologie als Liebesgöttin bekannt. Venus  steht für Weiblichkeit, Harmonie, Hingabe und Erotik, aber auch für die weibliche Seite im Mann (Anima), für das Wohlbefinden und den Geschmack. Venus zeigt bei der Frau, wie sie den Mann (und andere) in ihre gewollte Richtung zu bewegen versteht: die Kunst der Verführung und Manipulation.


Die Grundmotivation für diese Energie ist aber eine tiefe Sehnsucht nach Vollendung, sowohl in Äußerlichkeiten (Schönheit, Kunst, Kreativität) als auch in Gestaltung des Zusammenlebens im Allgemeinen. Dies ist in Harmonie nun einmal wesentlich schöner, als z.B. in der aktuellen Krisenstimmung voller Konflikte und Katastrophen weltweit...

Die gute Nachricht ist, jeder Mensch hat in seinem individuellen Geburtsbild eine Venus! Die Frau sieht in ihrer Venus ihre eigene Rolle, der Mann hat Venus als Hinweis, wie er seine weibliche Seite erleben könnte, ob und wie er mit der weiblichen Energie zurecht kommt und welchen Typ Frau er sich für sein Leben als Ergänzung wünscht.  

Als Morgenstern des Tierkreiszeichen Stier hat Venus Bezug zu bodenständiger, sinnlich irdischer Leidenschaftlichkeit, als Abendstern in des Tierkreiszeichens Waage steht sie mehr für eine geistbetonte, kosmische Natur von Sinnlichkeit. „Erotik mehr in Gedichtform“. Als esoterische Herrscherin des Zeichens Zwillinge steht sie für  eine entwickelte Form von Verbindung, für liebevolles Verstehen der Menschen untereinander, in beseelter Form die Zwischenmenschlichkeit auf eine höhere Entwicklungsstufe zu heben. Damit die Trennung aufhören und Miteinander entstehen kann. 
Auf dieser Stufe ist Liebe reine Energie, eine Art „göttliche Heilenergie“, die erreichbar ist für jeden, der sich dafür öffnet. Das wird die Zukunft im Wassermann-Zeitalter, dem ein 1000-jähriger Frieden zugeschrieben wird. Vorarbeit dafür leistet Venus auf allen Ebenen.

Aus der Entwicklungsgeschichte von vor 6000 Jahren wissen wir, das Frauen zwischen 6000 und 3000 Jahren vor unserer Zeit in friedlicher, harmonischer Tradition in ihren Familien und diese wiederum friedlich mit den Nachbarn gelebt haben. Sie wurden geachtet, beschützt und genossen Respekt, die Mond-Göttin wurde verehrt. Dann wandelte sich die Zeit und nach und nach wurde die Frau in die Defensive gedrängt, es wurden Sonnen-Götter gefunden und negative Frauenbilder, wie wir sie aus der griechischen Mythologie kennen, wurden erschaffen.

In den letzten ca. 50 Jahren ändert sich wiederum diese Zeit, wir erleben eine deutliche Zunahme an weiblichem Einfluss, das Gleichgewicht der Kräfte schlägt wieder um, die Waage richtet sich wieder aus.

Es hallen sogar schon lautstarke Rufe „Männer an die Macht“, aber das ist eher lustig, denn in der bereits stark veränderten Gesellschaft rüsten sich Frauen auf und rufen:
„Männer, macht mal, bringt mal endlich den Müll raus und helft im Haushalt“... :-)...
Es müssen sicher noch die Blüten der Feminismus-Bewegungen welken und abfallen, bevor selbstbewusste weibliche Vitalität in Einfühlung und mit Dialog die zukünftigen Generationen prägen wird.  

Und um dieses zu stabilisieren brauchen wir noch die Unterstützung des weiblichen Planeten Saturn, einer der drei Persönlichkeitsplaneten (Sonne, Mond, Saturn). Er ist unser "Sicherheitsbeauftragter" par Excellence!
Venus gibt Saturn den Auftrag, für Schutz und Sicherheit zu sorgen. Im Leben übernimmt diese Rolle im Allgemeinen die Mutter, die von Geburt an das Baby pflegt, nährt und schützt sowie Schaden abwendet. Daher steht in der AstroPsychologie der Saturn für die Rolle der Mutter im eigenen Horoskop. Man sieht also an der Position von Saturn in Zeichen und Haus und mit seinen Aspekten, welche Beziehung zwischen Mutter und Kind bestand.

Im Horoskop der Frau sehen wir meistens eine Nachfolge nach Vorbild der Mutter im Rollenverständnis des Mädchens als Frau. Im Bild des Mannes sehen wir eher ein Feindbild, das er wegen spezifischer Mentalität der Mutter gegenüber Frauen entwickelt hat. (Das ist jedenfalls bei denen der Fall, die Beziehungsprobleme haben...)
Saturn festigt Venus in ihrer Eigenschaft als weibliche Energie indem er diese stärkt, nährt und beschützt. Eine starke Persönlichkeit kann sich auf einen stark stehenden Saturn stützen. Diese defensive Kraft gibt Standfestigkeit, Beharrungsvermögen und Urvertrauen. Darauf kann man sich verlassen, darauf kann man bauen. Saturn ist unerlässlich für die starke Frau der Zukunft, die selbst weiß und selbst sorgt, wo es lang geht, die aber im Dialog bleiben kann, weil sie sich nicht mehr wehren muss. Sie ist darüber hinaus, ständig überall Angriffe oder Unterdrückung zu wittern. Eine solche Person ruht in sich selbst.

-Fairerweise muss ich sagen, das gilt ebenfalls für den Mann! Auch dieser braucht die Unterstützung von Saturn in seinem Bild, aber jeder hat ihn ja dort... :-)!-

Im natürlichen Lebenszyklus der Frau finden wir „Geburt, Blüte, Herbst und Tod“ in einer aktiven und passiven Form vor. Das ist einzigartig, denn beim Mann ist es nur in passiver Form möglich. Aktiv meint, dass die Frau in der Lage ist, eine Geburt zu erleben, indem sie ein Kind zur Welt bringt, das kann nur sie. So erlebt sie die Geburt passiv (die eigene) und aktiv (die ihres Kindes) und begleitet sozusagen aktiv und passiv die anderen drei Lebenszeiten. Das ist für immer anders als beim Mann, auch wenn er Vater ist, kann er diese körperliche Verbundenheit, die durch die Schwanger-schaft und Geburt besteht, nicht „mit-“ oder „nacherleben“. Venus und Saturn haben diese gemeinsame Erfahrungsmöglichkeit nur bei der Frau!

Saturn steht ebenso für Wissen und Erfahrung. Bei ihm sind alle Ereignisse aus allen Zeiten sicher gespeichert (je nach Zeichenposition). Zuverlässig kann seine Unterstützung abgerufen werden. Und er setzt unsere Grenzen (deshalb steht er auch für die Haut, unsere äußere Hülle). Unser Bewusstsein besteht aus dem Erfahrungsschatz, aus dem sich jeder von uns ein Bild von sich selber zusammensetzt. Ein rein subjektives Bild! Dieses Bild ist für die Persönlichkeit so lange bindend „das bin ich“, bis neue Erkenntnisse das Bild verändern oder zerstören. Das führt im besten Fall zu mehr Bewusstsein, mehr Selbsterkenntnis. Wir lernen fürs Leben immer mehr dazu. Das ist Entwicklung. Manchmal, wenn der Mensch sich weigert, neue Sichtweisen zu zu lassen, wird er krank. Saturn steht auch für den materiellen Körper. Daher sollten Symptome immer auf ihre psychischen Ursachen untersucht werden, wenn diese erkannt und bearbeitet werden, können die Symptome überflüssig werden. Sie werden dann nicht unterdrückt, was dazu führen würde, das sie in eine tiefere, schwerer zu heilende Ebene im Körper hinabrutschen würden, sondern es kommt wieder ins gesunde Gleichgewicht. Unser Immunsystem tut das Übrige, um den Körper zu heilen.

Früher gab es weise Frauen, die besonderes Wissen um Naturheilkunde hatten. Sie wurden heimlich aufgesucht, wenn der Mensch krank war, aber sie wurden öffentlich angeklagt und verurteilt, zum Teil als Hexe verbrannt. War die Ursache, das der Durchschnittsmensch sich die Zusammenhänge nicht erklären konnte und daher das Wirken dieser Frauen ihnen Angst machte?
Und wenn die Geschichte schreibt, das es gefährlich sein kann, als Frau Einfluss und Wissen zu haben, wirkt das für die Nachfahren nicht lähmend und unterdrückend? Wer setzt die saturnischen Grenzen wirklich? Sind das „die Anderen“ oder sind das unsere eigenen Unsicherheiten und ängstlichen Zweifel?

Ich erinnere eine Meditation in meiner astropsychologischen Ausbildung, in der wir mit den drei Persönlichkeitsplaneten Zwiesprache halten mussten, in der wir Saturn fragen sollten: „was willst Du von mir“? Die eindeutige Antwort war: „Lass deine Ängste und Zweifel los, vertraue Deiner inneren
Kraft und führe ein eigenverantwortliches Leben. Alle deine Entscheidungen, alle Gedanken und Gefühle gehören zu Dir und Du hast es in der Hand, etwas aus Dir zu machen “.

Um diese Ängste zu überwinden und alle Zweifel verlieren zu können, wird Saturn durch das geistige Prinzip Uranus unterstützt.

Die drei geistigen Planeten (Uranus, Neptun und Pluto) geben jenseits von Saturn Antwort auf  viele Fragen. Der geistige Planet Uranus, der am 13.03.1781 zuerst entdeckt wurde und der Welt die Revolution zusammen mit der Erkenntnisfähigkeit für eine perfektere Ordnung geschenkt hat, wurde erst sichtbar, als es präzise Fernrohre gab, als der Intellekt so weit war, um weiter entfernte Möglichkeiten ins Auge zu fassen, auch im übertragenen Sinne...
Uranus steht auch für Astrologie und wissenschaftliche Forschung, für alles Neue, was unter Umständen Altes zerstören muss, damit es besser wirken kann.

Uranus ist der dritte weibliche Planet in der Reihe! Also geht es immer noch um Sicherheit, nur in einer perfekten Form. Am sichersten ist der, der mit dem Wind schwingt und keinen starren Standpunkt einnimmt, denn man muss die Entwicklungsfähigkeit behalten, um weiter zu wachsen: das beständigste im Leben ist die unentwegte Veränderung!

In jungen Jahren fürchten wir diese Veränderungen (Uranus) meistens, wir suchen die Sicherheit (Saturn).

(Ausnahmen bestätigen die Regel...manche suchen gerade die Grenzerfahrungen ständig.Z.B. die Geburtsjahrgänge  um 1965, als eine besonders interessante Konstellation herrschte.)

Wenn wir Kinder haben, bedrängen uns vielleicht Katastrophenszenarien, was unseren Kindern alles zustoßen könnte, hier ist Uranus als Unruhestifter und Saturn als Angstfaktor tätig.
    
Im Herbst des Lebens, wenn die Frau älter ist und die Kinder aus dem Haus sind, kann wieder Neues Erkenntnispotential in ihr Leben dringen. Sie ist bereit, neue Sichtweisen zuzulassen. Saturn ist zufrieden, er hat „gut“ funktioniert. Nun kann der dritte weibliche Planet, der geistige Planet Uranus dem Leben neue Perspektiven geben und neue Erkenntnisse dringen wie Blitze ins Alltagsgeschehen, bringen klares Urteilsvermögen und echte Unterscheidungsfähigkeit.

Jetzt empfinden wir das als Bereicherung. Wir stehen am Tor zur Weisheit, andere klopfen an und suchen unseren Rat, den wir nun gerne geben, weil wir abgeklärter sind und nichts so schnell unsere innere Ruhe stören kann. Der entwickelte Uranus gibt uns neue tiefere Sicherheit, die aus der Erkenntnis erwächst, das der Mensch ein spirituelles Wesen ist, das mit einem physischen Körper, Gefühlen und Verstand ausgestattet ist, um Erfahrungen zu machen. Diese geben wir nun gerne weiter! Es lebe diese heutige Zeit, in der wir alle älter werden und daher diese Weisheit länger entwickeln und nutzen können!

Hier ist der Mann genauso beteiligt, auch er hat den Planeten Uranus im Bild! Nur gemeinsam sind wir stark! 

Das Jahr 2012 ist ein Merkur-Jahr! Nun kommen wir wieder ins Gespräch, lernen zu zuhören und Informationen intelligent zu nutzen sowie weiter zu geben.

Kommunikation und Austausch werden wieder groß geschrieben. So lange miteinander gesprochen wird, können sich neue Erkenntnisse (Uranus) weiter verbreiten und langfristig ins Gedankenbild einfließen. Wir wollen die Welt durch Information ein Stück besser machen, daran arbeiten wir dieses Jahr! Die Entdeckung von Uranus feierte am 13.03. Geburtstag und erhielt eine Konjunktion mit Merkur. Aus Intelligenz und Logik wird ein Team! Das passt ja zum Thema des Merkur- Jahres 2012!

Schlussbemerkung für 2012

Sicher haben Sie bereits in den Medien vom Ende des Maya-Kalenders am 21.12.2012 gelesen. Mehr zum Herbst hin werden wir bestimmt von allen Seiten Katastrophen-Szenarien präsentiert bekommen...

Lassen Sie sich davon bitte nicht beeindrucken!
Unsere Kalender enden jeweils zum 31.12. und beginnen am 1.1. erneut. So ist das beim Maya-Kalender ebenfalls, nur dauerte dort eine Zeitspanne länger, als wir üblicherweise messen...

Es gibt keine Endzeit, keinen Anfang und kein Ende. Das Leben ist unentwegte Veränderung!
Das Ende von 2012 bringt den Anfang von 2013! Das ist sicher!


Gabriele Vierzig-Rostek

Weitere Informationen und interessante Themen finden Sie in meiner Homepage mit einem Klick auf „Mein Blog“. (Oder hier direkt!). Im persönlichen Beratungsgespräch gewinnen Sie einen tiefen Einblick in Ihr Leben. In meinen Kursen erleben Sie ständige Veränderung „life“. Sie lernen Ihr Leben von Grund auf zu verstehen! Wer Veränderung bewirken will (Umwelt), beginne bei sich selbst! Der Weg nach innen…

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Donnerstag, 19. April 2012

Zeitqualität Stier 2012


Sonnen Ingress Stier
(19.04.2012, 18.15 Uhr, Düsseldorf)

Radix


Der Focus liegt wieder auf dem kardinalen Kreuz (Wille und Macht). Die Menschen sind dadurch dominant auf allen Ebenen. Das Aspektbild ist großrahmig vieleckig. Die Energie signalisiert ein Bedürfnis nach Sicherheit, Berechenbarkeit, Organisation und Ökonomie. Es ist aber der Auftrag darin enthalten, sich Sicherheit und Struktur durch eigene Leistungsbereitschaft zu erarbeiten, dabei auf Erfahrungswerte anderer zu hören und daraus die eigenen Ziele zu optimieren (Mondknoten in 3 in Schütze an der „Leistungsspitze“ - Themenfigur!).

Ohne den Mondknoten würde die Figur zu einer Flüstertüte (ist zusätzlich vorhanden), die leiseren Töne sind eigentlich gefragt. Merkur/Uranus und Mond stehen beim Du in Widder und suchen nach Verbesserung der Lebensbedingungen. Aktiver Austausch und laute Kommunikation, geistige Pionierarbeit und auch Gewaltbereitschaft zur Durchsetzung der eigenen Ansprüche werden wir (immer noch) sehen. Die Revolution in den arabischen Ländern ist weiter ein Thema und bei uns streiken nach den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes noch die Beschäftigten anderer Gewerkschafts-Organisationen. Lösungen werden durchgesetzt, das geht nicht immer glimpflich ab. Viele tausend Menschen sind in die Erwerbslosigkeit entlassen worden (z.B. Schlecker), das bringt weiterhin Unruhe. Die Finanzkrise ist ebenfalls noch akut in Europa. In NRW stehen Wahlen an. 
Alles in Allem ist die Zeit anstrengend, es sind einige Planeten im Stressbereich, es drohen Verluste (Sonne vor 8 - Ziele zu hoch, verlangt zu viel?), Verzicht (Neptun vor 6 - Verausgabung durch unerreichbare Visionen, Mars vor 12 - arbeiten bis zum umfallen) und eine Verhandlungsniederlage (Merkur vor 7).

Jeder, der sich gefühlsmäßig im Recht empfindet, sollte geduldig auf den günstigen Moment warten, bis er sein Anliegen vorträgt, sich nicht nervös machen lassen oder vorschnell reagieren (Mond)!!! Wer für ein kreatives Ziel kämpft sollte die Stimme ölen und kämpfen ohne diese „Geschichten“ (z.B. DSDS).

Ziele und Pflichten halten sich die Waage (Sonne und Saturn), immer wenn gerade ein neues Ziel erkannt ist, kommen die Zweifel oder die alten Erfahrungen sprechen: „Halt, Vorsicht, das geht noch besser, abwarten, noch mehr Verluste können wir uns nicht leisten!“. (Schatten vor 8) Das führt bestenfalls nur zu Verzögerungen.

Jupiter steht abgelöst. Also auf einen unbekannten Retter in der Not sollte man nicht warten, sondern lieber selber die Ärmel aufkrempeln und die Verantwortung übernehmen. Vielleicht bedeutet es auch: „Achtung, das gute liegt so nah, schweift nicht in die Ferne sondern kehrt vor der eigenen Tür…“.
Den eigenen Status ernst nehmen und sich darauf besinnen, nicht immer zu viel verlangen (auch nicht von sich selbst). Was unerfüllbar bleibt, erzeugt bloß Unzufriedenheit.

Venus in Zwillinge in 9 zeigt schöne Stunden in lockerem Austausch mit Freunden und verbindliche Versuche, die Menschen miteinander zu versöhnen (Esoterischer Zeichenherrscher von Zwillinge ist Venus), denn so fühlen sich alle miteinander wohler und können neue gemeinsame Ziele ansteuern. Immerhin ist dies das wichtigste Anliegen in diesem Monat: ein friedliches Miteinander erreichen (Venus höchster Planet).

Die Betonung liegt auf der DU Seite, man ist mehr mit und bei den anderen, als bei sich selbst. Daher sucht man meistens auch die „Schuld“ bei den anderen (z.B. für die eigenen Unzulänglichkeiten). Aber Saturn und Mars auf der Ich Seite zeigen an, das jeder selber handelt und selbst unsicher ist und evtl. dadurch etwas verpasst. Es kann aber auch sein, das man sich verausgabt, die Signale des eigenen Körpers nicht wahrnehmen will (Symptome durch Überforderung).

Krebs am MC will Gefühle ernst nehmen und Waage am AC ist das Ziel der Aufforderungen vom Mondknoten (siehe oben):
„Wähle den Weg, der zwischen den beiden großen Kraftlinien hindurch führt“ (Esoterischer Saatgedanke Waage AC). Das bedeutet auch, dass immer eine Fairness zwischen den Menschen, zwischen ICH und DU herrschen muss,
nie zu viel geben müssen oder zu wenig nehmen können sondern Ausgeglichenheit der Kräfte ist das Ziel!

Häuserhoroskop

Eigentlich erübrigt sich hier fast eine Stellungnahme, da ich schon alles gesagt hatte, was sich hier auf einmal zeigt. (Im Häuserhoroskop zeigt sich das verhalten in der Umwelt).
Es ändert sich nichts auf der Du Seite, außer das Thema des Mondknotens, die Gelegenheiten werden anders wahrgenommen und die Ausführung fällt schwerer. Hier geht es nicht mehr um Leistungsaufbau. Hier wird Frau sein, weiblich sein, hinterfragt. Wie sind die Chancen als Frau? Z.B. im Beruf gleiche Bezahlung, gleiche Aufstiegschancen? Die alte Ministerpräsidentin von NRW, wird sie auch die neue? Bei DSDS wurde die Chance für eine Frau als Siegerin leider wieder verpasst (leider nicht Stimme und Gesamtbild anstatt immer nur die Jungs, die am meisten Probleme hatten…)...
Hingabefähigkeit und Harmoniebereitschaft sind die alten, gewohnten Muster und sollen durch neue, selbst gefundene und definierte Ziele ersetzt werden, unter Einbezug der alten Erfahrungen aber mit neuem Mut zu ganz eigenen Lösungen. Die weibliche Energie ist definitiv die Zukunft, weil sie zu lange unterdrückt wurde. (Es versteht sich von selbst, das eigentlich der Ausgleich zwischen Anima und Animus Vorrang hat, aber gut Ding will Weile haben…)

Mondknotenhoroskop

Im Unterbewusstsein sind immer noch die hierarchischen Strukturen aktiv (senkrechtes Bild). Der unbewusste Anteil im Menschen treibt alle nervös bis hektisch nach oben, ein wenig versteckt, damit es nicht alle sehen, aber doch nach der bekannten Ellenbogenmentalität…
Das muss aber nicht jeder mitmachen. Wer bewusst lebt und den Mechanismus erkennt, kann sich anders entscheiden!

Auf in den Wonnemonat Mai!



Freitag, 30. März 2012

Vereidigung von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten 2012

Solar 2012

Interessant, daß die Nominierung zum Bundespräsidentenamt beim AP in Zwillinge (verbindend zwischen den Menschen) in Opposition zum Mondknoten in Schütze im 7.Haus statt fand! Der Mondknoten als Kompass für dieses Jahr sagt ausdrücklich, dass er verständnisvoll auf die Menschen eingehen und ihre Zielvorstellungen ernst nehmen und unterstützen soll...

Die Vereidigung erfolgte genau auf der Kippstelle zwischen Pluto (der nur schwach angehängt keine persönlichen Machtansprüche stellt, am Invertpunkt 8 in Steinbock, aber die Garantie für Gewissenhaftigkeit fordert) und Merkur (mit dem er zuhören und vermitteln soll, verstehen und schlussfolgern, was evtl. zu tun ist, um Not zu lindern oder was besser zu machen wäre). Diese Figur (Mars-Merkur) steht abgelöst, er hat den Willen zu Helfen, aber es fehlt evtl. an Umsetzungsmöglichkeiten. Notfalls betreibt er das „auf eigene Faust“.

Am MC stehen Sonne und Mond in enger Konjunktion (Neumond für Neubeginn) einer Berufung, die gleichzeitig seine innigsten Wünsche zu erfüllen scheint. Gefühl und Verstand sind am Ziel, seine Ausstrahlung ist hervoragend. Dies steht in sehr stabiler Figur mit Saturn und Jupiter sowie Uranus, besser kann es nicht stehen, Intelligenz, Weitsicht, Klarheit im Urteil und in der Wahrnehmung, perfekt für das Amt geeignet und der perfekte Zeitpunkt, es anzutreten! Neptun am Talpunkt 10 gibt evtl. Anlass für Zukunftsvisionen. Manchmal vernebelt er vielleicht ein wenig den Blick für das Nächstliegende. (Gefahr beim Neptun ist eine Selbstüberschätzung).

Einen Wermutstropen sehe ich in der Figur Mondknoten-Venus Pluto, die  abgelöst ist und neben der oben erwähnten Thematik auch noch darauf hinweist, den Partner/die Partnerin ernst zu nehmen und deren Bedürfnisse zu verstehen. Das Quadrat zu Venus könnte zu Unstimmigkeiten auf der Ebene führen, weil von seiner Partnerin Anpassung verlangt wird. Das ist auf allen Ebenen so und wird sogar in der öffentlichen Wahrnehmung als selbstverständlich gesehen. Da sehe ich eine gewisse Schwierigkeit..., besonders, da Venus sich in der Stressposition vor 11 befindet, in der das Thema Verlust eine Rolle spielt. Das bezieht sich allerdings auf reine EGO-Ansprüche und betrifft eher die Partnerin oder auch alternativ seine Anima-Seite. Sind diese Ansprüche überwunden, ist alles gut. Der Ausgleich findet sich in der Mitte zwischen Anima und Animus...!

Vereidigung zum Bundespräsidenten
(Radix, Mondknoten und Häuser)


 18.03.2012  - 14.24  -  Berlin-Mitte

Radix

Dies ist eine Eventbeschreibung und zeigt eine „aktiv-intelligente“ Handlung (3.Strahl). Die größte Figur ist ein stabiles Trapez und ein weiteres Viereck, das aber auf jeden Fall eine große Talentfigur enthält. Das Volk ist zufrieden und schaut voller Hoffnung auf diesen Menschen, der einen sehr guten Ruf hat und viel Ausstrahlung besitzt. Die Veranstaltung ist sehr angenehm und großzügig aufgestellt. Der so geehrte Joachim Gauck selber ist evtl etwas nervös ob der vielen guten Erwartungen, die er fast nicht erfüllen kann, weil sie sooo hoch sind. Ich habe ihm die Persönlichkeitsplaneten zugeordnet. Mond steht im Viereck und ist am Talpunkt 6 den Erwartungen ausgesetzt, die er bereit ist, zu tragen. Sonne mit Merkur und Uranus ist voller Zukunftsoptimismus. Saturn im Schatten des IC  hat genug Urvertrauen, die Herausforderung anzunehmen. Dennoch stehen alle drei Persönlichkeitsplaneten schwach im Haus, die letzteren beiden über blaue und grüne Willensaspekte angehängt. Es geht nicht um sein Ego, sondern um die gute Sache! Er hat sich spontan eingelassen und wird sich sehr um die Erfüllung des Amtes bemühen. Die Außenwirkung von Jupiter-Venus am MC strahlt sehr in der Öffentlichkeit. Das Event wurde in den Medien übertragen und weltweit kommentiert.

Häuser

Im Häuserhoroskop fällt die stabile Trapez-Figur in eine stabile Wanne und alle anderen sind kohärent verbunden, mit Ausnahme von Venus-Jupiter: abgelöst am MC. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß sich die Partnerin wie im goldenen Käfig fühlen könnte... auf dem Sockel, aber ohne Verbindung zum Partner... ohne Rechte und Pflichten, außer schön repräsentativ da zu stehen. Jedoch ist mit Jupiter ja auch eine Leitfigur gemeint und sie könnte die Rolle des besonders geschätzten Beraters übernehmen. So schließt sich der Kreis wieder!

Mondknotenhoroskop

Im MK sieht man dann auch, das sich das tatsächlich in der eben erwähnten Weise im unbewussten Raum abspielen wird. Da stehen Venus -Jupiter nämlich vor der 8. Spitze. Venus etwas im Schatten, wieder das gleiche Thema, Verlust von Ego Ansprüchen zugunsten der guten Sache in der Gesellschaft...

Viel Erfolg Herr Bundespräsident!
  

Dienstag, 20. März 2012

Zeitqualität Widder 2012


Sonnen-Ingress Widder
21.03.2012 (20.00 Uhr Düsseldorf)


Vorwort: 
Ich möchte darauf hinweisen, das dies eine Einschätzung der Zeitqualität für den Widder-Monat ist, die für alle gilt. Ab jetzt finden Sie für jeden Tierkreis-Monat eine solche Analyse in diesem Blog mit wertvollen Hinweisen. 


Grundhoroskop (Radix)

Das Jahr 2012 ist eingeläutet und der Beginn des Astrologischen Jahrs beim Frühlingspunkt 0° Widder zeigt willensbetonte Rahmenbedingungen (Hauptachsen 1. Strahl: Wille und Macht) mit einer veränderlichen Motivation (Aspektbild aus Dreiecken). 

Trotz des stabilen großen Talentdreiecks wirkt das Bild innerlich unruhig, denn alle anderen Dreiecke haben wenigstens eine latente Innenseite, eine schwach angehängte gestrichelte Linie verbindet Mond mit Venus. Gefühle und Erotik sind für den Moment „außen vor“, man wünscht sich Harmonie, fühlt sich aber eher ausgeliefert. Kreative Talente und Fähigkeiten werden gefördert, wer sich für seine Wünsche zielstrebig aber geschickt einsetzt, wird auch Anerkennung finden. Dabei werden sicher einige Illusionen platzen,  Gefühle spielen die Hauptrolle, aber es geht auch um die Liebe zur Musik und Sehnsucht nach Erfolg im Leben (DSDS)...

Sonne-Merkur und Uranus gehen eine starke Verbindung ein, allerdings sagt der rückläufige Merkur (13.3.-5.4.), dass sich noch Missverständnisse ergeben könnten, Rückschläge bei Verhand-lungen, Probleme bei Verträgen, die durch plötzliche ErKenntnisse aufgedeckt werden oder evtl. sogar zum Abbruch der Gespräche führen. Aufbruch zu neuen Modellen in Arbeit und Dienstleistung, deutliche Missbilligung, Demonstrationen und dadurch Konflikte - ja weiterhin Revolution - sind wahrscheinlich. (Wahl-Protest in Russland, Aufstand in Syrien, Israels Vorstoß gegen Iran, Krieg in Afghanistan), dies sind Reizfaktoren, wo es gilt, Augenmaß zu behalten!)

Pluto pocht ja bereits seit November 2008 auf die Einhaltung von Verantwortung und korrekter Lebenshaltung, alles, was der Mensch beginnt, hat Folgen, daher ist es sinnvoll, sich angemessen zu verhalten, wie es den allgemeinen Regeln des Zusammenlebens in der Realität entspricht. Saturn in Waage, Haus 1 deutet ebenfalls in diese Richtung: Vernunft und Augenmaß!

Mit Jupiter und Mars in der großen Talentfigur steht am Frühlingsanfang diese Aufgabe an. Jeder, der sich nach seinem Gewissen richtet und die Folgerichtigkeit seines Handelns bedenkt, kann sich positiv entwickeln und seine Aufgaben werden mit Erfolg belohnt. Wir haben die freie Wahl, können uns ständig neu entscheiden. Gefühle sind zuweilen einem Hang zur Beschönigung unterworfen, Sehnsucht nach Liebe und Vergebung zwischen den Völkern, Phantasie verleiht eben manchmal Flügel… Da Neptun am 3.2.2012 für lange zeit ins Zeichen Fische gewandert ist, wird sich die Idee geistiger Verbundenheit immer mehr ausbreiten, wir werden erkennen, das es leichter ist, gemeinsam für eine Sache ein zu stehen, anstatt Einzelkämpfer zu bleiben. Alternative Heilverfahren werden immer mehr Interesse erwecken und neue, ganzheitliche Methoden bekommen den Vorzug vor reiner „Symptom-Reparatur“.

Gelegenheiten (Mondknoten in Schütze) ergeben sich durch forsch eingebrachte Talente und Fähigkeiten, diese werden dadurch noch verstärkt und dienen der eigenen Lebensphilosophie ebenso, wie der Allgemeinheit.

Anfang bis ca. Mitte April können noch Verzögerungen (Rückläufigkeit) auftreten. Diese gelten für Mars 24.1.-14.4.: Sorgfalt bei Arbeit und im Sport, Merkur 13.3.-5.4.: Pläne kommen ins Stocken und Saturn 8.2.-26.6.: gewohnte Strukturen und Wertmaßstäbe werden überprüft. Wegen des Halbsextils Neptun-Merkur ist noch mehr Vorsicht geboten (Gefahr von Unwahrheiten). Daher eine gewisse Nervosität, welche sich auf die Bereiche Beziehungen, Arbeit und Existenz beziehen dürfte.

Mars versucht sich aus einer zurückhaltenden Position als Spannungsherrscher (fast alle Aspekte gehen von ihm zu den anderen). Das schneidet sogar das „saturnische“ oben erwähnte Augenmaß ab, Regierungs-Umstürze sind drin. Im arabischen Raum eigentlich ein Muss aber auch ein großes Risiko. 

Mondknoten - Quadrat Mars: achten Sie auf gute Gelegenheiten, Sie kommen durch gründliche Planung und sorgfältige Arbeit weiter. Ziehen Sie die Fäden diskret, überprüfen Sie lieber doppelt, aber werden Sie dann aktiv!

Häuserhoroskop (unten rechts)

Da im Häuserhoroskop alles mit Ausnahme der schwachen Verbindung von Mars zu Neptun blau und grün ist, werden die Sehnsucht nach Erfüllung von Wünschen und die Suche nach idealen Bedingungen für mehr Sicherheit bestimmend sein. Allerdings wird das Bild viel kardinaler, man bemüht sich aktiv um Konsens.  
(Deutschland wird eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen spielen, die Hauptachsen sind wieder, wie bereits bei allen Jahreshoroskopen für Deutschland (01.01./00.00 Uhr) entdeckt: AC Waage, DC Widder, IC Steinbock, MC Krebs!)

Mondknotenhoroskop (unten links)

Im Mondknotenhoroskop steht Idealismus pur als unbewusstes Ziel im 9. Haus, daran soll nun gearbeitet werden... und Neptun an höchster Stelle im 10. Haus steht für Weltfrieden, Freiheit und Vergebung. („Unfinished things“ stehen zur Bearbeitung an).

Neubeginn mit guten Vorsätzen im Unbewussten... Viel Erfolg!


Montag, 19. März 2012

AstroPsychologie: Spezielle Tierkreis-Meditationen

Einleitung

Heute hört man viel von Meditation und es werden immer mehr Techniken angeboten, sich selbst und sein Leben besser zu verstehen. Viele möchten mit geistigen Energien in Verbindung kommen, um von dort her Führung und Hilfe zu erhalten. Mit den Tierkreismeditationen möchte ich nicht eine neue Meditations-Technik anbieten, sondern Ihr Interesse auf die Tatsache lenken, dass monatlich auf unser planetarisches Leben immer neue Energien einströmen, die wir bewusst erkennen und im Leben anwenden können.

Die Astrologie befasst sich schon seit jeher mit dem Menschen und seinen Beziehungen zu kosmischen Energien. Die moderne Richtung der »Astrologischen Psychologie« erkennt im Horoskop die menschliche Psyche, ihre vielfachen Lebensäusserungen, Verhaltensstrukturen, Behinderungen und Entfaltungsmöglichkeiten. Meditation befasst sich ebenfalls mit dem Menschen, aber mehr mit seiner geistigen Dimension, mit seinen tiefsten Wesensschichten, seinem Wesens-Zentrum, das ihn mit allem, was lebt, verbindet. »Ohne Meditation kann der Mensch gar nicht wahrhaft Mensch werden«.

In der Astrologischen Psychologie zeichnen wir das Horoskop mit einem Kreis in der Mitte, der das innerste Wesen, das wahre Selbst, das Wesenszentrum des Menschen symbolisiert. In der astrologischen Deutung versuchen wir, die äusseren um diesen Kreis liegenden Räume und Einflüsse zu erfassen.

Die Planeten in den Zeichen und Häusern, die anzeigen, wie der Mensch auf seine Umwelt reagiert; das Aspektgefüge, welches den Bewusstseinszustand, die inneren Motivationen spiegelt und die Tierkreiszeichen, die die genetische Struktur anzeigen, die Erbmasse, das, was der Mensch ins Leben mitbringt, wozu auch die seelisch-geistigen Anlagen gehören.

Der Zodiak oder die Tierkreiszeichen stellen ein kosmisches Bezugssystem dar, das uns mit den psychischen und geistigen Qualitäten der einzelnen Zeichen in Verbindung bringt.

Bei den Tierkreismeditationen handelt es sich um einen Versuch, mit den kosmischen Quellen der Tierkreiszeichen meditativ in Verbindung zu kommen. Die Tierkreisqualitäten kann man als unaufhörlich sprudelnde Quellen reiner kosmischer Energien sehen, die uns eigentlich immer zur Verfügung stehen. Jeder Mensch hat im individuellen Horoskop diese zwölf Grundqualitäten. Aber jeden Monat, besonders zur Vollmondzeit, strömen diese speziellen Qualitäten in erhöhtem Masse auf die Erde und auf die Menschen ein. Sie prägen nicht nur die Mentalität eines Menschen, der in diesem Zeichen geboren ist, also seine Sonne dort stehen hat, sondern sie stimulieren jeweils das ganze Leben auf unserem Planeten.

Nach alter Überlieferung findet zur Zeit des entsprechenden Vollmondes in jedem Monat eine besondere Energieübertragung statt. In den Tierkreismeditationen können wir uns alleine oder als Gruppe direkt bei Vollmond, an den Tagen davor oder danach, in diese einschalten.

Nach Alice A. Bailey sollen die Vollmondmeditationen in der neuen Weltreligion einen besonderen Platz einnehmen. An den monatlichen Vollmondtagen werden Feierstunden mit rituellen Handlungen abgehalten, wobei es »drei grosse Feiern geben wird, die in drei aufeinanderfolgenden Monaten stattfinden ...«. Diese sind: Das Osterfest im April, das Wesak-Fest im Mai und das Fest des guten Willens im Juni.

Die drei Vollmondfeste

Auszüge aus dem Buch »Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung« von Alice A. Bailey (Seite 507-509)

»Ich möchte die Möglichkeiten solcher geistigen Ereignisse andeuten und versuchen, den Charakter der künftigen, von der ganzen Welt gehaltenen Festtage vorauszusagen. Alljährlich wird es drei grosse Feiern geben, die in drei aufeinanderfolgenden Monaten stattfinden und daher während des Jahres zu einer länger anhaltenden geistigen Anstrengung und Aktivität führen, die auch den Rest des Jahres beeinflussen. Es werden dies die folgenden Festtage sein:

1.  Das Osterfest

Dies ist der Festtag des auferstandenen, lebendigen Christus, des Lehrers aller Menschen und des Oberhauptes der geistigen Hierarchie. Christus ist der Ausdruck der Liebe Gottes. An diesem Tag wird die von ihm geführte und geleitete geistige Hierarchie anerkannt und das Wesen der göttlichen Liebe nachdrücklich betont werden. Das Datum dieses Festes wird stets vom ersten Frühlingsvollmond bestimmt; es ist das grosse Fest des Westens und aller Christgläubigen.

2.    Das Wesak-Fest

Dies ist der Festtag Buddhas, des geistigen Vermittlers zwischen dem höchsten spirituellen Zentrum Shamballa und der Hierarchie. Buddha ist der Ausdruck der Weisheit Gottes, die Verkörperung des Lichtes und der Verkünder der Absichten Gottes. Dieses Fest wird alljährlich auf den Vollmondtag im Mai festgelegt, wie es jetzt der Fall ist. Es ist das grosse Fest im Osten.

3. Das Fest des guten Willens

An diesem festlichen Tag wird man des in der Menschheit lebendigen Geistes gedenken, der sich zu Gott hinsehnt und versucht, mit Gottes Willen in Einklang zu kommen. Dieses Fest ist der Bezeigung rechter menschlicher Beziehungen geweiht und fällt jährlich auf den Juni-Vollmondtag. Es wird ein Tag sein, an dem man die geistige und göttliche Natur im Menschen anerkennen wird. Seit zweitausend Jahren repräsentiert Christus an diesem Festtag die Menschheit; er steht an der Spitze der Hierarchie und im Angesicht von Shamballa als der Gott-Mensch, der Führer seiner Getreuen und als »der älteste in einer grossen Familie von Brüdern« (Römer 8, 29). In jedem Jahr hat er an diesem Tag vor der versammelten Hierarchie die letzte Predigt Buddhas feierlich gesprochen. Dieses Fest wird daher eine Feier tiefer Invokation und Bitten sein, eine Feier fundamentalen Strebens nach Gemeinschaftsgeist, nach menschlicher und geistiger Einheit; es wird dem menschlichen Bewusstsein die Auswirkung des Heilswerkes von Buddha und Christus vor Augen halten.

Diese drei Feiertage werden bereits in der ganzen Weltgefeiert, obwohl sie noch nicht zueinander in Beziehung gebracht sind; sie bilden ein Teilstück der geistigen Annäherung an Gott, die von der geeinten Menschheit erstrebt wird. Es wird die Zeit kommen, da man in der ganzen Welt alle drei Feste zur gleichen Zeit halten wird; mit deren Hilfe wird eine grosse geistige Einheit erzielt werden, und die Auswirkungen der Grossen Annäherungen — die uns jetzt so nahe bevorstehen — werden durch den vereinten Anruf der ganzen Menschheit dieses Planetengefestigt werden.

Die anderen Vollmondtage werden Anlass zu kleineren Feiern sein, doch werden auch diese als sehr bedeutsam erkannt werden; sie werden ins menschliche Bewusstsein die göttlichen Attribute einpflanzen, so wie es an den drei grossen Festtagen mit den drei göttlichen Aspekten geschieht. Diese Aspekte und Eigenschaften Gottes werden durch ein genaues Studium über die Art und Kraft eines bestimmten Tierkreiszeichens oder von Konstellationen, die jene Festmonate beeinflussen, erschlossen und näher bestimmt werden. So wird z.B. das Zeichen des Steinbocks (im Dezember) unsere Aufmerksamkeit auf die erste Einweihung hinlenken — die Geburt Christi im Innern des Herzens — und auf die Schulung hinweisen, die notwendig ist, um im Leben des einzelnen Menschen dieses grosse geistige Ereignis herbeizuführen. Ich führe dieses Beispiel an, um die Möglichkeiten für die geistige Entfaltung anzudeuten, die uns ein rechtes Verstehen dieser Sterneinflüsse vermitteln kann, und um die alten Glaubensbekenntnisse dadurch aufs neue zu beleben, dass man deren grosse und unvergängliche Beziehung zueinander erweitert.

Wir haben daher folgendes Bild:

- Shamballa - der Willensaspekt – Wesak - Mai-Vollmond (Stier)
- Hierarchie - der Liebesaspekt – Ostern - April-Vollmond (Widder)
- Menschheit - göttl. Intelligenz - guter Wille - Juni- Vollmond (Zwillinge)

Die übrigen neun Vollmonde haben mit den göttlichen Wesensmerkmalen und deren Entfaltung in der Menschheit zu tun.

Die Wissenschaft der Meditation

Um an diesen Energie-Übertragungen teilzunehmen, sollte man sich in der Meditation alleine oder in einer Gruppe schulen. Dabei kann man verschiedene Techniken benutzen. Eine davon ist die reflektierende Meditation, in der man über einen Gedanken nachdenkt; eine andere ist die rezeptive Meditation, in der wir uns innerlich öffnen und in Empfangsbereitschaft sind, und dann die schöpferische Meditation, in der wir bewusst Gedankenformen zu einem bestimmten Zweck erschaffen. In den Tierkreismeditationen arbeiten wir mit allen drei Stufen in einer bestimmten Reihenfolge.

Wir beginnen immer mit einer Gleichschaltung der dreifachen Persönlichkeit, (Körper, Gefühl, Denken) um innerlich still zu werden und ausgerichtet zu sein auf das kosmische Geschehen. Dabei versuchen wir immer tiefer in unser Inneres einzutauchen, bis wir ein Lebendigwerden, ein bewusstes Erleben unseres eigentlichen Selbstes erreichen. Erst dann können wir über die persönlichen Grenzen hinausschreiten, in einen übergeordneten kosmischen Raum eintreten und einen Kontakt zu den dynamischen Energie-Einströmungen der einzelnen Tierkreiszeichen herstellen.

Wenn wir uns entspannen und meditativ nach innen gehen, dringen wir in den Bereich des Menschen ein, der das »Unbewusste« oder »Überbewusste« genannt wird, in dem die archetypischen Symbole wohnen und auch die Abbilder der Tierkreiszeichen. Hier entstehen alle religiösen Bilder, Gottbetrachtungen und Einswerdungs-Prozesse. Hier öffnet sich auch das Bewusstsein zu neuen Dimensionen, die in die tiefere Bedeutung der Zeichenqualitäten eindringen lassen.

Wir können uns bewusst diesen hereinströmenden Energien aufschliessen und einen Kanal aus Substanzen der Denk-, Gefühls- und ätherischen Ebene bauen, die einen direkten Zugang zu der geistigen Bedeutung einer Zeichen-Qualität darstellen. Besonders in Gruppenformation werden die aspirativen Kräfte jedes einzelnen verstärkt, der Kanal wird weiter, offener, so dass man viel leichter mit diesen in Verbindung kommen kann. Man kann aber natürlich auch alleine, im stillen Kämmerlein über die Tierkreiszeichen meditieren.

Ist erst einmal so ein »Kanal« oder »Lichtschacht« gebaut, dann ist es relativ leicht, zu jedem Vollmond mit immer wieder anderen Energien Verbindung aufzunehmen. Man kann in der Meditation einen so hohen Punkt der inneren Angleichung, Konzentration und Identifikation erreichen, dass die speziellen Energien leicht heruntertransformiert werden können. Die Gruppe bildet symbolisch ein Reservoir, ein Gefäss oder einen Kelch, in den die einzelnen Tierkreisqualitäten fliessen und an die Menschheit weitergeleitet werden. Diese symbolische Darstellung, die der entsprechenden Qualität jedes Zeichens angepasst ist, stellt einen wichtigen Teil der schöpferischen Phase in der Meditation dar.

Bei diesem schöpferischen Prozess ist zu beachten, dass ein Energiestrom nur dann ununterbrochen fliesst, wenn er in Bewegung bleibt, wenn er durch die Gruppe hindurch an die Umwelt, die Mitmenschen, die Menschheit weitergegeben wird.

Es ist das Gesetz der Invokation und Evokation, das hier wirksam ist. Die vereinte Kraft des Denkens, das geistige Streben, die gemeinsame Anrufung geistiger Prinzipien setzen die Energien erst in Bewegung. Die Invokation löst meistens eine Antwort, ein Herabströmen oder eine Evokation aus. Es wäre verfehlt, diese Energien und Qualitäten für sich selbst beanspruchen zu wollen. Dadurch würde der Fluss gestaut und automatisch den Gesetzen der Beharrung, der Starrheit, der Kristallisation und des Verfalls anheimfallen, die immer eine Zerstörung in sich tragen. Deshalb wendet sich die Gruppe am Schluss jeder Meditation der ganzen Menschheit zu und strömt die hereingekommenen Energien auf diese aus.

Damit ist die Tierkreismeditation in Wirklichkeit eine geistige Dienstleistung, ein Transformationsvorgang, an dem Sie jeden Monat teilnehmen können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass vor Urzeiten die Qualitäten der Tierkreiszeichen überhaupt erst auf diese Weise ins Bewusstsein der Menschheit gelangt sind, genau wie jede geistige Beeindruckung, jede neue Offenbarung göttlicher Weisheiten auf diese Weise entsteht.

Wenn wir zu einer gut funktionierenden Meditationsgruppe gehören und auf eine Zeichenqualität besonders intensiv reagieren – vielleicht weil dort unsere Sonne steht oder sich sonst eine wichtige Konstellation in unserem Horoskop in diesem Zeichen befindet – dann ist die Tierkreismeditation meistens mit neuen Erkenntnissen verbunden. Aufgrund bestimmter Techniken des Heruntertransformierens von Energien und Substanzen während der Vollmondperiode und auch der Vorstellungsübung jedes einzelnen Zeichens, werden in den Tierkreismeditationen fast immer Ergebnisse erzielt, denn »Energie folgt den Gedanken«.

Bei der Meditation mit kontrolliertem Denken – der mentalen Meditation – sind die inneren Quellen und Ursachen des Energiestromes mit der äusserlich angestrebten Manifestation verbunden. Den schöpferischen Prozess des Heruntertransformierens kann man folgendermassen beschreiben:

Die Lebenskraft, die alle Manifestation im Sein erhält, ist Energie. Der Mensch ist so ausgerüstet, dass er durch Meditation auf diese Energien reagieren kann. Ein während der Meditation klar ausgerichteter Gedanke oder ein Bild ist ein Mittel, jene wichtigen Aspekte der Lebenskraft oder Energie zu berühren, die wir Licht, Liebe und Leben nennen. Indem wir sie mit unseren Gedanken richtig auslegen, holen wir sie aus der Ideenwelt herunter, lenken sie hin zur geistigen Aktivität und wirken dadurch verwandelnd auf die Lebensformen ein. In den Tierkreismeditationen sollen wir diesen schöpferischen Vorgang immer anstreben. Dieser geht weitgehend über viele moderne Meditationsformen hinaus, wie beispielsweise das »Leermachen«, wobei das Denken von all seinen normalen Funktionen gelöst und dabei oft eher ein Gefühl der Lähmung als das des Friedens erreicht wird. Das Denkvermögen wird auf diese Weise unfähig in der Meditation empfangene Eingebungen auszuwerten.

In den Tierkreismeditationen ist eine wache und schöpferische Beteiligung des Denkens notwendig, um auf einströmende Energien oder Visionen reagieren zu können, diese auch zu registrieren, auszulegen und im Gedächtnis zu behalten. Wie häufig erleben wir, dass Inspirationen oder geistige Eindrücke flüchtig sind. Wenn wir sie mit unseren Gedanken nicht festhalten, dann vergessen wir sie wieder. Deshalb ist es ratsam, immer nach der Meditation – wie übrigens auch nach Träumen – die Gedanken und Ideen, die in uns aufsteigen, sofort niederzuschreiben.

Ein Gedanke oder »Saatgedanke« des betreffenden Tierkreiszeichens, über den »im Lichte der Seele« kontempliert wird, erzeugt neue Gedanken und mentale Erleuchtung, die das praktische Denken interpretiert und anwendet. Mit anderen Worten: Wir bemühen uns, in den Tierkreismeditationen immer tiefer in die Qualitäten der einzelnen Zeichen einzudringen, ein immer grösseres Verständnis zu erlangen, wobei besonders den psychischen und geistigen Zusammenhängen unsere Aufmerksamkeit und unser gemeinsames Bemühen gilt.

Um die Gruppe mental auf die speziellen Tierkreisqualitäten einzustimmen, ist es vorteilhaft, die nachfolgenden Texte über jedes einzelne Zeichen vorzulesen. Die am Ende jedes Zeichens aufgeführte Meditationsform wurde sorgfältig erarbeitet und erprobt. Mit ihr kann man erfahrungsgemäss die besten Wirkungen erzielen.

Zum Beispiel: Fische-Meditation

1. Stufe: Vorbereitung

2. Stufe: Wir sitzen aufrecht. Die Augen schliessen wir, können sie zeitweise öffnen, wenn Spannungen auftreten. Die Hände legen wir auf die Oberschenkel, können sie auch öffnen wie zwei Schalen. Die Füsse stellen wir nebeneinander.

Die tiefste Entspannung des Körpers erlangen wir, indem wir den inneren Schwerpunkt in die Leibesmitte verlagern. Wir lassen den Oberkörper kreisen, bis wir das Empfinden haben, jetzt sitzen wir im Schwerpunkt, im Hara. Auch der Atem dient zur Vorbereitung der Meditation. Wir atmen vier Takte und sagen beim Ausatmen »Loslassen - Niederlassen«, halten den Atem an, »Einswerden«, beim Einatmen »Neuwerden«, beim Anhalten »Selbstsein«. Das machen wir ein paarmal.

3. Stufe: Gleichschaltung der dreifachen Persönlichkeit.

4. Stufe: Zur Gleichschaltung oder Identifikation verwenden wir das heilige Wort OM nach jeder dieser drei Stufen, um alle störenden Schwingungen mit magischer, schöpferischer Kraft zu beseitigen.

Zuerst der physische Körper: Wir sitzen auf dem Stuhl und sind getragen vom Stuhl, von der Erde, vom Planeten; wir sind geborgen und sicher im Haus. Wir werden ganz schwer, verlagern unser Gewicht in den Unterleib, pumpen etwas Luft hinein. Der Rücken ist aufrecht, die Kiefer entspannt. Ich lasse alle Muskeln los, halte nichts fest, fühle in meine Stirn hinein, lasse diese locker und entspannt. Die Stirn wird glatt, das Gesicht freundlich, die Zunge liegt im Unterkiefer, der Atem geht ruhig und gleichmässig durch die Nase »Es atmet mich«. Wir widmen unseren physischen Körper dem Dienste der Seele.

OM

Der Gefühlskörper wird beruhigt durch die Imagination eines blauen Wassers, das immer ruhiger wird; die Wogen glätten sich. Das Licht der Sonne oder des Mondes spiegeln sich darin. Wir empfinden Liebe für alle Menschen und widmen den Gefühlskörper dem Dienste der Menschheit.

OM

Der Mentalkörper: Wir lösen unser ICH von unseren Gedanken. Gedanken kommen und gehen. Wir schauen ihnen ruhig zu, entspannen uns, lassen uns nicht stören. Wir sind frei. Wir widmen unser Denken dem Guten für alle Menschen, der Entfaltung und Erhaltung des Lebens, dem göttlichen Plan menschlicher Evolution.

OM

Gleichschaltung mit der Seele

Nun lassen wir den Schwerpunkt ganz langsam (so wie eine Schnecke kriecht) im Innern des Kopfes hinabgleiten, zwischen den Kiefern, durch den Hals, bis in die obere Brust. Hier lassen wir ihn ruhen. Langsam gleitet unsere Aufmerksamkeit, unser Schwerpunkt, von der

oberen Brust weiter hinab, in die Mitte des Körpers, hinter dem Brustbein bis zur Herzhöhe - bis zu der Stelle, auf die wir zeigen, wenn wir ICH sagen. Hier ruhen wir uns aus. Hier lasse ich mich nieder mit meinem ganzen Wesen und Sein. Ich lasse das OM unhörbar in mir erklingen, und gleich Wellenkreisen nimmt der Ton alles mit sich nach aussen: Alles Belastende, alle Sorgen, Mühen, Ängste werden von dem reinigenden, heiligenden TON weggespült, der in mir vibriert.

Dann entsteht in meinem Innern ein Punkt der tiefsten Ruhe und des Friedens; er breitet sich aus gleich einem Vakuum, einem luftleeren Raum, der mich umgibt wie eine schützende Hülle.

5. Stufe: Visualisationsübung Fische

Ich habe Zeit, unendliche Zeit. Nichts drängt mich. Die Zeit steht still. Ich gebe mich ganz dieser lautlosen Stille hin, die mich mit der Ewigkeit verbindet. Ich lausche mit allen Sinnen erwartungsvoll in die Stille hinein, achte auf das, was sich in mir meldet und wachsen will.

Plötzlich sehe ich vor mir einen langen Gang, schmal und dunkel. In der Ferne leuchtet ein Licht auf, ich erkenne eine lichte Gestalt, die mir zuwinkt. Magnetisch werde ich von ihr angezogen. Ich lasse alles liegen und stehen und gehe langsam den Gang entlang auf die Gestalt zu. Sie kommt mir entgegen und ruft meinen Namen, der mich ganz persönlich trifft und in mir nachklingt. Wir treffen uns, schauen uns im tiefen Erkennen in die Augen.

Dann legt sie den Arm um meine Schulter und sagt: »Du bist am Ziel, komm, folge mir!« Gemeinsam schreiten wir langsam in das grössere Licht hinein.

Wir meditieren über den Saatgedanken:

»Ich verlasse des Vaters Haus,
und indem ich zurückkehre, erlöse ich.«

6. Stufe: Gruppenbemühung

Wir weiten unser Bewusstsein über unseren Umraum hinaus aus und verbinden uns mit den Menschen um uns herum und mit allen, die sich den geistigen Energien zur Vollmondzeit in der Meditation nähern. Wir stehen als Gruppeneinheit auf der Mentalebene in Empfangsbereitschaft auf die kosmischen Energien, die jetzt verfügbar sind. Wir erschauen einen Lichtpfad, der sich von der Menschheit bis zu jener Quelle erstreckt, wo die Liebe Gottes wohnt, die sich auf unserem Planeten durch Christus ausdrückt. In diese Liebe fühlen wir uns eingeschlossen und widmen die Gruppe dem Weltdienst.

Wir stellen uns vor, wie wir alle gemeinsam einen Kelch in die Höhe heben in einer hochkonzentrierten inneren Aspiration, in einem Anruf an die geistigen Kräfte des Lichtes und der Liebe, die in unser empfangsbereites Bewusstsein, - symbolisch in den hocherhobenen Kelch, - fliessen. Wir erheben ganz langsam die Hände:

»O DU, in dem wir leben, weben und sind,
die Kraft, die alle Dinge neu macht,
wende das Schicksal.der Menschheit dem Besseren zu,
rühre die Menschenherzen überall,
damit sie sich öffnen für den Geist der Liebe,
der Bruderschaft und gegenseitigen Verantwortung.
Lass den Willen zum Guten
die Triebfeder allen Handelns sein
und das Friedensreich auf Erden erstehen.
Möge die Liebe des Einen Lebens ausströmen
in unsere Herzen, durch unsere Gruppe
und in die ganze Welt.«

7. Stufe: Weitergabe an die Menschheit

Wir senken langsam unsere Hände und wenden uns der Menschheit zu. Wir lassen durch uns hindurch diesen lebendigen Kraftstrom von Licht, Liebe und schöpferischem Willen in das Bewusstsein der Menschheit ausströmen und sich ausbreiten.

Wir übermitteln den Energiestrom gemeinsam durch die grosse Invokation an die Menschheit.

Die grosse Invokation

Aus dem Quell des Lichts im Denken Gottes
ströme Licht herab ins Menschen-Denken.
Es werde Licht auf Erden!

Aus dem Quell der Liebe im Herzen Gottes
ströme Liebe aus in alle Menschenherzen.
Möge Christus wiederkommen auf Erden!

Aus dem Zentrum, wo der Wille Gottes thront,
lenke plan-beseelte Kraft die kleinen Menschenwillen
zu dem Endziel, dem die Meister wissend dienen!

Durch das Zentrum, das wir Menschheit nennen,
entfalte sich der Plan der Liebe und des Lichtes
und siegle zu die Tür zum Übel!

Mögen Licht und Liebe und Kraft
den Plan auf Erden wieder herstellen!

OM OM OM

Diese Invokation gehört nicht irgendeiner Person oder Gruppe, sondern der ganzen Menschheit.

»Die Schönheit und Stärke dieser Anrufung liegt in ihrer Einfachheit und darin, dass sie bestimmte Hauptwahrheiten zum Ausdruck bringt, die von allen Menschen als ganz natürlich angenommen werden, nämlich: Die Wahrheit, dass eine Ur-Intelligenz existiert, der wir unklar den Namen Gott geben; die Wahrheit, dass hinter allem äusseren Schein Liebe die treibende Kraft im Universum ist; die Wahrheit, dass eine grosse Individualität auf die Erde kam, von den Christen Christus genannt, und diese Liebe so verkörperte, dass wir sie verstehen konnten; die Wahrheit, dass Liebe und Intelligenz die Auswirkungen dessen sind, was Gottes Wille genannt wird; und schliesslich die selbstverständliche Wahrheit, dass sich der göttliche Plan nur durch die Menschheit selbst entfalten und auswirken kann.« – Alice A. Bailey.

Quelle: Louse Huber "Tierkreiszeichen. Reflexionen, Meditationen"
(API-Verlag, Adliswil)