Samstag, 29. Januar 2011

Gastbeitrag: Bruno Huber, Astrologie in der Musik

Bruno Huber schreibt in einem 'Astrolog'-Artikel 

"Astrologie und Musik: Vivaldi"


"… Vivaldi muß ganz bewußt das gesamte Werk der astrologischen Ur-ordnung, nämlich der Einteilung der Zeichen nach Kreuzen und Temperamenten, beigeordnet haben. Folgende Eigenarten lassen sich nach mehrmaligem, systematisch-selektivem Anhören feststellen:

Wenn man zum Beispiel die ersten Sätze der vier Concerti (Allegro) nacheinander anhört, so zeigt sich eine gleichartige Rhythmik, die sich aber von derjenigen der jeweils dritten (auch Allegro-Sätze) unterscheidet. Die ersten Sätze haben etwas heftig-kraftvolles und gezieltes an sich, was ganz der Eigenart des KARDINALEN KREUZES entspricht. Die dritten Sätze beinhalten, bei mehrheitlich auch schnellem Tempo, mehr hüpfende, tänzerische Rhythmen, die mit fast elegischen Qualitäten wechseln. Dies entspricht dem VERAENDERLICHEN KREUZ. Die mittleren Sätze (Andante oder Largo) haben allesamt einen schreitenden Rhythmus, der allerdings je nach Temperament vom bedächtig-innigen bis zum hastig-erwartungsvollen wechselt. Dies, und das generell gleichförmige und kontrollierte Schreiten entsprechen dem FIXEN KREUZ.

Dies alles würde wohl noch nicht genügen, um in Vivaldis Jahreszeiten astrologisches Gedankengut zu begründen. Wenn man jedoch aus den vier Concerti die drei Sätze nacheinander hört, welche den Zeichen gleichen Temperamentes entsprechen, so wird es langsam überzeugend. Denn sie zeigen jeweils erstaunliche Ähnlichkeiten in der Wahl der melodischen Mittel und ihrer Abfolgen. So ist wohl bei allen "Wasser"-Sätzen (1. Satz, Sommer = KREBS; 2. Satz, Herbst = SKORPION; 3. Satz, Winter = FISCH) das Wässerig-melancholische kaum in Abrede zu stellen. Beim Krebs ist die ganze Launenhaftigkeit vom stehenden Brackwasser über plötzlich auftretende Brecher zu fröhlich tänzelnden Schaumkronen bis hin zu bedrohlich heranrollenden und sich überwerfenden Sturmwellenreihen im breitangelegten Gebrauch des Violinkörpers zu erleben. Beim Skorpion fällt das ruhige Hinundherwogen bei noch schönem Wetter zuerst auf. Aber bald spürt man das in der Tiefe dräuende Wiegen der sturmverheissenden Grundwellen. Und bei den Fischen wird man aufgewühlt durch die Wechsel zwischen innig-andächtigem Fließen und hingabevollem, breitflächigem Aufbrausen des Mitleids, ja des Weltschmerzes. Dies ist wohl der reichste Satz in diesem Werk — es ist offensichtlich ganz Vivaldis eigener Satz, in dem er seine ganze Inbrunst in seinem eigenen Geburtszeichen (Fische, AC Jungfrau) manifestiert … "

und

Der »Tierkreis« aus den Jahren 1975/6 gehört zu den klangschönsten und daher zugänglichsten Werken des Kölner Komponisten Karlheinz Stockhausen, des ebenso gefeierten wie umstrittenen »Klassikers der deutschen Neuen Musik« nach 1945 - in YouTube

Die Komposition "The Planets" von Gustav Holst folgt der Idee, jedem Planeten unseres Sonnensystems einen Charakter zuzuordnen und diesen musikalisch darzustellen - Musikpädagogik - YouTube

Chryssoula Wyss-Koulatsou berichtet im 'Astrolog' 164/ 2008 von ihren Erfahrungen: "Effekt des Musikunterrichts auf die Persönlichkeit aus der Sicht der Astrologie"

Antonio Vivaldi

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